Hervorgehobener Beitrag

Inspiration für Träume, Fantasien, Utopien, Visionen

Ich habe auf Google Plus einen interessanten Link gelesen mit folgendem Text:

„Impuls zur Motivation:

Nimm Dir zur Beantwortung der folgenden zwei Frage etwas Zeit und am besten etwas zum Schreiben zur Hand:

Wenn ich unbegrenzte Zeit und Mittel hätte, was würde ich dann tun?
Wenn ich keine Angst hätte, was würde ich dann tun?

Erlaube Dir, auch mal zu träumen. Die Fantasie ist oft Geburtsstunde, um einen neuen Weg einzuschlagen, etwas zu ändern was längst schon verändern werden wollte oder etwas bewusst zu schätzen, was bleiben darf. Schreib einfach auf, was Dir mit diesen zwei Fragen in den Sinn kommt.

Vielleicht hast Du mehrere Träume? Dann schreibe sie Dir alle auf und lasse sie wirken. Vielleicht spürst Du, dass Du Deine Träume vergleichst. Möglicherweise genießt Du die verschiedenen Träume. Es kann sogar sein, dass sie im Widerspruch zueinander stehen. Aber das ist nicht schlimm, es wird sich ordnen, wenn es Zeit für Dich ist. Vertraue darauf!
Manche Ideen müssen erst einmal ans Tageslicht und dort betrachtet werden. Erst dann können sie sortiert werden und in Einklang kommen.

Vielleicht ist aber auch ein Traum dabei, den Du schon immer mal erleben wolltest? Was fehlte Dir bisher zur Erfüllung dieser Idee? Wie kannst Du selbst an diesem Traum arbeiten? Und wen kannst Du möglicherweise um Unterstützung bitten?“

Ich folge Auf Google+ der Sammlung
„Praxis für inneres Erleben – Psychotherapie & Coaching
Zitate, Sprüche & Weisheiten“


Ich fühlte mich sofort inspiriert, einen kleinen Text hier auf wordpress zu verfassen. Das Thema so anzugehen, als ob ich des Nachts einen Traum gehabt hätte, der Realitäten ausblendet und Wünsche zulässt, ohne an jedwede realistischen Bedingungen gebunden zu sein. Sozusagen ein utopisches Brainstorming. Anmerkung dazu: So bin ich, es ist mir auch noch ein Film eingefallen, den ich in schöner Erinnerung habe, also eher kein Brainstorming. Auch ist der Text jetzt länger geworden. Ich habe mich halt über mich geirrt.

Ich möchte das Ganze unter drei Punkten, die etwas mehr oder weniger voneinander variieren, aber auch einem letzten vierten Punkt beschreiben, der von den ersten drei Punkten abweicht.
  1. Mein Traum von der Einsamkeit in der Wildnis

    Das Abenteuer erleben

    Ich könnte die letzten Reste unendlicher Natur auf bestimmten Flecken der Erdkugel erkunden und mich dort sogar sesshaft machen für mehrere, viele Jahre, oder sogar für den Rest meines Lebens.

    Diese Gegend würde ich ganz für mich alleine bewohnen. Es gäbe dort alle Möglichkeiten, zu machen, was man will, wie man es will.

    Ich wäre natürlich in der Lage, mir selbständig ein schönes und massives Haus zu bauen, alle Materialien hierzu würden vom Himmel fallen. (Witz aus) Etwas anders formuliert wären die Kontakte vorhanden, die zumindest bei der Beschaffung des Baumaterials behilflich sein könnten. Die Grundkenntnisse über Architektur und Handwerkskunst, mir ein einfaches und solides schönes Häuschen zu erschaffen sowie die körperliche Kraft natürlich inbegriffen. Sprich: Ich hätte mich sozusagen als Person völlig neu mit diesen Fähigkeiten erschaffen; ein zweites Leben wäre als diese Person damit möglich geworden.

    Aber die Leute wären auf keinen Fall in ständiger und direkter Nachbarschaft. Sie wären nur mit ähnlichen Interessen am Abenteuer bereits schon mit Erfahrungen und Fähigkeiten ausgestattet. Sie könnten mir aber behilflich sein. Man würde sich nur ab und an mal treffen, um sich gemeinsam auszutauschen, wie man lebt und was man in der Natur erlebt, die Stille und die Ursprünglichkeit der Natur genießen können, aber auch die Gefahren akzeptieren, aber auch einige Erfahrungen machen, wie man sich dennoch schützen kann.

    Ich wäre in der Lage, mich mit einfacher, aber gesunder Nahrung, selbst zu versorgen. Und ich wäre in der Lage, mich zur Not auch vor wilden Tieren zu schützen. Was am besten nie vorkommen würde, weil es Tiere wären, die eine viel zu große Scheu davor hätten, sich Menschen und Behausungen zu nähern. Sozusagen gehe ich von der Grundannahme aus, dass wilde Tiere hauptsächlich eine scheue Natur inne haben, wenn deren natürliche Umgebung den Lebensraum zulässt, den wilde Tiere unabhängig vom Menschen brauchen, ohne dass sich diese gegenseitig störend (Mensch und Tier) auswirken. Ein gesundes wildes Tier hat kein „Interesse“ daran, sich Behausungen zu nähern oder einfach so einen Menschen anzugreifen, weil sie scheu sind.

    Ich würde aber auch an diesem einsamen Ort in der Wildnis nicht festsitzen. Könnte mir jederzeit ein kleines sicheres Holzboot, oder besser vielleicht ein einfaches Motorboot schnappen, um über eine Fahrt (auch gerne längere) über das Gewässer eine Stadt zu erreichen, sogar dort mal einen Kaffee zu trinken. Die Leute dort wären interessiert am einfachen und beschaulichen Leben in der Wildnis. Man trifft sich aber gerne mal zum Austausch und kann sich die Zeit dafür auch leisten. Seltene, aber beständige Kontakte, möglichst ohne Sprachbarrieren natürlich. Die Themen wären ja gegeben, weil man interessiert ist am naturalen abenteuerlichen Leben, für das man sich gerne entschieden hat und das auch künftig so weiter bestehen sollte.

  2. Die Variante dazu: Ich würde nicht ganz so abgeschottet wie in der ersten Variante leben. Dennoch wäre es in der unendlichen Wildnis ohne Vorschriften. Ich würde jedoch in einer kleinen Gruppe von Leuten leben, die sich zusammenfinden, weil sie in der Wildnis und Einsamkeit leben wollen. Nur, dass die Häuschen dort doch ganz gut erreichbar sind und man sich gegenseitig mal trifft und unterhält (im „Ort“), möglichst nur ab und zu. Möglichst in überwiegend meiner eigenen Landessprache.
  3. Die Variante dazu: Wie bei 2., aber zusätzlich mit Internet und Telefonie, so wie man es in der Zivilisation ja schon kennt und nutzt. Gerade an kalten und einsamen Wintertagen vielleicht. Aber da klingt schon wieder der Komfort der Zivilisation heraus, was im Widerspruch steht zum reinen Abenteuer Wildnis. Aber es soll ja sogar Naturvölker geben, die Internettechnologie bereits nutzen. Klingt doch auch interessant, diese Mischung. Die Technik dient dann der erweiterten Kommunikation, um informiert zu sein, was sich in der Welt tut. Denn es könnte das Optimum sein. Denn ich will informiert sein über das Weltgeschehen und das Leben (geistig als Mensch). Aber körperlich als Mensch mit dem Wunsch, in der Wildnis zu leben. Weite einsame menschenleere Wildnis, aber doch technische Kommunikationsmittel nutzen können (im Haus und Vorgärtchen). Und einige wenige, echte, aber gute menschliche Kontakte. Man besucht sich, hat jede Menge Zeit zur Verfügung, dann für ab und zu lange ausführliche, ja philosophische, Gespräche, aber auch das Handwerk, das man braucht, um in der Natur zu existieren. Das könnte die Handwerkskunst ganz neu beleben. Lange Gespräche im Freien, bei einem Lagerfeuer bis in die Nacht oder bis die Sonne untergegangen ist, die den Tagesrhythmus und den Lebensrhythmus bestimmt. Am nächsten Tag versorgt man alles, was man zum Leben so braucht, ohne auf jemand angewiesen zu sein. Nahrung, kochen, zimmern. Das könnte ich alles selbst. Die Qualität des Lebens kann sich auf eine einfache, aber solide, Holzhütte beschränken. Das Essen kann spartanisch sein, aber gesund. Der Geschmack ist nicht so vielfältig und hochwertig wie in der Zivilisation. Aber ich bin da sowieso ziemlich „UR-pragmatisch“. Essen ist für mich eine schlichte Angelegenheit ohne große Kochkunst, aber eben so nahrhaft, dass es reicht zum Leben.

Kurz zusammengefasst von Punkt 1 bis Punkt 3

Mal für längere Zeit das Abenteuer Wildnis erleben und wissen, dass man es auch schaffen würde mit allen Fähigkeiten, die es dazu braucht. Also nicht so ein Kurztrip: Abenteuer erleben im Reisepaket oder im Survive-Workshop oder ähnliches. Ohne, dass man den Funktionstest vorher machen muss, man könnte es, aber man macht es nur mal als Test (Workshop). Es müsste schon auf einen festen und dauerhaften Lebensplan hinauslaufen. (Vision mit unbegrenzter Zeit). Man sagt sich im Ernst: Das Abenteuer leben ist mein Leben. Sonst ist es nur ein Kurzurlaub. Es wäre keine Langeweile für mich, kein Gefängnis, es wäre Freiheit und kein Zwang. Auch keine Fragen, was tun oder nicht, sondern das, was getan werden muss. Nur das, was es braucht, um in der Wildnis zu überleben. Der Rest ist LEBEN. Ich würde es sogar gar nicht trennen; das Überleben gehört selbstverständlich zum Leben als natürliche, akzeptable und verständliche Schlussfolgerung.

Nun folgt ein vierter Punkt, der eher wieder nach einem Widerspruch klingt.

4. Nicht in der fremden Wildnis und Einsamkeit leben, sondern das Leben in der
Stadt oder Stadtnähe, also Zivilisation, das vertraute Leben.

Diese vierte Variante entsteht ja fast von selbst. Denn, wenn ich nur von dem vertrauten Leben – das ja Zeit, Mittel, Angst der Menschen impliziert -, diese drei Begriffe also, extrahiere, dann ergibt sich die Vision eben wie von selbst. Und dieses Experiment finde ich sehr spannend.

Wie würde das mich verändern. Wie würde das die Menschen sonst noch, außer mir selbst, verändern? Da hat sich ja meine Google+ Seite auf Praxis für inneres Erleben sozusagen was einfallen lassen – nur mit diesen drei Worten, die im oberen Text ja schon vorgegeben sind. Drei Worte reichen mir nun aus, um einen Entwurf zu basteln. Einen philosophischen Entwurf. Dennoch visionäre Gedanken dabei, weil man ja das UNMÖGLICHE denkt, weil es in die realistischen Gegebenheiten des Lebens nicht passt. Weil, wie ja auch bei allen Punkten, die politischen Bedingungen, die an Staaten geknüpft sind, völlig herausfallen. Denn selbst die wildesten Naturvölker leben in einem globalen System, das in das politische Wesen der Staaten bzw. Kontinente, eingebunden ist mit allen Wirkungen und Auswirkungen, die dieses Wesen hat.

Ich glaube, dass meine ersten drei Entwürfe ja einerseits daraus entsprungen sind, dass sich das Staatenwesen in unberührten, menschlich kaum besiedelten Wildnisgebieten, weniger beeinflussend bezüglich der Lebensform auswirkt, weil ja die Infrastruktur dort kaum vorhanden ist, der Mensch sich noch weitgehend selbst überlassen bleibt. Dann aber im Gegenzug eben fast gänzlich auf den Komfort, die Sicherungssysteme verzichten muss, aber sich dann auch völlig selbst überlassen bleibt. Sozusagen, wenn dich der Bär frisst, wenn du eine Krankheit hast, dann: Pech gehabt. Das kann man ja noch weiter ausführen auf die Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände und alles weitere. Da gibt es keine Werkstatt, nicht einmal ein Beerdigungsinstitut, wenn dich der Bär gefressen hat. Also ich weiß, das ist albern, wie ich es ausführe. Aber – überspitzt gesagt – beschreibt es den Kern an Wahrheit, der zutreffend ist. Denn die Kontrolle durch das Staatswesen ist deutlich eingeschränkt. Wenn dort Wilderer auftreten vielleicht, dass es dann gewisse Regelungen gibt, aber das kann ganz unterschiedlich ausfallen. Weniger Kontrollmechanismen, aber auch ein Mehr an Selbstverantwortung und ein Mehr, die Gefahren selbst zu tragen. Dafür aber deutlich auch ein WENIGER an Fremdverantwortung. Aber ich bin gerade wieder gedanklich zurück gegangen zum Leben in der Wildnis. Denn Zeit, Mittel und Angst, das habe ich ja in der Vision gänzlich ausgeklammert.

Wenn ich diese drei Ausklammerungen nun auf das zivilisierte Leben in der Stadt mit allen Infrastrukturen und Komfortzonen übetrage, wäre es ein ganz anderes politisches System. Dann geht das in Richtung einer Anarchie. Und dann wird es ja automatisch wieder politisch. Politisch betrachtet kann man sagen, dass sofort ein Chaos ausbrechen würde. Man müsste ja einen Volksaufstand denken mit allen negativen Folgen. Da zwinge ich mich schon mal, in der Realität zu bleiben, denn in einer Stadt lebt man in der Verdichtung der Menschen (Masse Mensch) unter Einhaltung der „Regeln“ des Staatswesens und der jeweiligen Form, wie diese organisiert sind, weil die ganze Infrastruktur darauf aufgebaut ist. Es funktioniert, wenn der Mensch seine Rechte und Pflichten erfüllt und gegebenenfalls im Falle eines Eintretens einer Situation wahrnimmt. Wenn es aber nicht funktioniert, dann macht der Mensch im Staat etwas falsch oder der Staat an den Menschen innerhalb der ganzen Infrastruktur des jeweiligen Landes oder Kontinents. Der Kampf beginnt, um das Gleichgewicht Menschenrechte und staatliche Regulierungen in aller daran gekoppelten Komplexität in ein gesundes Verhältnis zu bringen.

Aber das ist hier nicht das Thema. Das Thema ist ja die Vision. Und das sehe ich auch mit philosophischen Gedanken. Ich muss also, wenn ich Angst, Mittel und Zeit ausklammere, eine Fiktion mir vorstellen, die mich an Science Fiktion erinnert. Also denke ich im Science-Fiktion-Modus weiter. Oder im Traum, den ich des Nachts haben könnte, dann erwache, weil ich unmögliche Dinge geträumt habe.

Klammere ich die Angst, die Mittel (verstehe darunter das Geld und die erlernten Fähigkeiten der Menschen) und die Zeit aus? Das heißt, dass auch die Zeit sich neutralisiert. Es neutralisiert sich eigentlich alles. Denn für was ich wie meine Zeit verwende, wäre ein Kriterium, das nicht an fremde Arbeitspläne gebunden wäre. Zeit ist aber im Leben in der Zivilisation an Arbeitspläne gebunden. Es würde ja, wenn ich es als Vision wage, als extremste Vorstellung mir zusammenspinne, als Nachtmahr, oder was auch immer, bedeuten, dass ich andere Menschen (wie sie sich verhalten) fallen lasse und nur mich selbst in den Blickpunkt rücke. Auch all das, was an die Sicherheit geknüpft ist, das Einkommen, die Industrie, also das ganze Gemeinschaftswesen. Jeder wäre gezwungen, weil ich es mir in einer Vision so vorstelle, alles und sich selbst fallen zu lassen mit dem Gedanken an diese Vision. Willkommen im Chaos.

Wenn ich das denke, dann kann ich mich gleich selbst als verrückt erklären. Es wäre nur denkbar, wenn das Staatenwesen für die Masse der Menschen überhaupt als ein System für Offenheit für Veränderungen in Frage käme, das zusammen mit den Menschen erkennt, dass unmenschliche Bedingungen erschaffen wurden. Aber wenn der überwiegende Hauptteil, der Großteil an Menschen und der Staat selbst alles doch auch überwiegend in Ordnung finden, wenn es nicht als unerträglich empfunden wird oder äußerst kritisch und gefahrenvoll für die Gemeinschaft, wie die Gemeinschaft nach Regeln lebt und funktioniert, dass sie es entweder akzeptieren, in unmenschlichen Verhältnissen zu leben, oder es nicht als so schwer und ungerecht empfinden – als unmenschlich. Sie wollen so leben und es nicht ändern, weil es die bewährte Lebensform ist, weil diese Lebensform vertraut ist, weil diese Lebensform auch funktioniert mit allen Rechten und Pflichten. Vertraut man dieser Lebensform nicht, weil sich Dinge zwar ändern, aber nicht zum Vorteil der Gemeinschaft, sondern die Probleme massiv sich verschlimmert haben, dann muss man dem Sturm ins Auge blicken, dass dann erst einmal Sense ist mit Funktionieren. Es sei denn, man glaubt noch daran, dass die Menschen, die entweder unzufrieden sind damit oder nicht, schon nicht oder gar nicht so unzufrieden damit sind, dass man das Chaos vorziehen würde, denn besser als das Chaos ist das System in dieser Gemeinschaft ja noch und wird eher wieder besser werden mit den Kräften, die künftig wieder besser zusammenlaufen werden. Es kann ja nur besser werden, auch wenn der schlimmste Fall eintreten würde, den man sich vorstellen kann, kann es ja selbst dann eigentlich nur noch aufwärts gehen. Ohne dass man genau weiß, wie und wann, sofort oder von Personen ganz alleine oder von mehreren Personen oder in welcher Funktion von Personen bewerkstelligt werden wird. Wir glauben, dass das geht, aber wie und wer das ändert, das hat genügend Zeit, unendlich viel Zeit. Eigentlich wären die Personen dann auch nicht unter Zeitdruck, außer dem Zeitdruck, mit dem sie ja einverstanden sind, weil es sich schon wieder ändern wird – mit der Zeit halt. An der Zuversicht wäre das ja dann auch spürbar und erkennbar, dass man in einer hoffnungsvollen Umgebung und Gesellschaft lebt. Sollten da doch aber ein paar wenige darunter sein, die das aber gar nicht so sehen, sondern ein Leben in ständiger Gefahr und Bedrohung, dann sind es einfach zu wenige, um in der Gesamtheit sich einig zu sein, dass es nicht nur ein Leben mit Für und Wider, mal besser mal schlechter, insgesamt aber gut oder sehr gut, auch mal durchschnittlich, aber absolut nicht von heute auf morgen verändert werden muss, sondern wir glauben an die Verantwortlichen weiter, die wir ja alleine niemals sein können. Wir haben gar keine Zeit dazu, denn die Zeit haben ja die Verantwortlichen, die es ändern. Und da ist man ja mitten drin ebenfalls als verantwortlicher Teil mit eingebunden. Also keine Frage der Zeit. Die Zeit ist doch dann nicht das Problem. Also entweder an der Vision stimmt was nicht oder es sind tatsächlich alle so zufrieden, als ob grenzenlos Zeit bleibt in aller Zufriedenheit. Eigentlich eine Gesellschaft, die eine Vision lebt ohne Zeitlimit, aber selbst dauernd ächzt unter hektischeren und immer mehr mit Zeitdruck arbeitenden, ungerechten und gefährlicher werdenden Verhältnissen. Dennoch hat man genügend Zeit damit, nichts zu ändern, denn alle sind ja verantwortlich dafür, dass die Verantwortlichen einschließlich man selbst, das so ändern, dass wir die Zeit haben, die angeblich an diesen Verhältnissen was ändert, weil die Verantwortlichen seither schuld waren. Man hofft dann auf bessere Verantwortliche, was man gerne mitverantwortet, die Zeit ist nebensächlich, denn man sagt sich gerne, dass es sowieso immer kurz vor Zwölf ist. Nur ändern wird es keiner. Denn man selbst für sich alleine hat nur Vorschläge zu machen, die aber im Gesamtplan und Gesamtkomplex kein zeitlicher Schnellschuss sind, denn sonst könnte man das ja für sich selbst ganz alleine entscheiden, und zwar dann, wenn ich es für mich entscheide, aber nicht für andere, die damit einverstanden sein müssen. Der Prozess zieht sich dann und man hat Geduld oder nicht. Der Prozess kann auch wieder einem Zerwürfnis oder einer Umplanung unterzogen werden, wer weiß das immer schon so genau. Und da spielt dann schon der Zeitdruck, die Geduld mit der Zeit eine große und immer größer werdende Rolle. Das zeigt sich daran, dass einem die Zeit davonläuft, die man schon längst hätte ändern müssen. Plötzlich ist es dann zu spät, weil man gehofft und auf fremde Personen vertraut mit Plänen oder eigene Pläne gemacht hat, mit der optimalen Zeitplanung immer im Blick. Fehlplanungen mit Zeit. Oft sind dann an den Fehlplänen andere schuld, weil sie in den Plan einbezogen wurden, aber sich nicht an den richtigen Plan gehalten haben. Ein Plan bezieht eigentlich immer andere Personen mit ein, die vom Plan wissen und ebenfalls Verantwortung tragen. Sonst ist es kein Plan, sondern eine Entscheidung, die andere Personen gar nicht berücksichtigt. Die Zeit hat man dann aber auch ganz für sich alleine, weil kein Zeitplan existiert für mehrere Personen, die einen offiziellen Gemeinschaftsplan haben, der Schritt für Schritt in einem zeitlichen Rahmen abgearbeitet wird. Mit einer einzelnen Person und deren persönlicher Zeit hat das nichts zu tun, denn die Person ist an keinen Zeitplan gebunden, außer ihre eigene Zeit, mit der andere Leute nicht verplant sind. Man braucht nicht einmal Gespräche zu führen, weil die Interessen ebenfalls nicht an einen gemeinschaftlichen Plan gebunden sind. Man hat mehr Flexibilität und Zeit für sich selbst, weil nichts mit anderen immer wieder und wieder abgestimmt und beschlossen werden muss, ohne sich ständig gegenseitig zu informieren, ohne gegenseitige Kontrolle. Man weiß aber dann, wenn der Plan scheitert, gar nicht mehr so genau oft, was und wer der Grund war, weil nicht immer der Fall eintritt, dass nur einer einen Fehler macht, sondern jeder auch mehrere kleine Fehler, die zu einem einzigen Fehler werden. Dann wird es kompliziert und der Alleingänger hat das nicht zu vertreten, weil er sich von vorn herein, nicht auf fremde Verantwortlichkeiten verlassen hat, die Pläne für ihn machen, geschweige denn an diesen selbst irgend einen Anteil hatte. Er braucht es nicht einmal zu wissen, weil zu verantworten hat er diesen gescheiterten Plan nicht. Es kann höchstens zum Problem werden, wenn er für gescheiterte Plane künstlich verantwortlich gemacht wird, obwohl er nicht wissen konnte, was da für fremde Erwartungen existierten, weil er ja nicht darüber informiert war, ob er an diesen Plänen überhaupt interessiert ist. Mit Plänen, die an Zeit gebunden sind, ist es immer so eine Sache mit der Information, dass sie bei den Verantwortlichen so ankommen. Ich meine, dass das das Problem mit der Zeit ist, man möchte auf Zeit mehrere Aufgaben übertragen, die aber den Mitgliedern auf Zeit auch unangenehm werden können. Man wird sich dann selbst fragen müssen, ob man aus dem ganzen Projekt aussteigt, wenn es nicht mehr passt, was aber nicht geht, weil an andere Mitglieder gebunden, bzw. Ersatz gefunden werden muss oder durch den Ausstieg der Plan ins Wackeln gerät, weil diese Person eine nicht ganz unwichtige Funktion hatte. Wäre sie eine Last gewesen, dann würde man den Plan durch den Ausstieg einer Person nicht als Scheitern des ganzen Plans auslegen müssen oder als nur noch sehr schwer durchführbar. Man ärgert sich über Personen, die unberechenbar sind. Warum sind sie unberechenbar? Weil alle Pläne enorm auf den Faktor Zeit setzen, die nicht die eigene Lebenszeit ist, sondern es wird fremde Lebenszeit mitverplant. Wer das übesieht, der übersieht auch die Verantwortung, die ebenfalls gesplittet ist. Man betreibt eigentlich ein Personensplitting. Das wird noch komplizierter, je größer und anonymer beispielsweise Organisationen miteinander agieren, also in vernetzten Gesellschaften, die es sich nicht leisten können, dass Personen sich ändern oder ausscheiden, weil sonst der ganze Plan in Verzug gerät oder gar nicht mehr fortgesetzt werden kann, weil durch den Ausfall oder gänzlichen Verlust von Personen, wichtige Informationen fehlen können oder auch der ganze Plan nicht mehr in die Zeit passt, weil Personen Bedürfnisse haben, die nicht nach Plan funktionieren, weil es immer auch Ideen gibt, die bei Planen einen bewertenden Einfluss haben, weil mehrere Personen involviert sind, was Pläne auch wieder, genauso wie Gruppen, zerplatzen lassen kann. Die meiste Enttäuschung entsteht durch gefühlte Zeit, die man verloren hat, denn der Mensch definiert sich auch über die zeitlichen Anforderungen, die schon zu Beginn der Kindheit beginnen, was das Kind wann erreicht haben sollte. Es wird ja ebenfalls am Anfang von den Eltern, Familie, Schule, Freunde verplant. Weil man Erwartungen hat in welcher Zeit man welche Dinge tut. Sogar völlig unabhängig von Schulabschlüssen oder die Zeit danach für die berufliche Karriere. Es können einfach unzeitgemäße Verhaltensweisen sein, die nicht in die Zeit zu passen scheinen. Das wird zum Problem, weil die Menschen ein Zeitgefühl haben, was in und was out ist. Man braucht sich zum Beispiel nur einen ungewöhnlichen Jungen vorstellen, der vielleicht im Alter von 17 Jahren noch mit Spielzeugautos spielt oder ein 17-Jähriges Mädchen, das noch mit Puppen spielt. Man würde doch gleich drauf schließen, dass es eine Verzögerung (Zeit) in der gesunden Entwicklung ist. Vielleicht sogar ein Außenseiter, nur weil im Alter von 16 oder 17 Jahren dieses Verhalten mal aufgetreten ist. Vielleicht hätte es sich schon in einem halben Jahr von selbst verändert, aber man denkt so, das das nicht normal sein kann. Nur bei Menschen, die diese Personen mögen und wissen, dass da noch andere Eigenschaften sind, können diese Außenseiter einen weiteren Blickwinkel erhalten, wenn der Blickwinkel nicht nur auf eine zeitliche Lebenslinie und wie diese Lebenslinie üblich ist, festgelegt ist. Eine Lebenslinie ist immer eine Zeitlinie. Die Uhr scheint keine Kurven oder Zickzacklinien zu kennen. Da ist die Zeit schwer einzuschätzen. Also ohne Zeit können Urteile über Menschen viel milder sein. Man fängt an, darüber nachzudenken, was ein Mensch in seiner Zeit erlebt hat. Man wird sich bewusst, dass kein Mensch dieselben Zeiten erlebt, weil immer für jeden einzelnen Menschen gerade immer irgend etwas anderes stattfindet in dieser ganz eigens gelebten und gefühlten persönlichen Zeit. Oder weiß gerade jemand, warum ich jetzt gerade in dieser Zeit in diesem Zimmer diesen Text hier schreibe. Wie kommt es dazu, dass diese Person in diesen Zeiten in diesem Zimmer gerade diesen Text schreibt. Selbst ich  weiß noch nicht genau einmal selbst, was ich danach tun werde. Ob ich noch eine Weile am Computer bleibe oder lieber ein Buch lese oder noch einen Apfel esse oder einen Kaffee oder Tee trinke. Es scheint auch belanglos. Aber schon aus diesen einfachen Handlungen setzt sich eine kleine Geschichte zusammen. Ablauf von ein paar Stunden, aber es ist bereits ein Zeitablauf. Man fühlt das als Zeitablauf von ein paar Stunden, was man halt am Abend so macht oder am Tag. Was man sonst noch so denkt während einer Tätigkeit oder auch, dass sich manchmal über einen Zeitraum hinweg ganz andere Vorstellungen vom Leben ergeben, wenn ich mal erst eine gewisse Zeit mit gewissen Personen gelebt habe oder auch mit gewissen Arbeiten verbunden war, die in dieser Zeit von Personen wie mir erledigt werden konnten und wurden. Oder ich könnte über Personen nachdenken, wie diese Personen damals ähnliche Tätigkeiten wie ich heute erledigt haben, ob diese Tätigkeiten überhaupt noch in irgend einer Art und Weise oder Form vergleichbar sind. Ich habe oft schon gedacht, dass ich in gewissen Zeiten hätte gar nicht leben wollen. Die Leute hatten damals Zwänge, die heute alle überwunden sind. Aber was war an diesen Menschen denn so anders. Warum war der Charakter anders. War der Charakter gar nicht so anders?  War nur die damalige zeitgemäße Erziehung anders. Und warum denke ich heutzutage so oft, dass sich der Fortschritt eines freien Denkens in einen Rückschritt und ein engmaschiges Denken verwandelt. Obwohl der Fortschritt an Architektur und Großarchitektur für mich beispielsweise als immer größer und höher so zu sehen ist. Technisch war der Fortschritt eigentlich in den letzten Jahren immer da. Das Material, das man verwendet, immer hochwertiger und komfortabler in der Anwendung und kreativer und schneller und solider, ich kann die Kette endlos fortsetzen. Aber was ist mit dem Menschen passiert? Das kann ich gar nicht bewerten richtig? Ich weiß nur für mich selbst, wie ich mich bewerten kann und möchte. Da habe ich ja auch meine eigene Lebenszeit mit dem eigenen Denken im eigenen Gehirnskasten. Ich weiß nur so viel, dass ich mich in die Zeiten anderer Menschen leichter hineindenken kann, wenn sie ähnliche Zeiten und Wünsche gehabt hatten, wie ich. Einfach, wenn sie in der Lage sind, mir ihre Geschichte auch in Details oder ganz eigenen Erlebnissen oder Zeitabläufen zu erzählen und diese Zeitabläufe für diese Personen von Nutzen waren, so dass auch dieser Nutzen der Vergangenheit heute noch nützlich sein kann, aber nicht mehr zwingend muss, weil sich Zeiten und Lebensgewohnheiten ändern. Manchmal kann man junge Leute besser verstehen, weil man daran erinnert wird, dass es einem ähnlich ging. Dass man daran erinnert wird, wie man das selbst früher gar nicht anders gemacht hätte, aber nur vergessen hat, weil man es heute wieder anders macht. Oder auch ältere Leute, die mir von ihren Perspektiven auf das Leben erzählen können, dass ich manchmal oft auch schon zu spät gedacht hatte, dass ich es hätte früher wissen müssen, dann hätte ich das sogar noch in dieser meiner jetzigen Lebensezeit als Vervollständigung empfunden, weil diese Personen ja zur selben Zeit mir über den Weg gelaufen sind, nur eben in Jahrzehnten auch vor mir, die aber Jahrzehnte waren, die sich heute noch auf mein Leben auswirken und wie sie die Geschichte geprägt haben. Aber durch diese Gedanken kann ein langes Gespräch entstehen, und das könnte manchen Menschen in der heutigen Zeit zu lang werden, weil das Timing es nicht zulässt. Ältere Menschen haben manchmal auch schon zu viel erlebt, dass sie sich mit ganz einfachen, einfach nur ein paar fröhlichen und unproblematischen Gedanken befassen wollen, keine Visionen spinnen oder Geschichten analysieren wollen. Auch gleichaltrige Personen, die jetzt vielleicht lieber ein Computerspiel machen oder am Telefon gerade über ein gutes neues Rezept sprechen mögen oder über die letzten paar Urlaubserinnerungen, bevor sich diese Spuren der Urlaubszeit wieder etwas verlieren oder ganz vergessen werden, weil man schon wieder einen neuen Sommerurlaub bald plant. Wenn Menschen genügend Zeit haben, dann ist auch genügend Zeit für gute Pläne, man muss nicht an Pläne gefesselt sein, es bleibt genügend Zeit, auch einen Plan einfach zu verwerfen, wenn keine Verluste dran gekoppelt sind. Dann braucht es Zeit, diese Verluste wieder einzuholen, wenn nicht die Zeit ein solcher Faktor gar ist, dass das ja oftmals ein Verlust für immer ist erst einmal. Manche Zeiten, wenn sie besonders schön waren, können so nicht ganz genau wiederkehren, man hofft aber dann, dass ähnliche Erfahrungen, die man in dieser Zeit hatte, wieder irgendwie machbar und lebbar sein werden. Alles ist eigentlich immer ein Werken und Wirken mit Zeit und Mitteln, die man einbringen kann, wenn sie zur Zeit gut passen. Und ich für mich persönlich finde, dass sich die Zeiten krass geändert haben. Ich habe aber paradoxerweise dann auch nicht sehr viel verloren, weil ich ja voll erlebt habe, was sich wie alles verändert hat. Für mich sehr schnell, weil ich lange genug in ganz anderen Zeiten gelebt habe. Weil ich aber durch diese krassen Änderungen nicht mit Gewissheit beurteilen kann, wie das alles mit einander zusammenhing, weil die unterschiedlichsten Dinge sich vielleicht erst einmal kaum spürbar für mich geändert haben, aber in der Masse gesehen, viele kleine Veränderungen waren, die ich aber immer noch nicht bemerkt hatte, habe ich mich an eine Zeit geklammert, die doch zusammengefallen ist. Die realistischen Fakten aber, das waren ganz andere, neu hinzugekommene, auch alte womöglich, die mal hätten überprüft werden müssen, aber auch Faktoren, die ich nicht wissen konnte, weil man nicht alles und jeden im Blick hat, wie Leute denken und was sie machen, ob jetzt, ob später, wie sich Bedürfnisse und Meinungen wandeln. Wie auch ich mich verändere oder in den Augen von anderen mal so oder mal so gesehen werden kann.

Man sieht dann ja an den anderen, wie sie sich heute im Gegensatz zu früher verhalten, dass man das ja auch nun mit früher gar nicht mehr vergleichen kann. Ich verliere dann ein Stück weit aber auch das Interesse daran, mich mit früheren Zeiten zu befassen. Manches läuft auseinander, man darf es auseinander laufen lassen, aber man macht sich keinen Vorwurf oder anderen einen Vorwurf, wenn sich Menschen und Lebensgewohnheiten ändern, wenn man sowieso gar keine Erwartungen an die Lebensgewohnheiten von anderen Leuten hat, sondern nur noch an die eigenen Lebensgwohnheiten und die damit verbundenen Risiken und Sicherheiten, die aber nicht von den Lebensweisen anderer Leute abhängen. Es ist keine Frage der Bewertung von Lebensgewohnheiten, wenn einem die Menschen dann fremd geworden sind, sondern, dass die Menschen in Zeiten leben, in denen ich nicht lebe.

Wenn mir der Zeitgeist nicht passt, dann passe ich nicht in diesen Zeitgeist. Woher dann die Motivation haben für Mittel, die ich hätte, aber der Zeitgeist wäre ja doch langweilig mit allen Mitteln, die ich hätte. Dann passen diese meinen Mittel auch nicht mehr in die Vorstellung von Zeiten, in denen Menschen leben, die meine Mittel gar nicht wollen, ich ihre aber auch nicht. Und die Angst ist keine mehr, weil man ja mit fremden Personen zu tun hat, sich aber nur noch Dinge mitteilt, wo es noch ein paar wenige Überschneidungen in diesem Zeitgeist gibt. Weil die Zeiten nicht mehr den Geschmack von Leben haben, sondern von verplanten Leuten, die sich Pläne machen von anderen Leuten. Von Gaben und von Gegengaben innerhalb des Rahmens in dem Gegeben und Gegengegeben wird, möglichst nach dem Zeitplan, der für mich immer schwer durchschaubar ist. Für andere vielleicht nicht, weil sie geübt darin sind, mit Zeitplänen zu leben, aber auch wieder schnell ändern können und beides normal finden. Trotzdem machen sie sofort wieder neue Zeitpläne. Und sie leben gerne in Gruppen mit mehr Verantwortlichen und weniger Verantwortlichen, aber man muss es wissen, wie das auf welche Personen verteilt ist, weil es nur funktioniert und immer schon funktioniert hat. Ich habe gar kein Interesse, daran mitzuwirken, wer verantwortlich ist oder auch zu erraten, wer am besten verantwortlich wäre und damit zu rangeln oder sonst was, ein faules Leben in der Warteschlaufe, das ist schon in Ordnung denken diese Superplaner und verlassen sich dann doch am liebsten auf andere, aber ändern können sie es mal und dann auch wieder nicht, weil man mit den Verantwortlichen womöglich gerne pokert. Mich dieses Verhalten aber langweilt, weil ich das nicht mitmache. Mache ich es mit, dann ärgert es mich. Gut vielleicht für mich, um ab und zu mal zu reagieren mit etwas pfefferigen Aussagen, aber dann wieder auch Abstand nehmen und mal warten in einer Warteschleife, ob die Leute merken, was sie eigentlich machen. Denn sobald ich denke, das wollen die ja selbst nicht, kann es sich lohnen, mal ganz aus Gruppen raus zu gehen, damit das Gruppenproblem auch sichtbar wird. Zumindest ich muss es nicht mehr von innen erleben. Es gibt sowieso unzählige solche Zusammenhänge, einen weniger kann nicht schaden. Andererseits hilft auch Abstand, um sich ein besseres Urteil mit dem nötigen Abstand zu bilden.

Die beste Vision ist da schon diese, dass ich an keine Zeit, keine Mittel und keine Angst gebunden bin, außer meiner eigenen, und mit meiner Unabhängigkeit als Egoist, fernab jeglicher Gruppe, bezeichnet zu werden kann, weil ich keinem Gruppenzwang, außer dem üblichen Gruppenzwang, mehr ausgesetzt bin. Einen Gruppenzwang gibt es schon, aber er kann mit den richtigen Bedingungen so sehr nachlassen, dass man nicht das Gefühl hat, dass man in Gruppen leben muss. Denn immer mehr machen sich Gruppen breit, die zu sehr auf die Gruppe setzen, um durch Gruppenabsprachen andere zu gängeln. Das wird in Gruppen immer versucht. Sie wissen nur nicht, dass das mir die Zeit und Mittel klaut oder raubt, sondern dass es auch ihnen die Zeit und die Mittel raubt, sobald zu viele dieses Druckmittel der Gängelei bemerken, weil sie in die Zeitpläne gar nicht einbezogen waren. Weil die Planer falsch denken, wenn sie meinen, das wäre schon der Plan, wenn man ihn zuerst macht, indem man einen Teilplan in Teilgruppen macht und dann meint, das würde man dann einfach durch Gängelei mittels Halbinformation durch Zeitmanipulation, auf ein fremdes oder mehrere fremde Neumitglieder übertragen können, weil der Plan schon lange steht,  aber nur die ersten, die dabei waren, in diesen Plan auch richtig eingeweiht sind. Sie sagen sich mit Absicht, dass der Dumme derjenige ist, der die Zeiten, als wir den Plan beschlossen haben, gar nicht erlebt hat, aber dann ja doch in diese Gruppe eingetreten ist. Ein Fehler dann, wenn man gar nicht wissen konnte, was eigentlich vorher war. Deswegen werden sich Menschen immer ein Stück weit immer fremd bleiben, denn – wie gesagt – woher will ich die Umstände kennen, unter welchen die Menschen leben, die ich gar nicht kenne, die ich aber am besten kennen sollte, nicht als einzelne Personen, sondern immer in den Gruppen, in denen sie leben. Weil nach diesen Regeln leben sie, nicht nach dem Interesse an mir, wenn ich ja doch nicht auf Dauer diese Gruppenregeln verstehen kann. Ich mache das als Mensch ja umgekehrt nicht anders, denn ich kenne auch nur die Gruppen und die Erfahrungen, die ich in Gruppen gemacht habe. Das übertrage ich auch auf neue Personen, die ich mag, aber die meine Gruppen nicht kennen, nach deren Regeln ich lebte.

Also müsste man diese alten Lebenszeiten über Bord werfen, geht aber nur wenn man sich aus dem Gefüge auch richtig lossagt, denn Zeit ist wie ausgewischt. Das geht aber nur, wenn der Mensch keine Geschichte hat. Also muss man eine so veränderte Geschichte entwerfen, die mit der alten gar nichts mehr zu tun haben kann. Aber menschliches Verhalten in komplexen Gesellschaften ist manchmal bizarr. Um mit alten Zeiten und Regeln zu brechen, muss man ein Chaos erzeugen. Kein Mensch geht da freiwillig hinein (ins Chaos).

Erst einmal muss dann ein ganz neues Vertrauen aufgebaut werden oder von selbst erwachsen. Denn vor einem Chaos hat der Mensch ja Angst, wo dann das Vertrauen in ein Chaos fehlt. Da überwiegt ja doch die Angst vor dem Chaos, weil im Wort Chaos auch die Zerstörung der dir bekannten Lebensform inbegriffen ist.

Und man muss auch die Frage der Verhältnismäßigkeit berücksichtigen. Es schadet den einen, die sagen, wir brauchen diese Lebensgrundlagen, denn sie funktionieren für uns gut. Die anderen, die sagen, es ist unmenschlich geworden, eine unmenschliche Politik, die zu Unfrieden und immer mehr und mehr Ängsten führt, weil das Vertrauen in die Funktionalität dieser Strukturen und Lebensbedingungen völlig verloren gegangen ist. Sozusagen ein großer Teil der Menschheit die Furcht hat, dass Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Die Kriege an der Zahl und an Auswirkungen und an Leid immer mehr zunehmen.

Wie groß ist der Anteil an Menschen, die damit einverstanden sind? Wie groß ist der Anteil an Menschen, die sagen, das kann so nicht weitergehen wie bisher, weil immer mehr Menschen ihres Lebens und ihrer Ressourcen und ihrer Ordnung, auf die das gesunde und glückliche und gerechte Leben aufgebaut war, beschnitten und betrogen werden. Es müsste schon eine ganz überwiegende Mehrheit entstanden sein, die sagt, dass uns die Zeit zum echten Leben fehlt, die Zeit, was wir darunter verstehen wollen, die Mittel, die wir brauchen hierfür, sind keine Mittel mehr, die wir gebrauchen und anwenden können. Die Angst spielt keine Rolle mehr, weil wir in der Gemeinschaft sagen, lieber einen Schrecken mit Ende als ein Schrecken ohne Ende. Der Schrecken hat an Kraft verloren, die Angst hat an Kraft verloren, weil etwas NEUES entstehen muss. Das Neue soll so aussehen, dass wir die Lebenszeit haben, um die Mittel wieder zu finden, dass das Gleichgewicht wieder hergestellt werden kann. Aber das geht nur mit einer gemeinschaftlichen Übereinkunft der überwiegenden Zahl an Menschen. Es ist immer an dieses Verhältnis gebunden. Da gibt es auch keinen Diktator, der den Menschen dann sagen würde, wo es lang geht. Da ist keiner mehr, der sagt, macht das so oder so. Da heißt es dann nur noch im Chaos was Neues erfinden im Vertrauen auf den Gemeinschaftssinn. Irgendeine Regierungsform wäre dann erst einmal völlig obsolet geworden.

Aber der Gedanke – völlig unabhängig davon wie Menschen in Massen sich verhalten – lässt auch andere Fantasien (zumindest bei mir) entstehen.

Wenn ich mir sage: Was geht mich die Angst und die Mittel und die Zeit anderer Menschen an. Es geht primär erst einmal mich selbst etwas an. Keiner schreibt mir vor, wie ich meine Mittel entwerfe, wie ich sie einsetze, wie ich die Zeit verwende, wie ich lebe. Ist das gut oder schlecht? Es ist gut, wenn ich den Überblick habe, wie ich selbst für mich sorgen kann, aber auch, wie ich für mich selbst sorge, in den Zusammenhang bringe, wie es sich für die Umgebung der Bevölkerung auswirkt.

Es wäre wie in der Natur. Wenn ich mir das Bein breche, dann habe ich Glück, wenn ich Hilfe bekomme, die ich in der Natur eigentlich gar nicht erwarten darf. Dort gibt es keine Krankenhäuser und Ärzte – kann man auch nicht erwarten. Aber es erwartet von mir dann auch niemand, dass ich den Beruf des Arztes ergreife oder im Krankenhaus arbeite. Aber das ist ja auch nur im ganz extremen Fall der Fall. Es würde ein Grundversorgungssystem genügen. Alle Sonderformen von Krankheiten? So war der Beginn, dass es immer weiter gewachsen ist. Wer kennt heutzutage alle Sonderformen von Krankheiten. Die wenigsten Leute brauchen sich dafür zu interessieren, weil es Sonderformen sind, für die die Spezialisten im Krankenhaus, wie gut oder schlecht auch immer, verantwortlich sind. Das ganze Kostenwesen der Gesundheitsversorgung, die vielen Diagnosen, die vielen Mittel und Behandlungsformen oder Therapien. Doch völlig intransparent für mich, weil ich nicht in der Lage bin, in jedes Wohnzimmer oder Krankenzimmer zu schauen, weil ich gar nicht in der Lage sein kann, wie und wo welche Person mit was eventuell darniederliegt. Diese Komplexität ist doch unüberschaubar und man entfremdet sich eher vom Gemeinwesen, weil ich mir sage, sagen muss, dafür sind andere zuständig. Dieses Massendenken ist eigentlich unmenschlich und doch ist mir die Masse wichtig, weil die Masse davon abhängt, was wie gut oder wie schlecht für die Masse gesteuert wird. Es muss massengerecht verträglich für alle sein. Aber es sollte auch für mich verständlich sein, weil man die Betroffenen dann selbst, auch sich selbst, besser versteht und nicht untergeht bei zu vielen Unklarheiten und Formen von Verläufen.

Das Problem ist, dass ich doch die Zeit, die Mittel und die Angst an Fremde abgebe, die ja dann die Verantwortung übernommen haben. Also Fremde sind verantwortlich so lange, bis man selbst betroffen ist und die Hilfe in Anspruch nimmt oder in Anspruch nehmen kann.

Die positive Vision wäre diese: Es ist meine Zeit, meine eigenen Mittel und meine eigene Angst. Ich habe das nur für mich selbst in Einklang zu bringen. Aber ich bin dann auch raus aus dem Spiel mit dieser ganzen Komplexität. Das braucht dann aber auch kein Mensch mehr für mich zu kontrollieren. Ich kontrolliere nur noch mich selbst. Diese Zeit und die Mittel hat dann aber auch jeder, ohne auf komplexe Systeme Rücksicht nehmen zu müssen. Das Vertrauen, dass es mit ganz einfachen Mitteln funktionieren kann, ohne dass reguliert werden muss, weil das jeder Einzelne selbst reguliert. Man sieht dann wieder besser und klarer. Der Mensch lernt sich von einer neuen und menschlichen Seite kennen, basierend auf dem Wissen, das sich aufgebaut hat, aber nicht durch Regularien, die die Masse gar nicht mehr versteht und durchschaut. Man hat sich weit entfremdet dadurch und rückt dann automatisch wieder näher zusammen, weil man den Sinn wieder für sich selbst erkennt und regelt. Auch nur ein Mensch, der sich das selbst wirklich zutraut, kann ein Vertrauen auch leben, dass er es so einfach macht. Weil es klappt, kann er es auch anderen Menschen zutrauen, die ja eh schon sehen,  dass es tatsächlich auch so funktioniert. Nur weil einer wieder Dinge selbst macht und die Konsequenzen und das Risiko nur für sich selbst übernimmt, aber gar nicht für andere Personen, dies aber auch von anderen Personen für sich selbst nicht erwartet – die Konsequenzen sich voll und ganz auch dann so tragend, nämlich für sich selbst ganz alleine, wirklich bis zum eigenen Todesfall. Das ist natürlich sehr krass. Aber es erweckt in mir ein Vertrauen, das echter wäre, wie die Menschen, denen ich mein Vertrauen gar nicht mehr anbieten möchte, im Gegenzug auch nicht annehmen will, weil ich weiß, dass Menschen sich sowieso nicht mehr trauen.

Die Menschen würden wieder am eigenen Leib und Geist erfahren, was es heißt, ein Mensch zu sein, ohne sich mit abstrakten Zusammenhängen zu befassen, die die Menschen nur als anonyme Masse darstellen, als Staaten mit ständig wachsenden angeblich weiter helfenden Einrichtungen, wo keiner mehr weiß, wer, wie, wo ein- und ausgeht und die Zeit gar nicht ausreicht, sich das alles mal anschauen zu können, weil man die Zeit braucht für das eigene komplexe Wesen bzw. Staatswesen, das die anderen wiederum nicht verstehen können, weil ihnen ebenfalls die Zeit dafür fehlt.

Die Vision ist also diese, dass jeder Mensch eigene Zeit und Mittel hat, aber das kann er nur wieder zurückgewinnen, wenn er auf komplexe Systeme verzichtet. Die kleine Zelle Mensch, die sich nicht fürchtet, dass große fremde Zellen am wirken sind, deren Auswirkungen er nur immer weiter sich zu erklären versucht, weil er die Angst vor den schrecklichen Geschehnissen in der Welt deutlicher und stärker zu spüren bekommt.

Das kann ja nur noch in einen unergründlichen Kontext der Komplexität gestellt werden. Das ist die Entschuldigung dann dafür, dass man zwar ständig sich Einbinden möchte in Systeme,  die jederzeit immer komplexer und unergründlicher werden können und auch werden, aber man gar nicht mehr sich selbst dafür verantwortlich machen kann. Dauernd muss man mit der immanenten Entschuldigung leben, wenn man selbst wie ein Ochse vor dem Berg lebt und das Vertrauen schwindet, weil die Zeiten ungewiss und komplex geworden sind. Man selbst das immer weniger und weniger von sich selbst ja auch weggerückt hat, weil man sich um den eigenen Aktionsradius gekümmert hat, weil man die Verantwortung an die dafür Verantwortlichen abgegeben hat.

Man hat ja dann immer fremde Antworten auf Fragen, die man selbst nicht lösen konnte und kann, weil alles zu komplex für einen selbst geworden ist. Man hat auch eigene Nöte, die von fremden Nöten überschattet sind, weil man die eigenen Nöte aus der Hand gegeben hat. Weil immer das Fremdwesen die Oberhand hat, wie ich was verstehen kann. Wenn ich es nicht verstehe, dann bin ich schuld, weil ich mir dann ja eingestehen muss, dass ich aus dieser Komplexitätskette herausgefallen bin, sonst würde ich sie verstehen. Verstehen heißt nichts anderes, als mich mit Erklärungen, die für mich auch schlüssig und nachvollziehbar sind, zurechtzufinden. Wer selbst versteht, der wird auch von anderen wieder besser verstanden. Verstehe ich selbst, verstehe ich andere, weil andere mich verstehen. Das Loch in der Kette wäre wieder eine Kette mit Halt.

Was soll man da selbst noch machen, wenn Menschen in Gebäuden leben und man die Funktionalität und den Zusammenhalt mit allen Strukturen darin gar nicht mehr versteht. Ich bin vom Mars und verstehe die einfachsten Dinge nicht mehr. Das wäre das, wenn ich die Zeit dazu und die Mittel ja dazu noch hätte. Bin ich vom Mars und verstehe die komplexen Dinge nicht mehr, dann habe ich eigentlich die Zeit verschwendet, um zusammen mit dieser Komplexität zu wachsen, mit der fremden Komplexität zusammenzuwachsen, aber ich bin ja heraus aus ihr gefallen. Wenn ich das nicht mehr verstehe, dann darf ich auch kein Verständnis von anderen für mich erwarten, aber ich verstehe die anderen deswegen nicht besser, sondern gleich schlecht.

Habe ich die Zeit und die Mittel ohne wissen und verstehen zu müssen, wie ich sie einsetzen soll? Hätte ich das, dann könnte mir die Komplexität egal sein (man sagt auch, sie könnte mir gestohlen bleiben), weil ich nur von den einfachsten Dingen abhänge und diese Einfachheiten als Einheiten oder einfach nur Dinge wieder besser verstehen kann. Angst wird reduziert auf  Überschaubarkeit, und zwar das, was ich bereit bin, und mir zutrauen kann, auch mit dem Gefühl, dass ich es durchschauen mag und wissen will. Dass ich aber auch sagen kann, wenn es mir zu viel wird, wenn ich nach einfacheren Dingen jetzt erst einmal weiter schauen und machen will. Denn die Sicherheit überwiegt ja dann auch in meinen Handlungen, weil ich wieder leichter und besser agieren kann (ohne einen komplizierten Fachplan, der sich ständig ändert und ständig umfangreicher wird, der von immer mehr mir Fremden aus mir fremden Gebieten zusammengestellt wird, ausgetüftelt und entworfen schon vor mir und mit Zeit. Ich aber habe gerade mal die Zeit, diesen Plan nun in der Hälfte oder weniger als der Hälfte der Zeit zu begreifen und zu verstehen – von Leuten die ihre Gedanken nicht auf fremde Gedanken auch noch einstellen mussten, so wie derjenige, der den fremden Plan verstehen soll. Und mir dann noch anhören soll, dass, wenn ich den Plan nicht als genial und gelungen begreife, dann verzichte doch auf den Plan. Es ist deine Entscheidung, wir brauchen halt jemanden, der diesen Plan versteht und Du bist ja offensichtlich nun die falsche Person dafür, die auch noch Zeit und Überlegung braucht. Entscheidung Ja oder Nein. Und wer dann noch Ja sagt, das ist mir gleich noch einmal nicht verständlich. Also sage ich Nein. Denn mit dem Ja-Sager hätte ich ein Problem und er mit mir. So geht das Karussell immer weiter: Entweder fremde Zeitpläne annehmen und verstehen oder nicht. Ich bin dann da mal raus, mit allen negativen Folgen und Konsequenzen, die nicht eintreten, weil ich an die Zeit nicht gebunden bin und mich an keinen Takt halten muss. Die Angst ist weg, der Zwang ist weg, der Druck ist weg. Der Zeitdruck, eine unsichtbare Trennungslinie verstehen zu müssen, die ich nicht verstehen kann, weil unsichtbar geworden. Ich kann nur innerhalb eines Rahmens handeln und verstehen, wenn ich den Rahmen habe. Es ist aber kein Rahmen mehr da. Es ist ein unsichtbares Konstrukt, der mir den einfachen Rahmen nicht mehr hergibt. Ich habe ja nicht einmal mehr den einfachsten Rahmen verstanden, weil auch dieser unsichtbar war. Unsichtbar heißt auch beim einfachsten Rahmen, dass er insgeheim sehr komplex ist. Vielleicht komplexer als Rahmen, die viel komplexer sein mögen, aber ihre Sichtbarkeit aufzeigen.

Man meint für alles mögliche verantwortlich zu sein, aber für mich ist niemand verantwortlich eigentlich, wenn ich auf Zeit und Mittel nicht angewiesen bin. Eine schöne Vision ist das schon. Denn sie befreit mich auch von fremden Verantwortlichkeiten, weil ich auf Mittel und Zeit freiwillig verzichte. Ich nehme ja dann auch keine Fremdzeit mehr in Anspruch für mich. Gebe meine Zeit und meine Mittel aber auch nicht an fremde Personen ab. Jeder hat seine eigenen Mittel, seine eigene Zeit. Gemeinschaftspläne gibt es nicht.

Da wäre doch ein ganz neues Potenzial vorhanden. Ein Weltparadies würde entstehen. Alle Menschen würden sich verändern. Sie würden fühlen und wieder wissen, was es heißt, ein Mensch zu sein. Sich sagen können: Wie lange hatten wir das vergessen, weil wir Verantwortlichkeiten hinterher gegangen sind, die wir selbst gar nicht mehr verstehen konnten, mit ständigen Folgen, die wir gar nicht mehr selbst im Griff hatten. Aber das Opfer, das Chaos, das Risiko, der Zusammenbruch, der Kontrollverlust, der Verfall. DER FEHLENDE MUT, DAS FEHLENDE VERTRAUEN, DER FEHLENDE PLAN. Einmal Chaos, das gibt es nicht.

Wenn alle aber damit glücklich sind, so wie es jetzt ist, mit wenig Zeit, mit wenig Mitteln, dennoch die Welt, in der sie leben, so in Ordnung finden und glücklich damit sind. Dann gibt es diese glücklichen Menschen im gesunden Maß ja. Dann brauche ich mir über diese Vision keine Gedanken zu machen. Diesen Eindruck habe ich aber nicht, weswegen ich für mich diese vierte Vision (Stadt) der überschaubaren Eigenverantwortlichkeit entworfen habe, wozu es nur eigene Zeit und die Kenntnis über die Mittel und die eigene Energie eines einzelnen und damit auch der Gemeinschaft braucht. Denn jeder hat sie ja dann, die Zeit, die Mittel und die Energie für sich ganz alleine wieder zurück. Sage ich wieder Ja zu mir selbst, dann sage ich automatisch auch wieder JA zur Gesellschaft. Dann ist jeder wieder sein eigener Herr/Frau.

Ich wünsche mir mit dieser Vision, dass dieses Maß auch für den Großteil der Menschen zur Selbstfindung als Mensch führt. Momentan fühlen sich viele Menschen aber bedroht von den Entwicklungen und Auswirkungen und unsicheren Prognosen für den weiteren Verlauf in der Zukunft. Es wird viel versprochen, aber wenig gehalten, vor allem ständig was geändert, man könnte ja was verpassen, wenn man nicht ständig auf dem Laufenden ist. Und prompt verpasst man dann auch noch das Falsche und nicht das Richtige. Wenn man auch selbst wieder was versprechen kann an andere, dann hat man auch nichts zu befürchten. Ich bin mein eigenes Versprechen und ich bin mir sicher, dass das sogar aushält, um verlässlich zu sein für andere. Aber ich sage nicht, dass es verlässlich sein muss für andere, es muss für mich selbst verlässlich sein. Ich muss selbst für mich sorgen und gar nicht für andere. Wenn andere ebenfalls so denken, dann sind sie eine große Last an Verantwortung los. Man hilft sich wieder endlich gerne freiwillig auf die Beine ohne dass man verdonnert dazu ist.

Wenn das eine verlässliche Ansicht und Aussicht ist, dann bin ich wieder Mensch unter Menschen, die sich mit Freundlichkeit und Vertrauen gegenseitig begegnen können. Man kennt sich gut und ist sich nicht fremd und hat irgendwelche Auswirkungen für die Zukunft nicht ständig im Blick zu haben. Eine Planung, die sogar kurzsichtig /kurzfristig sein darf. Keine Großprojekte. Sondern sich mal erlauben, zu sagen, dass ich nur immer von heute auf morgen verfügbar sein kann. Das reicht aus, dafür braucht es keine langfristigen Einplanungen meiner Person, also auch keine Zeitplanung, (sondern diese Vision ohne Zeitlimits). Nicht auf lange Sicht erst Früchte versprochen zu bekommen oder selbst versprechen zu müssen, denn die Früchte können sich ja von heute auf morgen schon wieder ändern, weil immer mehr geplant wird und verplant wird oder Pläne sich als ein Fiasko herausstellen, das später nicht mehr (oder mit aufwändigen  Nachbesserungen und Verzögerungen und Mitteln) behoben werden kann, wo aber eine ganze Kette von Leuten mit dran hängt und mit verplant wurde mit Plänen, die in ihrer ganzen Komplexität gar nicht erfasst wurden. Dann hat man es wieder selbst mal falsch gemacht, mit der ganzen Planung. Das ist ja das dann, wenn man die Zeit ständig berücksichtigen muss, wie die Zeit sich entwickeln wird.

Das ist ja die Vision, denn gäbe es Zeit, die unbegrenzt ist, wozu dann einen Zeitplan. Das wäre das Ende der Geschichte mit allen Plänen, es reicht das Denken auf nahe Sicht und darauf kann man sich dann auch verlassen und vertrauen, weil man sich gegenseitig nicht mehr täuscht oder enttäuscht, indem man von fremden Personen und fremden Plänen zu viel erwartet und auch nicht mehr zuviel verlangt. Man darf wieder von sich selbst erwarten und verlangen, das aber dann nicht mehr DAS und VIELES ist, was fremde Personen meinen, von einem verlangen zu müssen, nach Kriterien, die fremde Personen festlegen. Fremde Personen, die meinen, mich und andere Personen richtig einzuschätzen und richtig zu verstehen.

Die Vision heißt also: Unbegrenzte Zeit, unbegrenzte Mittel (oder auch genügend Mittel), damit Menschen keine Angst voreinander haben, sondern die Lust und die Verantwortung für sich selbst verwenden, was sie dann aber auch könnten. Und nicht, wenn was passiert, auf einen Verantwortlichen zurückgreifen, was Zeit und Mittel braucht, denn das wären dann halt auch Fremdmittel, über die man dann auch nicht mehr einfach verfügen kann. Man müsste sich selbst wieder helfen lernen, weil keine fremde Person mehr da ist, auf die man es abwälzt.

Ich komme nun wieder auf die Version Wildnis und Stadt – ein Vergleich

Sicherlich ist das Interessante für mich dabei, diesen Vergleich anzustellen. Ob das eher in der Wildnis noch vorstellbar sein kann. Weil da greift man mit diesen Vorstellungen nicht in ein existierendes System ein. Man lebt ja nur in der Natur, die Gesetze, sind gar nicht für den Menschen dort geschaffen. Trotzdem kann der Mensch dort überleben. Er muss sich nur in der wilden Natur zurechtfinden. Er muss aber auch nur das eigene wieder in Ordnung bringen, das er selbst kaputt gemacht hat.

Fremde Leute und Materialien schädigt er nicht, aber er wird auch nicht geschädigt. Weil es außer ein paar Menschen keine Unklarheiten mehr gibt, weil man, bevor man loslegt, jemanden schädigen zu wollen, keinen Grund dazu hat. Weil man nicht abhängig ist von anderen Menschen, die einen selbst aber gar nicht brauchen. Andere sind wertvoll und können von mir einfordern, was ich aber immer zu wenig bringe oder gar nicht bringen kann. Und wenn ich es bringen kann, muss ich fürchten, dass es mir nicht sehr lange sicher ist, weil zu viele Konkurrenten da sind. In der Wildnis? Wo sind da Konkurrenten? Denn man kann sich in der Wildnis nicht benachteiligt oder überfordert von fremden Ansprüchen fühlen, weil keiner einen benachteiligen kann, außer ich mich selbst, weil ich mich vor der gefährlichen Wildnis nicht genug geschützt habe. Mehr kann ich in der Wildnis nicht machen. Notfalls reicht ein Gewehr. Die Situationen, wo ein Schaden eintreten kann, sind viel eingeschränkter auf die Risiken der Natur. Es wird aber trotzdem weniger Katastrophen geben, weil die Menschen dann alle wissen, was passiert ist. Dann werden sie sich verbinden und helfen, alles wieder aufzubauen, was durch ein Unwetter zerstört ist. Man muss sich vor dem Unwetter aber nicht verantworten. Man klagt das Unwetter vielleicht an, weil es ungefragt einfach passiert ist. Aber das schöne an der Natur ist, dass man vielleicht – egal wie oft und wie wüst – das Unwetter anklagt, Steine rumwirft oder einen Tag lang deswegen schmollt. Dem Unwetter ist es egal, es nimmt mir nichts übel. In der Wildnis würden die Menschen auch akzeptieren, dass sie sich nicht immer und überall helfen können, auch wenn es die einen bei einem Unwetter trifft. Meist sind es doch nur Gewitter, die wieder vorbeiziehen. Größere Unwetter sind sehr selten dort, wo ich in der Wildnis leben würde. Obwohl man die Gewissheit diesbezüglich nirgends haben kann, egal wo.

Das, was ich dann erst mal vermissen würde, das wären die Menschen, weil es weniger wären in der Wildnis. Ich muss mich ja auch nicht jeden Tag vor einem Unwetter oder Schmutz fürchten, den ich verursache, denn es würde ja niemand sehen, außer ich selbst. Genauso wenig würde ich den Schmutz anderer Leute sehen (auch den geistigen Schmutz nicht). Ich könnte mir sagen, dass ich ja in der Natur lebe, was geht es mich noch wirklich an, mir Vorwürfe zu machen, aber auch anderen Vorwürfe zu machen. Oder so lange nach Gründen zu suchen, warum es nur noch bei Dingen klappt unter Menschen, die eigentlich doch nur noch äußerlich für mich äußerlich sichtbar sind, weil ich merke, dass die Leute sich nichts mehr zu sagen haben. Oder sie haben sich was zu sagen, aber es interessiert mich nicht. Wenn es mich interessiert, dann frage ich mich immer, ob den Leuten eigentlich klar ist, für was sie sich interessieren. Und ich weiß dann, ich sitze in deren Boot ja mit drin. Ich denke mir viel und spreche gerne über das, was man bei diesem Leben, mit diesem Zeitgeist noch spricht oder auch bespricht, weil das Sprechen die Verständigung unter Leuten ist, die persönlich gesehen, sich ja als Menschen verhalten, aber in der Masse verhalten sie sich unmenschlich und dann denke ich schon auch, dass ich doch mal ganz anders leben könnte, frei von Menschenklüngeln, alleine für mich.

Natürlich mag ich Menschen und schätze die Gemeinschaft, aber ich weiß, dass ich genauso gut auch ohne sie leben könnte mit allen meinen Erfahrungen, die ich gemacht habe, die gut und schlecht waren. Und da sind sie sich ähnlich, die Menschen, denn sie machen alle gute und schlechte Erfahrungen. Oder dann eher diese Sorte, die meist nur gute machen und diese Sorte, die meist nur schlechte machen. Ich glaube fast manchmal, dass der Mensch seine eigenen Erfahrungen gar nicht einschätzen kann, weil er ein Einzelgänger ist. Die Erfahrungen macht er gar nicht mit anderen, sondern mit sich selbst. Der Mensch braucht sich nicht gegenseitig, er ist sich selbst genügend. Aber er braucht die Menschen, um zu wissen, dass es nicht so ist. Er versucht es immer wieder, aber er kämpft am meisten für sich selbst. Denn ist mein Leben in Gefahr, dann kommt lange danach erst mal gar nichts. Und Leben, das weiß ich ja, was man da so alles darunter verstehen kann.

Es wird auch etwas abstrakt, wie ich das alles richtig einschätzen soll, denn mich interessiert der Trend, was die Menschen wollen. Da kann ich gar keinen Trend erkennen, der mir gefällt. Da ist kein Zeitgeist, da ist eher was anderes, das ich nicht brauche, für mich mehr und mehr zu sehen. Also alles eine Frage der Zeit und was der Trend der Menschen möchte, das passiert meistens auch. Sonst wäre es nicht die Masse, die immer darüber bestimmt, wie wir leben wollen.

Menschen sind auch sehr veränderlich in ihren Träumen. Auch da bin ich nicht anders. Heute träume ich dies und morgen träume ich das?

Wirklich, man kann Menschen nicht erforschen, man kann sich auch nicht selbst erforschen. Und Träume kann man sich mal machen. Aber ich sehe an diesem Text, den ich geschrieben habe, dass Träume ganz ähnlich sind wie Pläne. Wahrscheinlich zu ähnlich. Man muss sie machen, jedoch in der Natur und in der Wildnis, da herrscht die „Überlebensexistenz“ und das Tag für Tag. Es ist Realismus und doch nicht, weil es mit allen Gefahren als ganz normal akzeptiert wird, aber auch der tägliche übliche Ablauf in der Natur der Tätigkeiten überhaupt nicht langweilig ist. Da braucht man nicht viel träumen und planen. Es reicht, wenn man jeden Tag was macht und keine sonst noch großen Träume und Pläne braucht. Man lebt bescheiden, aber schön. Schön sollte es sein bei allen Gefahren (ich glaube, dass man Gefahren nie ausschließen kann). Aber die Natur sollte nicht langweilig sein. Es ist schwer zu sagen, denn was ist der Unterschied von Naturlandschaften. Es ist halt einfach so, dass ich das ja im Film (siehe bei meiner Bemerkung weiter unten) so gesehen habe, und dachte, dass ist ein schönes interessantes Lebensgebiet mitten in der Wildnis. Wer will schon auf einer kargen und ausgetrockneten spröden einsamen Insel leben. Da wäre ich dann zwar schön für mich, aber die Landschaft? Mit Insel, da habe ich eher das Gefühl, dann eher festzusitzen, eher das Gegenteil von Abenteuer und Freiheit in der Wildnis.

Es müsste eine schöne und weite und abwechslungsreiche Wildnis sein. Ich habe keine großartigen Kenntnisse, wo es sein sollte, aber es ist natürlich nicht egal, weil es ja in Europa gerade nicht besonders viele solche Gebiete gibt, eher Russland oder Amerika, Kanada, aber nicht so einfach alles. Man könnte sich auch ärgern, dass man nicht mehrere Sprachen fließend spricht. Wäre wirklich dann auch mal zu empfehlen. Also ich muss aber ehrlicherweise zugeben, dass ich aufgrund der jetzigen Lage, die ich manchmal so beobachte, dass ich schon gerne davon träume, von diesem Leben in der Natur, einsam, mit nicht immer weiter fortschreitenden Komfortzwängen, die man sich anschaffen muss, weil alle sie haben. Aber es soll auch schön sein, nichts Verlottertes, sondern einfach und solide. Ach ja, ein Hund könnte noch dabei sein.

Vielleicht noch eine Bemerkung: Vor ein paar wenigen Wochen  sah ich einen Film über Kanada. Ich erzähle nun aber nicht den ganzen Film. Aber wie der das gemacht hatte, das war genau das, was mich an diesem Film so ergriffen hatte. Ich bin fast zerplatzt vor Neid – erst mal. (Weil der Mann das alles machte, was ich nicht kann, also das können nicht alle Männer, aber ich als Frau bin halt eine Frau und stehe vom Können her wirklich dann an aller letzter Stelle als Schlusslicht, man muss das schon richtig sehen). Aber auch deswegen war ich ja neidisch, weil der Mann das alles voll im Griff hatte. Diese ganzen Tätigkeiten, der würde überall überleben, dachte ich. So wie ich es in meiner Wildnis-Vision beschrieben habe, so ähnlich habe ich es ja alles in dem Film gesehen. Und es ist eine Sehnsucht, die mit der eigenen Lebens-Realität natürlich nicht übereinstimmt. Ich könnte nicht mal schießen, wenn dann der Bär wirklich käme. Ich schaute den Film aber gerade auch in einer verärgerten Stimmung über Deutschland an, da hatte ich natürlich auch alle Antennen dann für solche Fluchten offen. Aber es war einfach nur schön, dass die Welt hart sein kann, aber es war auch so viel Schönheit und Klugheit und Zufriedenheit und Akzeptanz, und und und ….

Ich war beim Anschauen des Films fast etwas verzweifelt. So ein dummes Gefühl, da macht einer was und ich sitze fest. Dieses Missverhältnis, dass es Macher gibt, die plötzlich ein Leben leben, was ich nicht kann, weil ich das eben nicht kann. Dann bringt das doch auch nichts, eine Vision für mich zu schreiben, weil ich mich kenne. Aber die Vision erlaube ich mir zu haben, aber ob ich es in diesem Blog richtig platziert habe, weiß ich nicht genau. Ich wollte eigentlich nicht über völlig abgehobene Fantasien meinerseits in meinem Blog schreiben. Aber ich fand diese Anregung, die mir dazu gegeben wurde, einfach doch reizvoll. Und es kann bei mir vorkommen, dass ich sehr knapp und kurz bin, oder ich muss einfach viele Worte schreiben. Ich hatte noch einen kurzen Kontakt darüber mit Google+, dass ich das dort so machen kann, dass ich die Praxis namentlich erwähne, weil diese nette Aufgabe ja auch von dort kam.

Und nun – nach der und in der Erinnerung an den Film und beim Schreiben meines Textes waren es schöne Gefühle wie Entspannung, Freundlichkeit, Wärme, also eher ganz ruhige und gelassene Gefühle, aber auch eine Traurigkeit, wenn die Gefühle tiefer werden und einfach nicht erlaubt werden können, weil ich mich schon selbst einschätzen möchte, was nur eine Obsession ist; die vergeht auch wieder. Ich kenne mich ja, dann stellen sich bei mir gleich mehrere Gefühle ein, die schön der Reihe nach hintereinander ihr kleines Schauspiel mit mir treiben. Nun gut, es war eher heftig, ich kann mich an den Tag noch gut erinnern, was der Film da in mir gerade auslöste. Aber vielleicht würde ich heute schon wieder neutraler darauf reagieren können. Aber schlimm ist es schon, wenn ich sehe, was der Mann da geschafft hat. Man könnte sich einen Wolf drüber schreiben und kein Ende finden.

Denn selbst, wenn ich mir nun vorstelle, dass nun Leute im Ernst auf die Idee kommen könnten, was ich nicht glaube, dass Leute im Ernst auf die Idee kommen. Und wenn, dann kann ich diesen Leuten auch nicht helfen, denn ich wüsste nicht mal wie man ein Gewehr schussbereit hält oder richtig zielt. Ich kann das nicht. Ich weiß nicht, erst wenn der Bär kurz vor mir wäre, dann würde ich schießen. Was, wenn man es für die Jagd für das Fleisch braucht? Also alles Fragen, die noch nicht ganz klar sind. Ich müsste den Film noch einmal, ach sehr gerne auch mehrmals, in Ruhe anschauen oder auch noch andere Episoden. Der Film hatte es mir angetan. Das waren keine Angeber; die wollten einfach nur ein anderes Leben beginnen. Ich glaube aber, dass es wegen des Gewehrs nur um die Verteidigung eines eventuellen Angriffs von wilden Tieren (also des Bären) ging. Das Essen war meist einfach, aber doch unglaublich appetitlich meistens – mit Ausnahme des Kaffees; der war schlecht, konnte man sehen, aber darüber konnte ich schmunzeln.

Aber gerade trotzdem hat mich der Film ergriffen. Das Leben wirkte auf mich einfach, aber nicht langweilig. Mitsamt den Gefahren, die leider auftreten konnten, aber bewältigt wurden, hatte der Mann mein Interesse an einem solchen Leben mit diesem Film geweckt. Es wurde auch das geschafft, obwohl ich meinte, dass der Mann unglaubliche Ängste durchgemacht hat, weil auf einen Schlag wegen eines großen Waldbrandes die ganze Existenz, die er sich mit viel Arbeit und Handwerkskunst aufgebaut hatte, wieder zerstört gewesen wäre. Also der Mann war ein Überlebenskünstler, denn er kombinierte das alles auch noch mit seinem erlernten Beruf als Altenpfleger. Gut geplant, Stück für Stück die Zeiten so zu splitten, dass er halbjährlich in Kanada leben konnte. Natürlich auch durch langes Sparen und wenig sonstige Anschaffungen, alles für das Leben in Kanada später. Es hatte sich auch dort eine ruhige Gruppe von Leuten gefunden, die mal zusammensaßen, aber es waren keine Angeber. Sie wollten einfach nur ihre Ruhe in der Natur, weil es ein schönes Leben ist. Ich fange jetzt aber an, zu viel von diesem Film zu schreiben. Das sprengt den Rahmen meines Themas hier. Ich wollte nur eine kleine Träumerei aufschreiben, weil ich die Inspiration dazu dieses Mal auf Google + bekommen habe.

Ich wundere mich gerade selbst etwas, weil ich das Video seither gar nicht mehr geschaut habe. Normalerweise ändere ich auch wieder meine Interessen, die mich ja nur inspirieren sollen. Ich hatte diesen Film auch schon wieder etwas vergessen.

Aber aufgrund dieses Themas eben merke ich, dass mich das irgendwie immer noch berührt. Geändert hat sich noch nichts insofern, dass ich eine andere Geschichte gewählt hätte als diese, als Vision für dieses Thema, was man machen würde, wenn man unbegrenzte Zeit und unbegrenzte Mittel hätte. Ich finde die Idee des Mannes großartig.

Leider weiß man dann bei solchen Filmen nie so richtig, wie das auf lange Sicht läuft. Ist vielleicht aber auch typisch für mich. Dass ich doch keine Wolke bin, aber (Vision) gerne eine wäre, die über allem schwebt. Ich sehe das einfach zu wenig menschlich oder praktisch oder auch planerisch und vor allem abenteuerlich. Wer will schon so genau immer wissen, wie eine Geschichte ausgeht, sonst wäre sie eigentlich ja schon im Ansatz schon fertiggestellt, und den Mittelteil, den überspringe ich dann, weil ich ja schon das Ende wissen muss.

Es bleibt ein Traum, den ich sehr schön finde, wenn genügend Zeit da ist und die Mittel und Angst kein Grund ist, um diesen Traum nicht tatsächlich verwirklichen zu können. Ohne Anspruch auf Gewissheit, auf eine Kontrolle, dass die Geschichte auch kontrolliert werden muss, denn wer bestimmt das? Es zählen die Jahre, und was er bis jetzt schon gemacht hat, das war für mich interessant genug.

Aber er hatte klug geplant, trotzdem hat er sich aber auch auf die Ungewissheit eingelassen. Und die Gegenwart zeigt ja, wie schön und spannend das für mich war. Für Menschen, die viel, ständig und immer gerne unter Menschen sind, wäre das natürlich das krasse Gegenteil, weil man dann ja auch auf den Grund-Komfort verzichtet, der schon lange Gang und Gäbe ist, also noch gar nicht mal auf die neueren, modernen Systeme, sondern auch auf die alten, mit denen man bestens vertraut ist und war.

 

Advertisements
Hervorgehobener Beitrag

#Dicke Luft ablassen

 

Nichts für schwache #Nerven, Steine ins Rollen bringen

Plauderei aus der #Psychoecke

Es ist wieder soweit. Heute über Problemthemen. Ich finde, dass es der Weg für mich ist, um, gewiss auch aus Eigennutz, die Dinge loszuwerden, die mich bewegen. Es treibt mich aber auch die Hoffnung, dass ich damit ein Steinchen ins Rollen bringen kann.

Es folgt ein riskantes und heikles Thema. Es geht um Psychiatrie. Weil ich viel auf Facebook bin und auch auf YouTube, bin ich auf dieses Thema gestoßen. Ist sogar schon etliche Zeit her. Es begann mit den Videos, die ich auf YouTube gesehen habe. Ich bin mir darüber im Klaren, dass man verschiedener Ansicht sein kann. Natürlich muss man hinterfragen und prüfen, das alles nochmals überdenken. Vollständige Gewissheit hat man nie. Es ist auch ein Tabu, immer noch. Es haftet ein Makel an der Psychiatrie. Wer begibt sich schon freiwillig nur um des Schockieren willens in solche Abgründe. Man kann auch insofern die positiven Aspekte in Betracht ziehen. Kann denken, dass es Heilung gibt und gab.

Ich möchte die Psychiatrie aber in diesem Blog mal äußerst kritisch unter die Lupe nehmen. Keine Sorge – ich werde keine Bilder oder Videos hier zeigen.

Ich möchte nur einen Anstoß geben, darüber einmal ganz offen zu sprechen. Nicht, um eine Kampagne zu betreiben gegen die Psychiatrie oder in sonst irgend einen Kampf zu ziehen.

Es tauchen für mich Fragen auf, die ich offen lassen möchte. Aus den Gedanken könnten, müssen aber nicht, mit Leuten, die Erfahrung damit haben (als Patient oder als Person, die sich für diese Krankengeschichten interessiert) neue Ideen erwachsen, die die Zweifel klären können, die ich damit habe. Denn ich will wissen, wer was davon hält, von Dauerbehandlung mit den Neuroleptika, Antidepressiva, Depotspritzen etc?

Zu der Zeit, als ich die Videos auf YouTube ansah, da war ich erschüttert, weil ich ja mit eigenen Augen das Geschehen verfolgte. Es war auch keine Doku mit einem chronologischen Ablauf einer Krankheitsgeschichte oder so in dieser Art.

Das Ganze war so authentisch, weil „direkt hineingefilmt“ wurde. Es ist schwer, das in Worte zu fassen, weil die Authentizität ja gerade durch dieses Abfilmen so spontan und live, quasi wie in einem Live Stream, in diesen „Szenen“ in Echtzeit ablief.

Und nun wird es unangenehm. Da war wirklich der Zwang, dieser Zwang des „Vogel friss oder wir zwingen dich, zu fressen“. Frisst du nicht,  dann jagen wir dir eine Spritze rein. Da war gar kein Gespräch, sondern nur Entweder Oder. Wenn Patienten sich beklagten, dass sie die Medikamente nicht vertragen, dann bekamen sie zur Antwort: „Warum sind Sie dann hier“. Die Patenten hatten Schmerzen, das konnte man sehen, und live ist eben live.

Das war so ohne echte Alternative. Ohne Medikamente lief da gar nichts. Gespräche wurden angeboten, aber nur mit der Bedingung der Befolgung des #Medikationsplans von Psychopharmaka. Dies war Hauptgegenstand, Gespräche wurden nur unter dieser Bedingung angeboten, was heißt, wer folgsam ist, der darf auch mal länger sprechen. „Ja, da ist dann die Freude wirklich groß. Der Barkeeper schenkt aus, kassiert ab, aber ein paar mehr trinken musst du schon. Sonst bleibt die Türe geschlossen für euch.“ Also doch keine Wahl, nur eine Scheinwahl. Nur diese Medikamente und wie, wann und wie hoch diese verabreicht werden, da existiert KEIN Mitspracherecht für die Patienten. Wer nicht pariert, der bekommt das nächste Mal die höhere Dröhnung verpasst.  Zweifeln verboten. Wer sich sträubt oder verweigert, hat mit der Verabreichung von mehr zu rechnen, weil Dummheit nur mit dem Damoklesschwert im Rücken kuriert werden kann.

Es war auch zu erkennen, dass nach Entlassungen, Zeitabständen danach, die Patienten wie im Drehtüreffekt wieder mit schlechtem Zustand dort erschienen. Ja es war sogar nicht einmal unbedingt die Zwangseinweisung. Der schlechte Zustand ließ den Patienten gar keine Option als eben wieder dort hin zurückzukehren.

In vielen Fällen hatten die Patienten versucht, die Medikamente in dieser Zeit zu reduzieren, was dann zu dem unerwünschten Rückfall führte. Ein Teufelskreis.

Und da entsteht bei mir schon die Frage, ob man so einfach sagen kann, dass eine psychische Erkrankung niemals geheilt ist. Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz. Denn wozu sind eigentlich solche Medikamente dann da, wenn sie ein Leben lang genommen werden müssen. Ja das Leiden sich zusehends sogar verschlimmert. Also nicht wie bei einer chronischen Erkrankung, wo Medikamente das Leiden lindern. Nein im Gegenteil, das Leiden dieser psychisch Kranken schreitet – trotz Medikamenten – immer weiter fort. Die werden dort aus der Not heraus an Betten fixiert und viele wollen sogar lieber sterben, als diesen Teufelskreis noch weiter über sich ergehen zu lassen.

Qual mit Tabletten, Zwangsfixierung über sehr lange Abstände hinweg und Spritzen mit Gewalt. Ja – mit Gewalt – gegen den Willen der Patienten. Wo soll da der Sinn denn bestehen?

Es ist mir unerklärlich, wie das so umschlagen kann. Nehme ich an, dass die Wirkungen am Anfang eine Besserung bringen, so kann es auf Dauer doch zumindest mal überdacht werden, wann eventuell doch ein Moment in Erscheinung tritt, dass es in einen kontraproduktiven Prozess umschlägt.

Und nicht zuletzt aus eigener Erfahrung mit verordneten Neuroleptika, allerdings immer ambulant bei einem Facharzt und Gott sei Dank nie in einer Klinik, kann ich sagen, dass diese Wendung bei mit eingetreten war. Ich wusste, ich muss das beenden, denn die anfangs guten Wirkungen, die blieben dann über die Jahre, sogar etliche Jahre hinweg, immer weniger spürbar. Es kamen dann die Nebenwirkungen, wie ganz eigenartige Fuß- und Beinkrämpfe, was sich an meinem Körper so anfühlte, wie wenn sich da ein zweites Korsett bildet. Also es klingt jetzt verrückt. Und das ist ja dann auch die Bestätigung, dass der Patient wohl nicht ganz bei Trost sein kann.

Natürlich habe ich immer versucht, was am Anfang auch gut funktionierte und sowieso mein Hobby war, mich viel zu bewegen. Ich war sogar im Fitnessstudio und joggte viel. Aber ich merkte zusehends, wie sich die Beine nicht mehr so verhielten, wie ich es wollte.

Sogar mein Freund wies mich beim Stadtbummel darauf hin, dass ich beim Gehen schlürfe, also die Beine gar nicht mehr normal beim Gehen anhebe. Beim Treppensteigen oder beim Knien, wenn ich in einen unteren Aktenschrank einsortierte, länger mich am Boden aufhielt, bis ich fertig war. Das alles war kurz vor der Verkrampfung, aber ich hatte das immer noch irgendwie im Griff. Dann aber wurde es eben doch immer mehr und mehr bedrohlich, dass es wie eine Erstarrung gefühlt, immer in den Abendzeiten oder sogar während des Schlafes anfing. Ich kenne den Unterschied eines „normalen“ Beinkrampfes zu diesem ganz anderen Erstarrungskrampf. Auch von Intensität und Dauer mal ganz abgesehen.

Ich hatte sogar auch wieder Ängste und Sorgen, die ja ohne Medikamente auch schon zuvor existierten. Beim Arzt heißt es dann, dass man an Einbildungen leidet oder warum man sich denn so quält. Warum man die Medikamente nicht nimmt und warum immer der Versuch mit dem Reduzieren. Das ging dann so weit, dass ich gefragt wurde, ob ich eine Depotspritze möchte. Ich hatte mich aber mal alternativ bei einem Kurzgespräch bei einem Psychologen informiert und einen bedachten Hinweis bekommen, dass beim Spritzen ganz unerwünschte Wirkungen und Verschlechterungen eintreten könnten. Sicher wäre er sich aber nicht mit absoluter Gewissheit. Und Tabletten auf einen Schlag absetzen, das kann ganz fatale Folgen haben. Das braucht Zeit und muss ausgeschlichen werden. In dieser Zeit hörte ich das öfters mit dem Ausschleichen, nur einen Experten dafür konnte ich nicht finden. Landete dann wieder bei dem Facharzt und ließ mich nochmal auf die Tabletten in – von ihm erwogener – höherer Dosis ein. Und genau da war ich dann wieder soweit, wo ich eigentlich immer war. Die letzte Episode, bis ich mich entschloss, nie wieder auf diesem Weg, diese lasse ich mal aus. Nur so viel, dass er bei der Verabreichung der Tabletten nicht gerade zimperlich war. Eine hätte mir gereicht, aber es waren zwei. Nicht von den üblichen Tabletten, die ich sonst bekam. Ich muss aber auch sagen, dass ich in der Not dann auch bereit war, eine von diesen starken Tabletten zu nehmen. Schlug das sogar freiwillig vor, um das „super Angebot“ mit der Spritze zu vermeiden.

Das war es dann. Den weiteren Termin, der noch geplant war, den sagte ich ab. Ich hatte insofern dann danach Glück, dass ich die richtige Methode bei einem anderen Facharzt für Psychotherapie fand. Ich kam mit dem Willen dort an, die Tabletten abzusetzen, komme was wolle. Die Gespräche dort haben mir geholfen, an diesem Willen festzuhalten, mich von den vielen Bedenken, die man so hört, erst einmal zu distanzieren. Als ich mal meinte, es doch nicht zu schaffen, war die Frage wieder präsent und es wäre auch ein Weg gewesen, eben doch einzusehen, dass es anders nicht geht.

Ich möchte damit eigentlich nur Mut machen, dass es schon eine Alternative gibt, die da aber in meinem Fall hieß. Ja und jetzt kommt die allgegenwärtige Antwort eben doch wieder auf das Tablett. Es gab eine: Entweder Oder. Ja oder Nein. Ich entschied mich mal kurz wieder nach längerem konsequenten Nein für ein Ja. Ich hatte ja noch einen Restbestand. Aber dann dachte ich. Es bringt doch nichts. Es muss dauerhaft sein, sonst hört dieses Dilemma nie auf.

Nun sind diese Neuroleptika (Risperidon) Vergangenheit. Schon seit mehreren Jahren. Ich habe in meiner „Hochphase“ auch mehrere, neben Neuroleptika auch Antidepressiva, und auch verschiedene andere Arten von Tabletten „ausprobiert“.

Ganz am Anfang denkt man ja: Eines ist gewiss, der Arzt heilt. Also ich war wirklich so naiv, dass ich dachte, man nimmt ein Medikament eben vorübergehend, bis die Krankheit vorüber ist. Diese Frage aber blieb die ganze Zeit hübsch unberührt. Eben, dass die Krankheit ja eine chronische Medikamenteneinnahme ist, ja das ist die Bedingung zur Dauerheilung. Toll. Ich war wirklich der Ansicht, man nimmt ein paar Wochen ein Beruhigungsmittel. Dann kommt aber schon auch die Gesundung und Seele und Körper schafft das dann alleine wieder.

Ich mache  das jetzt ausgerechnet hier publik. Ich lese viel von Leuten, die Angehörige oder Bekannte von Patienten sind, solche „Psychogeschichten“. Sie wollen dann den Angehörigen oder Bekannten helfen. Psychisch Kranke selbst, habe ich auf YouTube auf Videogesprächen ebenfalls gefunden. Es waren zwei Personen, die sich darüber mal geäußert haben. Ich fühlte mich sofort verstanden, was mich noch weiter darin bestärkt hat, mich auf keine Medikamente mehr zu verlassen, und zwar für immer, was auch funktioniert.

Ich kenne jetzt eben meine Schwächen, aber ich mache mir einfach keine Vorwürfe mehr und lebe damit, dass ich in manchen Dingen von der gewünschten Norm abweiche. Der Makel hält sich auch in Grenzen und ist nicht dauerhaft. Aus der Schwäche bin ich längst raus und habe sie umgemünzt in eine Stärke. Ist fast so, dass ich mir jetzt einfach mehr erlaube wie früher. Aber vorsichtig bin ich immer noch.

Ich war lange Zeit gar nicht mehr bei diesem Thema und wollte es haken. Aber mich berührt es dennoch, wenn ich irgendwo noch solche schrecklichen Bilder aus Psychiatrien sehe. Ich denke so manches Mal noch darüber nach. Eben aus der Perspektive der Patienten auch. Und dann bin ich schockiert, weil ich ja nur einen Hauch dessen kenne, was gar nicht mit einer Fixierung oder einem Aufenthalt in einer Psychiatrie zu vergleichen ist. Am liebsten möchte ich den Deckel gar nicht mehr anheben. Weil ich da schon sehr mitgehe mit diesem Schmerz, dem die Patienten einfach ausgeliefert sind, eigentlich die Ohnmacht.

Und zum Schluss möchte ich noch sagen, dass dies auch nur eine Variante ist. Es gibt bestimmt (dies möchte ich den Leuten wirklich ganz selbst überlassen) Patienten, denen die Kliniken und Psychiatrien auch helfen mögen. Jeder Mensch und Körper, jede Psyche eben, hat eine ganz eigene Veranlagung. Keinen Facharzt möchte ich in Zweifel ziehen.

Das ist eben das alte Problem wahrscheinlich. Dass es zwischen Patient und Arzt Differenzen gibt. Ich bin das Beispiel par exellence dafür.

Letztlich haben ja beide Methoden, und das ist das Skurrile daran, die Wirkung geschaffen. Die Wirkung ohne Nebenwirkung. Die Dosis war ja dann auch der Hammer. So dosiert mit Fingerspitzengefühl möchte ich geradezu sagen. Es war der Hinweis im Geiste für mich: Mädel (also ich), wenn du immer erscheinst, dann denkt eben der Arzt sofort daran, wo es fehlt. Und an Tabletten fehlt es mir nicht mehr. Wo kein Bedarf, da keine Nachfrage.

So einfach ist das. Und der Idiot Patient ist keiner mehr, sondern er hat die Lektion begriffen. Sozusagen, wer nach dem „Hackebeilchen“ verlangt der bekommt auch eines. Und danach ist man aus dem Schlamassel raus.

Noch eine Nachbemerkung: Viele Zeitgenossen sind vielleicht auch gar nicht krank im Sinne von Hallizunationen oder Verlust von Identität oder Schizophrenie etc.

Die wirklich kranken und gefährlichen Psychopathen oder Soziopathen, vor denen man das Fürchten hat. Die finden diese Schleichwege, wie man eine kriminelle Macht über andere gewinnt. Sie würden auch erst gar nicht einen Arzt aufsuchen. Aber die kleinen Irrlichter, die unsicher sind, die meinen, irgendwie es nicht mehr zu bringen, oder auch die kleinen Querulanten, die gesellschaftlich nicht in das ach so feine Bild passen, die landen dann als Kranke auf dem Abstellgleis oder besser gesagt auf Geleisen, wo sie selbst wieder herausfinden können, dürfen und sollen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erhellendes aus dem All

Rückblickend waren die Jahre, nicht zuletzt das Jahr 2016, von Krisen gebeutelt. Heute, am 04.01.2017, bin ich im Spiegel auf einen Artikel gestoßen, von Olaf Stampf, in der Ausgabe Nr. 1 / 30.12.2016.

Während des Lesens vergaß ich erst mal alle Probleme dieser Welt. Ich war wie elektrisiert. Hoffnung kam auf und sogar auch tröstliche Gedanken. So spannend kann Forschung sein. Obwohl ich auch denke, dass diese “All-Welten” unglaublich weit entfernt von der Erde sind, gibt mir das den Drive, den ich einfach brauche, die Welt, zu der für mich auch das Universum zählt, mal aus einer ganz neuen Perspektive zu sehen. Ja ich sage mir, wechsle doch einfach mal die Perspektive. Ich sehe das Leben dann wieder in dem Glanz, den “hellen” Rätseln, die die Wissenschaft und Forschung zu bieten hat.

Ich beginne mit dem Zitat der österreichischen Astronomin Lisa Kaltenegger, welches in dem Artikel am Ende steht:


“Je mehr wir über andere Planeten lernen, desto mehr lernen wir auch über unsere Erde – und wie wir besser auf sie aufpassen können.”


Anschließend noch der Buchtipp aus dem Artikel:

*Lisa Kaltenegger: “Sind wir allein im Universum? Meine Spurensuche im All”.

Ecowin; 208 Seiten; 29,95 Euro.


Text des Artikels:

“Leuchtende Aliens

Astronomie Ist der neu entdeckte Planet Proxima Centauri b eine zweite Erde? Mit einem Trick wollen Forscher dort nach Spuren von Leben suchen.

Auf dem fremden Planeten ist kein Land in Sicht. Nirgendwo gibt es einen Strand, auf den sanfte Wellen plätschern. Nirgendwo tauchen Kontinente aus den Fluten auf, nicht einmal kleinste Inseln.

Ein gigantisches Meer bedeckt die Oberfläche. An der tiefsten Stelle ist der allumfassende Ozean mehr als 200 000 Meter tief. Im Vergleich dazu wirken irdische Meere wie Pfützen.

So maritim könnte es auf Proxima Centauri b aussehen – sofern eine Klimasimulation französischer Astrophysiker zutrifft. Demnach handelte es sich bei dem kürzlich aufgespürten Himmelskörper, der ungefähr so schwer und groß ist wie die Erde und auf dem ein Jahr nur elf Tage dauert, um einen Ozeanplaneten. Flüssiges Wasser wiederum gilt als wichtigste Zutat für die Entstehung von Leben, wie wir es kennen.

Seit Wissenschaftler der europäischen Südsternwarte (Eso) im Sommer die Entdeckung der neuen Welt bekannt gaben, herrscht unter Himmelsforschern Aufbruchstimmung. Denn der Planet umkreist unsere Nachbarsonne – den nur 4,2 Lichtjahre entfernten Zwergstern Proxima Centauri. Nie zuvor haben Astrophysiker eine mögliche zweite Erde gefunden, die so nah ist. Dies bietet die Chance, dort Lebensspuren nachzuweisen.

Doch wie wahrscheinlich ist es wirklich, dass auf dem Planeten irgendwelche exotischen Organismen entstanden sind? Auch wenn die äußeren Bedingungen gut geeignet scheinen für eine Oase im All, so wird jegliches Leben von der eigenen Sonne bedroht: Proxima Centauri ist ein furchterregender Flackerstern.

Fast täglich speit er Feuer. Millionen Grad Celsius heiße Plasmafackeln schleudert er hinaus ins All. Bei solchen Ausbrüchen trifft bis zu 30-mal mehr zerstörerische UV-Strahlung seinen Planeten, als die Erde von ihrer Sonne abbekommt. Schwer vorstellbar, dass unter solchem Beschuss Leben existieren kann, selbst wenn eine dichte Atmosphäre einen Teil der Strahlung abschirmen sollte.

Vielleicht aber ist es doch möglich, dass Organismen das Dauerfeuer des glutroten Zwergsterns überleben – vorausgesetzt, sie verfügen über einen natürlichen Schutzmechanismus. Eine faszinierende Hypothese hat dazu die österreichische Astronomin Lisa Kaltenegger, 39, aufgestellt – ihre Idee eröffnet zugleich einen Weg, wie sich die Außerirdischen von der Erde aus nachweisen ließen. ‘So seltsam es klingen mag’, sagt Kaltenegger, ‘wir sollten nach leuchtenden Aliens Ausschau halten.’

Die temperamentvolle Forscherin leitet das Carl-Sagan-Institut an der amerikanischen Cornell-Universität. Sie entwickelt Nachweismethoden, um lebensfreundliche Planeten zu identifizieren. Wie nur wenige Forscher begeistert sie mit Vorträgen und Büchern für die Suche nach Leben im All*. Ihr aktuelles Gedankenexperiment hat sie sich zusammen mit ihrem Kollegen Jack O’Malley-James ausgedacht.

Ausgangspunkt ihrer Überlegungen ist ein real existierendes Vorbild auf der Erde: Einige Korallenarten besitzen die erstaunliche Fähigkeit, schädliche UV-Strahlung in harmloses sichtbares Licht umzuwandeln – sie fangen dann an, gespenstisch zu leuchten. Mit diesem Trick, eine spezielle Variante der Biofluoreszenz, schützen die Korallen empfindliche Algen, die mit ihnen in Symbiose leben.

‘Biofluoreszenz ist auf der Erde weitverbreitet; viele Tiere nutzen sie, um Beute anzulocken’, so Kaltenegger. ‘Umso wahrscheinlicher ist es, dass Organismen, die einem Flackerstern ausgesetzt sind, eine solche Fähigkeit entwickeln; an der Planetenoberfläche wäre ein natürlicher UV-Schutz für sie überlebenswichtig.’

Wenn auf Proxima Centauri b beispielsweise riesige Algenteppiche oder Quallenschwärme umherschwämmen, die bei UV-Beschuss sichtbares Licht abgäben, so könnten sie ihre Welt zum Leuchten bringen. ‘Bei jedem Strahlungsausbruch des Flackersterns würden solche fremdartigen Lebensformen farbenprächtige Signale hinterlassen’, sagt Kaltenegger. ‘Mit geeigneten Teleskopen könnten wir diese Lebensspuren von der Erde aus erkennen.’

Voraussetzung dafür wäre es, den Planeten direkt zu beobachten und sein Licht aufzufangen. Die heutigen Observatorien sind dazu noch nicht in der Lage. Erst die Himmelsaugen der nächsten Generation werden scharfsichtig genug sein. Die Planetenjäger setzen vor allem auf das ‘Extremely Large Telescope’ mit einem 39 Meter messenden Vergrößerungsspiegel. Bis zum Jahr 2024 will die Eso dieses größte jemals gebaute Spiegelteleskop auf einem Berg in der chilenischen Atacamawüste errichten.

Für Lisa Kaltenegger hat die Suche nach neuen Welten, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat, auch eine wichtige irdische Dimension. ‘Je mehr wir über andere Planeten lernen’, so die Astronomin, ‘desto mehr lernen wir auch über unsere Erde – und wie wir besser auf sie aufpassen können’”.

Glosse oder Posse oder Twilightzone?

Manchmal, wenn ich Artikel oder in Blogs lese, dann kommen zweierlei Dinge zusammen. Und zwar dann, wenn bei mir die Frage auftaucht, wie ernst ich es nehme oder ob ich nur teilweise die Dinge verstehe. Neue Informationen über neue Erkenntnisse, oft auch gerade im Bereich der Wissenschaften, vermischen sich manchmal mit Texten, die ich in der Vergangenheit las, die aber längst wieder in den Hintergrund traten und kein Thema mehr waren.

Ich habe heute im Spiegel, ausgelöst durch eine Glosse über Wissenschaftsmeldungen, solche alten, mir vage in Erinnerung gebliebenen, Erkenntnisse/Meldungen mit neuen Erkenntnissen oder Meldungen vermengt und mich gefragt, wie es eigentlich bestellt ist mit den verschiedensten wissenschaftlichen Neuheiten. Mir kam plötzlich in den Sinn, dass ich doch mal was gelesen hatte darüber, über schwarze Löcher zum Beispiel, gleichzeitig auch das Phänomen des Bermudadreiecks. In meiner Jugend las und hörte ich darüber, vage geschätzt in den 70er Jahren, irgendeine Geschichte darüber, dass plötzlich Flugzeuge verschwanden – war ein unerklärliches Phänomen. Neulich im Internet, ich war überrascht, eine Spalte über das Bermudadreieck – da war es wieder aufgetaucht – einfach so, aus heiterem Himmel. Ich las das nicht weiter durch, aber jetzt würde es mich doch wieder interessieren sowie das Thema der schwarzen Löcher. Da war doch was, aber es ist dann wieder in Vergessenheit geraten, nur noch ungewisse Erinnerungen wie „Bereiche, in denen alles verschwindet, es keine keine Zeitrechnung gibt oder so ähnlich, die Zeit sich aufhebt?“ Vielleicht auch noch, dass „Materie sich in schwarzen Löchern dematerialisiert“. Also ich weiß es selbst nicht mehr so recht. Dennoch bleibt es das Gebiet der Astrophysik. Schwarze Löcher gibt es im Universum.


Und als ich heute wieder mal den Spiegel in der Hand hatte, stieß ich auf einen Artikel, eine Glosse, die Überschrift lautete Zukunft im Zwielicht, von Matthias Schulz, Ausgabe Nr. 1 / 30.12.2016.


Ich frage mich über den Sinn und Unsinn von Forschung, was mir daran gefällt und was nicht, was ich bedenklich finde, was mich ängstigt, aber auch, was mich begeistert und fasziniert. Ich möchte gleich darauf zu sprechen kommen, denn es ist erstens ja eine Glosse, zweitens muss ich darüber auch lachen, aber drittens kommt doch wieder der Ernst dazu, wo ich denke, die Wissenschaft nimmt seltsame Formen an, dass es eine Beleidigung ist oder respektlos vor der Schöpfung, weil nicht erforscht wird im Sinne von Beobachtung und Erkenntnissen, sondern erforscht wird im Sinne von Eingriffen, die für mich keine Forschung mehr sind, sondern Spielerei von „Dummgeistern“, die meinen, jetzt bauen wir die Welt einfach mal nach unseren grenzenlosen Möglichkeiten neu zusammen und die Folgen sind dann völlig von Desinteresse gekrönt. Ich sehe hier die einäugigen Wissenschaftler, weil deren Wissenschaft nur auf einem egomanen Materialismus gründet. Die Wechselwirkungen werden einfach ausgegrenzt, als ob es keine Mystik gäbe. Dies ist ja dann ausgeschlossen, wenn man nur an der Materie herumschraubt. Als ob alles ein, zwar hochkomplizierter, aber erforschbarer Baukasten wäre. Eine Kaste, die sich im Baukastensystem bewegt. Oder anders gesagt: „Wissenschaftler mit Werkzeugkasten“. Also bewege ich mich gerne im Bereich der Glosse hierzu. So viel so gut oder schlecht. Also ist es keine Kritik, sondern eine Glosse. Und Glosse ist Glosse.


Text des Artikels:

Glossse

Zukunft im Zwielicht
Warum unser Wissen auch das Ungewisse vermehrt

Hat der Fortschritt nur deshalb ein so enormes Tempo aufgenommen, weil es mit uns bergab geht? In Südkorea wurde im März ein Mensch beim Brettspiel Go von einem Computer besiegt. Kurz darauf kam in Mexiko ein Kind zur Welt, dessen Erbgut aus drei Eltern gemischt ist – was bedeutet, dass sich der Homo sapiens als Allerlei in der Retorte herstellen lässt. Beide Ereignisse gehören zu den wichtigsten Wissenschaftsmeldungen des Jahres 2016, gekürt vom Magazin ‚Science News‘.
Wer sich die Charts ansieht, könnte zum Schwarzmaler werden. Gerät die Krone der Schöpfung ins Abseits? Auf Platz eins stehen die Gravitationswellen. Mit ihrem Nachweis haben wir es klipp und klar: Im All stoßen schwarze Löcher so katastrophal zusammen, dass die Raumzeit verbeult. Auch Rang zwei, das Zika-Virus, gibt wenig Anlass zu Heiterkeit. Ein unauffälliger Erreger, vor 70 Jahren entdeckt, bricht plötzlich aus und erzeugt bei über 2000 brasilianischen Säuglingen zu kleine Gehirne. Doch so ist es eben: Wer viel forscht, steigert auch das Wissen darüber, wie böse alles enden kann. Jener Urmensch, der das erste Lagerfeuer anzündete, wird kaum geahnt haben, dass seine Innovation dermaleinst zu einem irrsinnigen Abschmelzen des arktischen Eises führen würde. Schon ab 2050, so die Wissenschaftsgeschichte auf Platz fünf, wird man mit Vergnügungsdampfern quer über den Nordpol fahren können. Vom Eisbären bis zum Plankton wird sich dort alles verändern. Wir lernen daraus: Der Weltgeist wandelt auf verschlungenen Pfaden. Auch die Glühbirne war ja nicht einfach die Weiterentwicklung der Kerze. Hoffnung macht immerhin Proxima Centauri b: Im August hat man den ersten erdähnlichen Planeten in galaktischer Nähe gesichtet. Raketen brauchten für die Strecke 80.000 Jahre. Tiefgekühlt könnte man also dorthin entfliehen – falls der Fortschritt auf Erden an Tempo gewinnt.“

 

Meine Fragen, warum das demokratische Bild schief hängt? Hier finde ich Antworten. Ich war auf dem Blog FASSADENKRATZER, Herbert Ludwig, und habe dies auf meine Seite genommen als Lese-, aber auch als Buchtipp.

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2016/11/24/der-systemfehler-in-der-heutigen-demokratie-ursache-der-herrschaft-weniger/

Von Dezember 2013 bis Juni 2014 veröffentlichte der Wissenschaftsjournalist Wolfgang J. Koschnick auf TELEPOLIS eine Serie von 30 Artikeln unter dem übergreifenden Titel „Eine Demokratie haben wir …

Quelle: Der Systemfehler in der heutigen Demokratie – Ursache der Herrschaft weniger

Organisationen und Vereine – Eine Kultur ist kein Clan oder eingeschworene Gesellschaft unter anderen eingeschworenen Gesellschaften

Chimären / Trugbilder sind das Ergebnis, wenn Organisationen gegenseitig verfeindet sind. Und Personen, die außerhalb dieser Organisationen sind, sich nicht dafür interessieren.

Das Insiderwissen ist doch gleichermaßen von Belang. Oder? Denn Subkulturen sind keine Kultur. Subkulturen müssen sich verständigen und NICHT gegenseitig bekämpfen. Sonst entsteht ein Clanwesen. Eine Kultur ist kein Clan.

Wenn Interessengruppen in krankhafter Konkurrenz zueinander stehen, sind sie nichts anderes, als verfeindet.

Warum brauchen diese Clans unbedingt ein Insiderwissen und auf nachfragen folgt ja am Ende nur ein verständnisloses Achselzucken, weil man ja leider nicht dazugehört. Oder weil man sich zu wenig interessiert hat. Man soll ja voll darauf abfahren. Erst dann ist man für solche Clans überhaupt würdig. Besser finde ich es, wenn Erklärungen ehrlich und ernst, gerne auch mal komisch sind. Aber der Clan kennt meist nur den bösen Witz, sich immer nur über andere lustig zu machen, um damit den Zweck der Ausgrenzung zu erreichen. Dann kann das Vereinsleben wieder blühen. Dabei behindern sich diese Clans mit diesem bösen Witz selbst untereinander und verpassen alle Chancen, die sie hätten.

Weil die Personen außerhalb dieser Interessengruppen wie gar nicht vorhanden erscheinen. Wie ein Häufchen Interessenloser, die ja vom großen Insiderwissen dieser Großorganisationen nur in Fragmenten Bescheid wissen. Womit sie gewiss nicht Unrecht haben. Aber sie bilden sich eine ganze Menge drauf ein. Es sind dann aber in meinen Augen Dünkelgemeinschaften. Oder es können welche daraus werden. Wie auch immer. Genau weiß ich es nicht. Ich versuche nur das Verhalten von Gruppen zu untersuchen, warum sie mir so suspekt oft sind.

Es können aber auch kleine Interessengruppen sein, die anscheinend ein Eigenleben führen, das sich aber ganz extrem von dem abhebt, was man von diesem Eigenleben als Außenstehender niemals wissen kann, weil es ein sogenanntes Insiderwissen ist. Also ich sage es noch einmal. Das Insiderwissen, das ist der Kern dieser Vereine. Muss also was ganz Besonderes sein.

Wie soll man das Insiderwissen kennen, sonst würde es diesen Begriff ja gar nicht geben. An sich ist das ja kein Problem, wenn es sich um Interessen handelt, die sich gegenseitig nicht kennen müssen. Wer kann schon alles wissen. Aber wenn sich die Interessen so weit abheben, dass diese Gruppen sich gegenseitig zu stören anfangen; so kann es Konflikte geben, die plötzlich alle etwas angehen. Oder man bekommt es gar nicht mit, weil diese Konflikte sich ja nur zwischen diesen eingeschworenen Interessengruppen abzuspielen scheinen. So sehr aufeinander eingeschworen, dass es abgehoben wird. Das ist ein extremes Machtgerangel, weil extrem unterschiedliche Bedürfnisse nur unter sich im eigenen Clan gelebt werden. Und man weiß das im Clan ganz genau, die lange genug dabei sind.

Ich spreche also von Clans, die unter allen Umständen etwas zu verbergen haben. Zum Vergleich nenne ich einen harmlosen Fußballverein, in den man jederzeit eintreten und auch wieder austreten kann, und wenn man möchte, ganz easy auch wieder eintreten. Von diesem gesunden Gemeinwesen spreche ich nicht. Das gesunde Gemeinwesen bedeutet ja, dass ich mir beispielsweise verschiedene Gymnastikgruppen ansehen und teilnehmen kann, was das Insiderwissen der Gymnastikgruppe anbelangt auch ganz unproblematisch ist. Egal, ob das ein Tennisspieler wissen muss oder nicht. Man kann offen über den Sport sprechen. Nichts Geheimes ist das.

Es geht um Spaß und harmloses Kräftemessen. Warum sollen solche Vereine auch in Konkurrenz miteinander treten? Das Kranke, das aber aus abgehobenen Interessen erwächst, ist die Zucht. Man bildet sich ein, etwas Besonderes zu sein. Der Verein erhebt diesen Anspruch aus DEM VEREIN selbst. Alle anderen Vereine zählen nicht. Tunnelblick. Denn wären sie gleichwertig, wäre der eigene Verein ja nichts Besonderes. Das zeigt doch, dass ein Minderwertigkeitskomplex so entsteht, dass nur die Vereinsmitglieder unter sich selbst sich legitimieren, etwas Besonderes, und zwar besser als jemand anderes, als dieser andere Verein, zu sein. Anders funktioniert deren Besonderheit nicht. Ich für mich selbst etwas Besonderes? Woher denn? Da fehlt ja mein Verein. Das geht gar nicht. Sie müssen diskriminieren, denn daher kommt die Nahrung aus der sich der Verein stärkt. Andere (Vereine) schlecht machen, erst dann ist man ein wichtiger Verein. Wichtigtuerei.

Aber auch das kann passieren, und ist nicht die Gefahr an sich. Dass man vergleicht, ist normal und auch, dass man darüber spricht. Aber der Verein, den man kritisieren möchte, der sollte auch davon wissen. Da ist die direkte Kontaktaufnahme gefragt. Wird man sich aber gar nicht einig, dann kann man ja das eigene Vereinsleben weiter pflegen und auch mal schimpfen, was andere Vereine nicht so hinbekommen, wie man selbst meint es besser hinzubekommen. Aber dann sollte man den anderen Verein auch in Ruhe lassen und nicht unter der Öffentlichkeit schlecht reden oder Personen dazu benützen versuchen, um die Möglichkeit zur Teilnahme auch an anderen Vereinen (von diesem einen Verein als schlecht bewertet)  zu vermiesen. Ganz schlimm sogar, wenn den eigenen Vereinsmitgliedern diese Möglichkeit verbaut wird. Drohungen können subtil sein. Denn auf gar keinen Fall sollte ein Gruppenprogramm daraus werden. Die Gruppe entwickelt regelrecht ein Programm, um einen anderen Verein in aller Öffentlichkeit bloßzustellen, immer wieder und wieder, dieses Programm regelrecht abzuspulen. Man verliert aus den Augen, dass es um den eigenen Sport geht und nicht um andere Sportarten, die einem nichts antun, sondern genauso spannend sind, auch wenn sie noch so abstrus oder sogar gefährlich auf den eigenen Verein wirken. Was können die einem Verein anhaben, der von sich selbst überzeugt ist, das Richtige zu machen. Man hat dann eine Vorbildfunktion, wenn man es selbst vormacht und nicht schlechte Vorbilder braucht, um dann der Meinung zu sein, dass man erst dann ja besser ist, wenn es einen Schlechten gibt, den ich notfalls dazu mache. Wer vorher etwas erst schlecht machen muss, der ist von sich selbst nicht genug überzeugt. Was anderes ist es ja nicht, wenn dann sich ein anderer wehrt, weil er erst später merken kann, was da gegen ihn im Hintergrund abgelaufen ist. Wenn er sich dann wehrt, klar dass man dann ja den Grund hat, warum der sich Wehrende schlecht ist. Das ist nämlich unangenehm, wenn einer sich auf die Hinterbeine stellt.

Ein paar mörderische Gedanken? Aber nicht im Verein!

Sozusagen, weil ich mir nicht den Arm gebrochen habe, bin ich besser als der, der sich den Arm gebrochen hat. Weil ich stark sein will, haben die anderen schwach zu sein. Weil ich schön sein will, haben alle anderen hässlich zu sein. Oder weil ich viel einstecken musste, müssen andere das auch mal erfahren. Es tut denen doch keinen Kratzer, so viele Kratzer, wie ich selbst schon habe.

Sogar, weil ich KEIN Mörder bin, bin ich besser, weil ich einen DAUERPLAN gegen alle POTENTIELLEN MÖRDER aufstelle, ein Manifest gegen Mörder, das nur das im Sinn hat. Das Manifest. Warum heißt nur noch DARUM. Einfältige Ansichten sind das. Weil alle anderen, außer ich selbst, potentielle Mörder sind. Alles Schlechte kann einfach den anderen zugeschrieben werden. Keiner soll sich da sicher sein. Man sucht sie sich einfach mal so aus, nach Tageslaune. Wenn man nicht versteht, warum ein Apfel faul geworden ist und nur den faulen Apfel von außen sieht und nichts daraus lernt, weil der Apfel nicht sofort wieder heile werden kann? Mann kann sein Leben lang faule Äpfel verurteilen als faule Äpfel. Aber verstanden, wie es dazu kam, dass man den Baum nicht richtig pflegt, deswegen man die faulen Äpfel erntet. Oder die Umwelt gar nicht sieht, wie sie auf den Apfel einwirkt? Hagelschaden oder was weiß ich? Als ob nicht selbst auch ein Apfel einen Grund hätte zu faulen. Ein fauler Apfel wird zum Krieg oft zwischen Menschen. Dann sagt man sich – und das nur wegen eines Apfels. Sie merken ja selbst, wie blöd das ist. Das es um etwas ganz anderes geht, als um einen faulen Apfel. Klar, wenn man den Grund nicht wissen will, dann sind alle Äpfel von vorn herein faul. Und wehe auch nur ein einziger fault, dann habe ich das ganze Versagen zu tragen. Überverantwortung ohne Zeit, nach Gründen zu suchen, ist Gewalt. Um Gründe zu finden braucht man Zeit und Geduld und den Willen, diese Gründe, die schlecht sind, zuerst einmal, dann umkehren zu können in etwas Gutes. So dass man selbst davon profitiert. Man tut es gewiss für sich selbst auch.

Ich meine das auf den Menschen bezogen so, dass man schon mal die Geschichte, den Lebenslauf, auch von Mördern, verfolgen muss. Das Geschehniss auf die Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit übertragen zu können, was man aus der Geschichte dieses Mörders erkennen konnte. Wenn man aber gar nichts erkennt, wie ein Mensch sich zum Mörder machen lässt, weil er Chancen nicht gesehen hat, ohne es auch nur einmal zu versuchen, ein Problem anders als durch Mord aus dem Weg zu räumen. Man kann nicht sofort über Mord urteilen, wenn man selbst nicht einmal einen Versuch unternommen hat, sich für Lebensläufe von Mördern zu interessieren. Mord ist keine Lösung, das weiß jeder. Aber wer nach Mord nie nachfragt oder mit Gewalt ein Unrecht und einen Mord durch einfaches Wegsehen der eigenen Tat oder des Wissens über die Tat  als Grund ansieht, sich keine eigenen Gedanken darüber zu machen, sondern alles nur in der Gruppe bestätigt braucht, der braucht auch noch eine Bestätigung von Gruppenmitgliedern, dass der Mord auch wirklich passiert ist. Wenn nur im eigenen Klungel über Blamagen und Schanden gesprochen wird, dann bleibt es immer im Verborgenen. Das ist Mord mit Verschleierungsabsichten. Und dann ist man völlig weg vom eigenen Gewissen. Das Gewissen ist ja die Gruppe. Man braucht immer einen Background, der alles so bestätigt, auch wenn es falsch ist, weil man es selbst nicht mehr feststellen kann, weil alles mit der Gruppe verwoben ist und was die so alles erzählen könnten und was man sich so erzählt, ist ja dann schon als wahr vorprogrammiert, ganz sicher und bequem. Ist es NICHT, weil man sich ja dann selbst aufgibt. Man ist doch dann nur noch eine Marionette, die davon abhängt, wie gut die Gruppe ist. Eine Gruppe die immer gut ist, die gibt es nicht. Das ist Fakt. Da muss man sich immer wieder von abgrenzen. Eine Gruppe, der das nicht passt, dass man seine eigenen Wege geht, ist eine falsche Gruppe, die einen schneller als man denkt, wieder fallen lässt. Insgeheim weiß man das auch selbst sehr gut oder spürt es eher, wenn man keine Angst hat davor, alleine für sich die Dinge zu klären, die einen stören. Sehr gerne auch mal außerhalb von immer diesen selben Gruppen.

Oder wenn man sich dann auch noch eine Ohrfeige einfängt, weil es anderen nicht zu passen scheint in dieser komischen Gruppe, oder sie mit Nachteilen droht, dann weiß man ja, was man von der Gruppe zu halten hat, wenn sie nur Ohrfeigen verteilen kann. So etwas kann man nicht mitmachen, wenn man sich was wert ist. Und wenn einem Worte zu blöd sind, dann kann man darüber sprechen und immer noch behaupten, dass sie blöd sind. Will das die Gruppe aber überhaupt nicht hören, dass man das Geschwätz in der Gruppe blöd findet, dann hat man das Recht, auch mal ein ganz anderes Ding zu machen, wovon die Gruppe gar nicht immer alles wissen muss. Eine Gruppe, die so ein Verhalten als beleidigend ansieht, die versteht nichts von Freiheit. Aber die Entscheidung, die muss für einen selbst die Richtige sein. Hören kann man immer, aber entscheiden kann man das nur für sich selbst. Gerade deshalb, weil man weiß, dass man hinterher immer schlauer ist, auch wenn man Fehlentscheidungen trifft, hat man das für sich selbst zu verantworten. Verantwortung ist das doch nicht, wenn man sich immer nur für die Gruppe verantwortet, wenn einem das, was dort als Verantwortung gepriesen wird, für einen selbst sich gar nicht als richtige Verantwortung anfühlt. Dann stimmt doch was nicht. Und dann entscheidet man das eben alleine mal.

Wenn es immer die Gleichen sind, die sich in einer Gruppe hervortun. Und diese Gleichen einem Vorschriften machen, die einem selbst nicht gefallen. Frage: Ist es dann die Gruppe, in der man selbst lebt, oder ist es eine fremde Gruppe? Spätestens dann, wenn man eine fremde Gruppe dafür verantwortlich macht, was einem in der ganz eigenen und persönlichen Gruppe nicht passt. Dann hat man mehr Angst vor der eigenen Gruppe als vor einer fremden Gruppe. Aus Angst weicht man aus, weil man Schutz sucht, aber es ist wichtig, die eigene Gruppe zu verlassen, anstatt fremde Gruppen nur der eigenen Gruppe zuliebe zu beschuldigen, obwohl man weiß, dass die eigene Gruppe im Unrecht ist. Selbst dann, wenn man meint, man lebe ja nur in einer einzigen Großgruppe, außerhalb dieser Großgruppe gibt es ja keine Gruppe sonst noch? Was hilft es dann einem weiter, wenn man den Zwang für sich selbst nicht löst. Einen Plan gibt es nicht. Es gibt nur Tage ganz für sich selbst. Man denkt sich seinen eigenen Teil dazu. Dazu braucht man sich keinen Feind einzubilden. Man kennt in bereits doch. Man braucht keinen weiteren. Warum denn das? Solange man doch gar nichts sagt, oder man seine Erfahrungen nicht mitteilt, was diese anonyme Großgruppe alles für Schäden angeblich anrichtet, an dem was man selbst erleiden muss unter einer anonymen Großgruppe. Das heißt ja, dass man die Großgruppe zwar nicht ansprechen kann, weil ich gerade davon ausgehe, dass man denkt, es wäre nur eine Großgruppe. Aber da sind doch Leute dahinter. Diese Leute müsste man mal ansprechen können. Geht aber nicht, weil anonym. Dann hat die ganze Hexenjagd doch keinen Sinn. Das könnte ja nur im Fall eines Krieges so sein. Ein Staat, der fremd ist, weil sich als Staat Personen als fremd nur so abbilden.

Ich wollte nicht über Staaten schreiben, sondern über Vereine und Organisationen.

Ein Staat ist dann nur eine Hülse, weil man vergisst, dass Menschen keine Hülsen sind. Nicht alle Menschen sind Hülsen. Aber es ist schrecklich, wenn Menschen zu Hülsen werden, denn die Gruppen, wie es ja Vereine und Organisationen auch sind, die nur von Vorschriften leben, das sind reine Hülsenvereine. Die Hülle ist das, was den Verein umgibt, und innen drin ist nichts. Weil keiner es ausspricht, wenn einem was nicht passt.

Ich schreibe in diesem Text über Feindschaften in Gesellschaften und wie ich darüber denke, wie es dazu kommen kann, dass Feindschaften eine gefährliche Grenze schnell mal einfach so überschreiten können, wenn man nicht spricht, sondern nur Vorschriften macht. Und diese Vorschriften sind dann keine guten Regeln. Warum? Weil nicht alle Teilnehmer in dem Verein darüber wissen dürfen. Ab und zu mal als Lockmittel, um den Verein als Ganzes zusammenzuhalten. Aber es gibt sofort böse Kritik, wenn einer mit den Happen nicht einverstanden ist, und die Vorschrift dann nicht diskutiert werden kann. Weil es ein Beschluss ist. Beschlüsse kann man nicht zurücknehmen aus Gründen der Lächerlichkeit, dass Beschlüsse nicht halten. Beschlüsse müssen halten müssen. Und weil der Verein das weiß, kann man das als weiteres Instrument benützen, um aus dem Verein etwas ganz Besonderes zu machen, damit man den Unsinn von Beschlüssen nicht mehr ändern muss. Die Beschlüsse die gut sind braucht man ja nicht ändern und schlechte Beschlüsse gibt es nicht im Verein, im Superverein, der diese Beschlüsse gefasst hat. Alles konzentriert sich nur noch auf die richtigen Beschlüsse und wer diese macht und wer die Legitimation dazu hat. Ein Beschluss wird zur Farce, wenn man ihn als Druckmittel gegen andere benützt. Das ist wie eine kalte Ethik ohne Herz. Die Regeln werden durchgezogen. Das ist dann auch wieder der Punkt, wo der Spaß dann aufhört. Andere, die den Spaß aber haben, denke sie dann? Wir machen und die anderen haben Spaß. Und machen auch noch? So entsteht die Konkurrenz und der Verlust des Überblicks im eigenen Haus. Das Innere meint man am Äußeren zu sehen. Dabei sieht man nur die Hülle und das Innere nicht mehr.

Wollen alle einen Verstoß gegen die Vorschrift nicht diskutieren, oder nicht mal wissen warum und ob, dann stimmt was nicht. So wird mit Regeln und Vorschriften falsch operiert. Das nennt man jemandem was in die Schuhe schieben. Und das ist die ganze Kunst, die ein solcher Miesmacherverein darauf hat. Sogar unter eigenen Gruppenmitgliedern. Wer war alles am Beschluss beteiligt? Ist der Beschluss schuld oder die Beteiligten? Oder wer hat jetzt ein Problem? Es liegt gar nicht so sehr am Beschluss, es liegt nur im Umgang mit dem Beschluss. Nicht immer Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. Dienst kann auch mal Schnaps sein und Schnaps auch mal Dienst. Daran zeigt sich die Ernsthaftigkeit gar nicht, mit der der Verein seine Interessen wahrnimmt. Wenn der Geltungsdrang so hoch ist, dass das der Verein bemerkt, dann hat man plötzlich Probleme mit den eigenen Beschlüssen. Wie beim Sport, wenn die Mannschaft sich selbst nicht mehr mag, dann liegt es nicht am Fußball, das Spiel hat sich nicht geändert, sondern die Einstellung zum Spiel. Aus Geltungsdrang und Gewinnsucht und aus Machtinteressen und jeder will der Beste sein. Die Mannschaft taugt dann ja auch nichts mehr. Dann glotzt man lieber auf die fremden anderen Vereine, was ist los mit der Nachbarschaft, mit anderen Parteien und so weiter und so fort. Und diese, wehe diese sind besser. Dann muss man die eigene Schwäche, die man gerade mit dem Verein hat, auf andere Vereine irgendwie umwälzen, weil man den eigenen Verein am zersplittern sieht. Und das nur aus Geltungsdrang und weil der Spaß am Spiel nicht zählt, weil entweder Spiel oder Ernst, aber beides zusammen geht gar nicht. Dann bleibt die Not übrig. Ernst ist sehr wichtig, aber Spaß  auch. Wie Trauer und Frohsinn. Immer nur Fröhlichkeit – wie langweilig. Immer nur Trauergesichter? Ja das versteht sich ja von selbst. Aber es muss sie geben, auch diese Trauergesichter. Nicht immer nur die Besten und die erste Klasse. Aber der Drill wird gepflegt. Die Geltung muss stimmig sein. Sonst taugt der ganze Verein nichts.

So machen sich die ganzen Gesellschaften, Organisationen und Vereine, selbst den Druck, bis sie unter der eigenen Last zusammenbrechen. Wo noch mehr antreiben, wenn die Luft raus ist? Man wollte ja immer nur besser sein als die anderen, und hat sich selbst freiwillig vom ganzen Vergnügen, das man hätte haben können, ausgeschlossen. Da sind welche, die haben das Vergnügen und nehmen sich Dinge raus, die sich der eigene Höchstleistungsverein niemals erlaubt hätte. Nur, weil der Verein, der funktioniert, stärker ist, als der Verein, der den Boden verloren hat und das Kartenhaus zusammenfällt, braucht man nicht glauben, dass es ein Spiel des Vergnügens ist. Es ist ganz nüchtern nur so, dass ein Verein funktioniert ohne mit Missgunst auf andere Vereine zu schielen. Ein Narzisstenverein, ohne Neid und Missgunst. Das kann genügen. Aber genügsam ist er sogar vielleicht auch noch? Und zufällig hat er auch noch Erfolg damit, sehr großen Erfolg, weil alle Mitglieder sich wertschätzen und untereinander nicht konkurrieren, so glücklich und selbstvergessen und ohne mit Neid auf andere Vereine zu schielen. Und damit haben die auch noch Erfolg und wir strampeln uns immer ab? Ja, so schürt man Neid, aber ein ehrlicher Erfolg, nur weil man mit einem zufriedenen Verein Erfolg hat und glücklich ist, das schürt nur Misstrauen bei sehr großen Neidern. Groß im Neid. Vielleicht klappt es ja mal wieder.

Ich rede hier also von diesen ja nur Fehden und Grabenkämpfen, ja unter diesen Betriffen läuft das doch so. Oder? Man ist halt einfach nur etwas verfeindet untereinander. Kein Krieg, kein Gebrauch von Schusswaffen oder Kriegsgeräten. Ja, davon rede ich hier. Ich rede nicht von KRIEG. Aber ich rede von konkurrierenden Gemeinschaften. Diese destruktiven Verhaltensweisen. Klatsch und Tratsch, wo nichts dahinter steckt, außer das, dass man was schlechtes zu tratschen hat. Weil es Leute gibt, die immer gleich eine größere Gruppe für eigene Vorteile missbrauchen wollen. Sie sind auf eine große Gruppe für ihren Aktionsradius angewiesen. Sonst haben sie nicht diese Geltung, die sich brauchen  und mit diesem Trick der Beeinflussung wenden sie sich an Leute, die sie unbedingt mit Treu und Glauben an ihre Gruppe festbinden wollen. Das ist so ja auch in Ordnung, aber wenn man sich mal einmal einen Schritt daneben bewegt. Dann ist man ja gleich wieder vergessen. Aber das hatte ich ja schon. Also eher Soziopathen oder Leute, die zu solchen werden können. Ich verwende diesen Begriff Soziopath, weil sich hinter dem Planen der Zerstörung von Lebensläufen ein soziopathisches Verhalten entwickeln kann, dass ja seine Gruppendiener braucht. Ohne Lakaien gäbe es auch keine Soziopathen, die sich zu ganzen Organisationsgeflechten zusammenschließen. Wieviel Angst müssen diese Trägerschaften eigentlich vor sich selbst haben. Alles nur aus Angst, man könnte mal seine eigene Spezies des Soziopathen entlarven, dass mit diesem Verhalten immer nur sich selbst um sich scharen wird. Dann ist er von Soziopathen umgeben, die er bekämpfen muss. Aus Angst vor den Gruppen, die er ja anlocken wollte, und es nur die größten Schleimer geschafft haben. Aber die schleimen nicht nur, die wollen sehr bald mehr. Das mach ja dann Angst und bringt auch unter den anderen Schleimern ein Konkurrenzverhalten, dass die ganze Organisation zum Wackeln bringt und obendrauf sitzt der Soziopath, der meint er hätte eine geniale Idee gehabt. Aber es wackelt und deswegen muss man sich um so mehr nun behaupten. Die Gruppen müssen spuren, sonst fliegt das alles zusammen. Das muss kontrolliert werden. Klar, denn die Konkurrenz ist groß.

Er ist sich sein eigener Feind und merkt es nicht. Er holt sich den Kontrollwahn, den er eigentlich nicht will. Aber er muss zeigen, dass er das größte Wissen hat. Zeigen muss er es und die anderen müssen es zu spüren bekommen. Nur keine Aufklärung. Man wird unter solchen Leuten selbst zum Egoisten. Ich sage, dann Abstand, großen Äbstand. Geht es aber nicht anders, dann kann es ein Abschied sein. Denn es wird ständig versucht, die Schäflein um sich zu sammeln, die artig spuren müssen. Und vor allem wird bei solchen Leuten mit Schwächen gearbeitet. Was soll da eigentlich Erfolg sein. Wo alle nur Gut sind, da gibt es keine Schlechten. Ich muss nur viele für Gut befinden und das den Schlechten immerzu zu Gehör und Augen bringen. Seht her, wie da selektiert wird. Die Guten wissen es vielleicht nicht einmal selbst. Die Schlechten wissen es nicht, dass die Guten es auch nicht wissen. So erzeugt man Feindschaften untereinander, die schön böse mit sich beschäftigt sind. Und der Giftstreuer hat seine Ruhe. Ich glaube sogar, dass er aus der Not, dem Geltungsdrang, eine Tugend macht, aus der Tugend wird ein Vergnügen. Denn warum verzichtet er eigentlich nicht auf seine ganze Mannschaft? So geht man nur mit einer Mannschaft um, die eher ein Störfaktor ist, den man aber aus Prestigegründen braucht, nur so als Bestätigung. Man ist doch derjenige, der da noch viel bessere Möglichkeiten hat. Zumindest sieht man sich selbst so. Weil diese besseren Möglichkeiten, diese werden in einer anderen Gruppe ausgelebt. Was heißt ausgelebt? Da bin ich dann einer, der sich wieder behaupten muss. Aber anders. Da werde ich bald erfahren, dass es Gute gibt, die besser sind. Und dass es … dasselbe, nur eine andere Gruppe, aber das Niveau, es ist gleich dumm. Und dieses Vergnügen ist kein Spaß. Man lässt die eigene „Sau“ in fremden Gruppen raus. Und in der eigenen Gruppe zählt nur die Behauptung und der Ehrgeiz. Und Aufpassen, dass man nicht in das Töpfchen der Schlechten gerät. Die Guten in der Gruppe sind wachsam, strebsam, munkeln viel und schunkeln nur bei großen Feiern, wo sie das Gefühl haben, dass sie auch untereinander gesehen werden. Man kennt sich ja.  So wie oben so wie unten. Ich sehe das bei allen Menschen so. Gruppen, die sich dumm verhalten.

Es reicht mir dann auch mal lieber mein eigener Feind und Freund zu sein. Oder lieber bin ich ein Narzisst, der an sich selbst denkt oder mit sich selbst denkt, als mich einer Gruppe anzuschließen, die immer nur hören möchte, wen ich nicht leiden mag. Und das ist dann das täglich Brot? Ohne mich. Denn wenn ich sagen möchte, wen ich nicht leiden mag, dann ist das uninteressant. Es ist nur interessant, wenn ich auch vorher danach gefragt werde. Ohne mich, kann ich da nur sagen. Oder das schaukelt sich ja dann gerne gegenseitig hoch. Du sagst mir, wen du nicht magst und ich sage dir, wen ich nicht mag. Aber du mußt eine Person nicht mögen, das Thema drum herum ist doch wurscht eigentlich. Weil, wenn ich dann ausschweife, dann fehlt die Zeit oder sonst was. Und wir haben den Grund unserer Freundschaft im Nichtmögen von Leuten. Das ist spannend, es muss immer einer da sein, den man mal in die Mangel nimmt. Dazu braucht man dann eine Gruppe? Das ist das Leben und dann kommt nichts sonst noch? Nur dieser Plan. Also ich denke schon, dass es Leute gibt, denen was fehlt, wenn sie meinen, daraus ein Aktionsprogramm machen zu müssen. In der Gruppengemeinschaft reicht das Nichtmögen, aber Zeit zum Reden, das haben diese Leute nicht, das wäre Arbeit. Es scheint wichtigere Arbeit zu geben. Und zwar diese, mich zu kontrollieren, wen, welche Personen ich mag und welche nicht. Die Personen, die man nämlich mag, die sind interessant. Also ich verstehe es nicht. Das kann echt gefährlich werden. So werden gute Verbindungen gestört. In Gruppen ist das eine zielsichere Methode. Ich glaube, das funktioniert, dass es Leute gibt, die wissen, wie man Feindschaften dort schürt, wo keine sind. Und deswegen sind mir Gruppen ein Gräuel. Weil sobald es mit Prestige zusammenhängt. Die Obdachlosen, da weiß ich nicht. Wäre witzig, wenn es dort diesen Mist auch noch gibt. Nee, die sind ja das wirkliche Schlusslicht in der Kette. Aber wenn es viele Schlusslichter werden? So gesehen auch wieder falsch gedacht. Denn es ist der Fehler, dass Minderheiten ja sowieso leicht übersehen werden.

Aber ich möchte damit was ganz anderes erreichen. Dass das aufhört, dass Gruppen getrennt leben, und Wert darauf legen, getrennte Gruppen zu sein. Denn es zeigt ja, dass was nicht stimmt. Aber dazu braucht es Präsenz von allen Seiten und nicht ein Versteckspiel der Gruppen untereinander. Wenn das nur Szenen sind, aber keine Gespräche zwischen den Szenen. Das würde ich mir wünschen, dass es nicht nur immer um die Show geht. Dass Gespräche anstrengend und langweilig sind. Es winkt der Gewinn nicht. Es winkt die Enttäuschung. Warum sind zerstrittene Gesellschaften so zerstritten, dass sie sich immer weiter zerstreiten? Ich halte mich da immer gerne raus, weil ich weiß, wenn das nur dazu dienen soll, dass der Streit das Leben ist? Aber nachdenken muss ich darüber, weil der Mensch so nicht ist. Es sei denn ein solches Verhalten wird hochgezüchtet. Und diese Vermutung muss ich mal sagen, dann sage ich das auch so, dass mir das nicht gefällt. Dann meidet man mich auch gerne und sagt mir das auch. Ja dann meidet man mich eben, aber sagen muss ich es. Eine Frechheit ist das, ich behaupte, das Menschen hochgezüchtet werden. JA. und Punkt.

Ich bin schon diese Art Mensch, die schnell begeistert sein kann, aber auch schnell  wieder Schluss macht  mit Begeisterung. Ich brauche meine Zeit und lasse mich nicht einspannen vor einen Zug, der so sehr immer auf ein Gleis auf ist. Ich brauche meine Nebengleise. Also diese Art kann man dann als einen Narzissten oder Egoisten bezeichnen. Deswegen bin ich auch in dieser Fase, dass ich Gruppen so kritisch beäuge. Also eben lieber dann mal mein eigener Feind und aber dann auch tschüss Gruppe. Was ist besser? Ein Einzeleigenbrödler oder Gruppeneigenbrödler. Gruppen, die sich nur als Gruppe definieren? Keine Eigenbrödler? Immer wieder spüre ich, dass ich aber betonen muss, dass ich wirklich nur das extreme Verhalten meine. Wo diese Extreme nicht sind, ist ja alles in Ordnung. Darüber will ich nicht schreiben jetzt. Vielleicht ein anderes Mal. Ich brauche gerade den Stress, dieses schwierige Thema für mich mal auseinanderzunehmen. Ich mache keinen Plan draus. Ich brauche auch wieder andere Themen. Aber trotzdem ist mir dieses Thema sehr wichtig. Ein Beitrag zum Frieden soll es sein.

Sklaventreiber

Ich glaube, dass es vielleicht ein Denken unter Leuten gibt, das auch wie folgt entstanden sein könnte: Man meint zwar, sich in einer anonymen Masse zu bewegen, aus der man sich selbst ausgeschlossen hat, weil man feststellt, dass da was fatales und gefährliches für einen selbst passiert ist. So versuche ich es mir gerade vorzustellen, wenn man unter einer Schreckensherrschaft von Sklaventreibern leben muss. Also ich schreibe nun wirklich wüst. Aber so was muss man sich eben auch mal vorstellen können. Vom Vereinsleben lande ich jetzt bei den Sklaventreibern. Aber eine Sklavengemeinschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie es nicht nötig hat, sich gegenseitig noch Vorschriften zu machen. Es sei denn, sie meinen, dass sie sich dadurch Vorteile erhaschen können, wer sich herausschält und sich beim Sklaventreiber selbst einschleimt. Alternativen wären dann nur diese beiden: Entweder einschleimen oder ein endloses Leiden. Das Einschleimen dann als einzigste Chance vorzuziehen, sozusagen. alternativlos ist das ja dann wirklich.

Aber da komme ich nun zu einer Ethik, die an ihre ethischen Grenzen selbst stößt. Das ist zu abstrakt. Es driftet mir ab in eine kalte Ethik ohne Herz. Verstand? Ich zweifle gerade selbst und möchte hier einen STOPP machen.

Man findet wieder andere Wege mit Menschen, die sich nicht nur in solchen Großgruppen wohlfühlen können oder sogar meinen, es zu müssen. Ein Wohlfühlen ist das nämlich gar nicht, sondern nur ein behaupten wollen, dass man nur in der Gruppe was taugt, die gegen andere Gruppen ist. Dann müssten eigentlich spätestens dann die Alarmglocken schrillen. So als ob man gute Menschen einfach herstellen könnte wie ein Produkt. Ich entscheide mich, wie ich will und brauche dazu kein menschliches Zweitprodukt, das mir nach der Pfeife tanzt. Lieber bin ich selbst eine Pfeife und lasse mich als diese von den Herrschaften bezeichnen. Als Narzisstenpfeife von mir aus. Brauche ich Menschen, die ich meine, mir so herstellen zu müssen, dass sie nur nach meinen Regeln funktionieren? Oder wären das ja dann nur Leute, die nicht wissen, wie sie ihre eigenen Regeln aufstellen sollen, deswegen laufen sie mir ja dann hinterher? Und das ist der Fehler. Da muss man einfach mal über Fehler sprechen, auch über schreckliche Fehler. Wie würde das aussehen, wenn jemand einen Mord für gut heißen will, und andere erst mal so sehr in den Bann zieht, weil sie denken, diese Regeln gefallen uns. Das geschieht aber erst, wenn man über den Tathergang spricht, die Entwicklung. Da steckt immer eine Entwicklung dahinter. Lange hat man diese Regeln einfach akzeptiert. Immer nur einseitige Regeln, man selbst bestimmt ja gar nichts für sich selbst. Es zählt das Regelwerk. Und in diesem gut laufenden Regelwerk, funktioniert es ja auch gut mit Regeln, würde plötzlich ein Mord passieren. Aber das ist dann zu anstrengend. Da will man gar nicht erst hinschauen. Man bleibt ja unberührt, völlig unberührt, weil mit der richtigen Zucht (damit meine ich die Regeln), braucht man diese Regeln nicht neu einzupauken. Sie laufen ja von alleine, weil eingeschliffen. Und da passiert es – ein Mord – mitten unter eingefleischten Regeln, die immer funktioniert haben. Was für eine Schande. Als ob man das ausrotten könnte oder wollte, durch Totschweigen. Man muss sagen, was brutal ist. Ein Mörder ist brutal und nichts anderes. Und man muss den Ablauf regelrecht auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. Dann hat man es immer noch nicht verstanden, wie will man es auch verstehen. Aber besser als gleich totschweigen. Totschweigen eines Mordes ist die kalte Schulter zeigen und Abgehobenheit. Die kalte Schulter macht das Schreckliche unsichtbar. Und es muss immer wieder unsichtbar gemacht werden als nur einmal den Mut zu haben, dass man den Mord beschreibt, anstatt so zu tun, als ob es ihn nicht gibt. Jeder Mörder hat das Recht, als genau das bezeichnet zu werden: Er ist ein Mörder. Und die Chance besteht für ihn darin, sich zu erinnern, dass er ein Gewissen haben kann. Ich spreche ja nicht von Notwehr, weil ein tödlicher Angriff stattgefunden hat. Wer angegriffen wird bei Leib und Leben, der muss darüber sprechen können. Also man muss den Vorgang sehen. Es gibt doch gerade nicht immer nur den Fall, dass einer ein Gewehr dabei hat und schießt und dann der andere sofort auch ein Gewehr zückt. Das wäre wie im Wildwestfilm. Ich versuche es pauschal zu beschreiben, was für mich schwierig ist, wie und was es mit Gewalt auf sich hat. Man muss die Geschichte der „Mitspieler“ kennen, wieviele Personen und den ganzen Zusammenhang, um was es denen dabei eigentlich ging. Der Mord ist doch erst der Supergau, weil man zu lange nichts bemerkt hat oder einfach ignoriert hat. Oder ich behaupte, es gibt sogar diese ganz Bösen, die gerne von Mord und Totschlag reden, nicht weil sie helfen oder verstehen oder wütend oder traurig darüber sind. Auch nicht sonst irgend etwas. Sie mögen das, wenn ein Mord passiert. Dann sprechen diese Leute und erzählen sehr genau. Aber sobald man dauernd nachfragt. Das geht diesen Leuten dann gegen die Hutschnur. Sie wollen nur Mitleid für sich selbst. Oder es gefällt ihnen, wenn man hysterisch erst einmal drauf reagiert. Aber dann wieder die gespielte Hysterik. Ich meine so macht man sich sogar noch mit Absicht über einen echten Schock lustig. Dann spielt man eben einen und weiß in der Gruppe unter sich, dass der Schock gespielt war, nur der Geschockte selbst, ist eigentlich ein Dummchen, weil er sich unter solchen Leuten zum Dummchen macht, wenn sie den Schock einer fremden Person, nicht sehen, sondern nur den in der eigenen Gruppe. Alles draus raus muss eigentlich egal sein. Trotzdem wollen sie aber was hören, wie man darüber denkt. Spricht man dann ausführlich und auch mal stellt man doch Fragen, dann kommt eine Überforderungssituation. Und irgend einer ist immer die Nervensäge.

Aber ich will den Mord als Extrathema in meinem Text sehen. Es ist ein Sonderkapitel. Ich will hier von Gewalt sprechen, die sich zeigt, und das nicht erst bei Mord, Krieg und Sklaventum. Obwohl das ja als das mit am schrecklichsten von Gewalt ist. Gewalt ist immer schädlich, und gerade nicht nur, wenn es zu einem Mord kommt. Gewalt ist nur Mord? Wer so denkt hat einen Kurzschluss. Gewalt ist die ständige Missbilligung von Menschen, die Zerstörung von allem, was bedeutungsvoll für das gute Zusammenleben ist. Es läuft Schritt für Schritt. Das sagt ja, dass es ein Programm ist, das sich mit Banalitäten abgibt und diese so aufbläht, weil man immer dran weiterspinnt. Man merkt gar nicht, dass man am falschen Programm strickt. Es reicht dazu völlig aus, immer nur auf die gleichen Personen oder Personengruppen einzudreschen – mit Worten. Und dann ist es für Außenstehende schwierig, denn das Insiderwissen hat man nicht mitbekommen.

Also komme ich von meiner Abschweifung jetzt mal wieder zurück auf das harmlose Kräftemessen und den Spaß. Darum geht es doch in einem Verein. Es geht um das Thema, das man haben muss, das Interesse am Sport, an der Musik, an dem Gespräch, denn das ist der Anlass, weswegen man sich trifft. Man denke einfach mal so, wie man das früher gesehen hat. Oder jetzt oder sich für die Zukunft wünscht. Wem das nicht gefällt, der ist doch irgendwie im falschen Verein. Ich glaube, dass das die Vereinsmitglieder gar nicht merken wollen, wenn etwas im eigenen Verein nicht stimmt. Es stimmt dann nicht, wenn man sich einbildet, dass dieser Verein nur dann etwas Besonderes sein kann, wenn es andere Vereine gibt, die unbedingt schlechter sein müssen. Warum? Ist man unzufrieden, dann muss man das am Verein selbst ändern, und zwar am eigenen. Oder traut man sich im eigenen Verein nicht einmal darüber zu sprechen? Oder dann tretet aus und gründet mit anderen Leuten, die jetzt besser und interessanter wären, einen neuen Verein oder tretet in einen neuen Verein ein, der schon existiert. Warum in einer Schleimspur hängen, die langweilig geworden ist. Es haben sich nur Bedürfnisse geändert, kein Grund zu verweilen, sonst sieht man dann wirklich nur noch eine Schleimspur, weil man sich zwingt dort noch mitzuhalten. Durchhalten wollen, ja und dann sich wundern, wo der Spaß geblieben ist. Ja da muss doch ein anderer Verein schuld sein?? Es wäre ja eine Schande, den eigenen Verein aufzulösen oder einfach mal neuen Wind reinzulassen?? Weil ja alles geheim sein soll?? Und was und wer aus der Form fällt, der fliegt?? Der muss rausfliegen, unbedingt?? Hilfe – ein Fremder, der die Geheimnisse unseres Vereins in Erfahrung bringen könnte?? Warum diese Angst? Weil ich die Vermutung habe, dass diese Vereine mit Schwächen geradezu arbeiten. Sie haben so sehr Angst davor, dass das andere ja auch machen könnten. Deswegen diese Schutzmauer. Da ist jegliche Neugier auf einen echten Austausch, ein ehrliches Gespräch erloschen. Sie heucheln Interesse, aber wer nicht schnell genug zurückheuchelt, der hat ganz ganz schnell verloren. Denn so funktioniert das. Man muss aufspringen und freundlich gesinnt sein. Und eine Wichtigkeit zollen, die sich in Gegenwichtigkeit zollt. Macht man einfach nicht mit, weil man mal solche Leute eben als Wichtigtuer ansieht, die ja direkt ein Gespräch einfordern. Dann Stelle ich total auf stur. Dann führen die ein Eigenleben. Aber ohne dass ich jetzt nicht mehr beachten würde, dass sie da sind oder andere gegen Leute, die ich meide, ausspiele. Wenn ich sie meide, sind mir die Leute nicht ganz so wichtig. Ich mische mich aber auch nicht ein.  Das ist nichts schädliches. Es ist nur schädlich, wenn ich eine Verstärkung suche, um Leute zu schädigen, nur durch irgendwelche Unannehmlichkeiten. Aber, wenn ich dann per Zufall mitbekomme, kann vorkommen, dass man was erfährt und will es gar nicht wissen. Aber die Situation ergibt es, dass man beispielsweise im Sommer einfach mehr mit bekommt, weil alles wegen der Hitze offener ist. Ja, dann habe ich nicht das Mitleid, man denkt sich, das Problem hat der an der Backe und nicht ich.  Das ist meine Befürchtung, dass es so sein könnte. Finde die Schwächen deines Gegners oder so ähnlich. Aber das zeigt ja, dass ein anderer immer nur  ein potentieller Gegner ist. Wozu dann Freundschaft? Das wäre eine schreckliche Freundschaft. In einer Freundschaft kann man ja sicherlich genug Schwächen finden, das ist ja ganz normal. Aber dann hat man doch nicht akribisch vorher danach gesucht, mit dieser Absicht, dass man dem anderen gar nicht helfen will, diese Schwächen zu lösen, weil man sich ja eigentlich für Freunde so interessiert, dass mann Schwächen gemeinsam lösen möchte. Nein, man ist nur auf die Schwächen aus, weil man damit einen persönlichen eigenen Gewinn machen will. Also ich spreche das aus, einfach mal so. Oder bin ich zu naiv oder bin ich zu kaltschnäuzig? Also das sind doch Fragen, die nicht egal sein können. Und bei Fremden sind die Probleme dann halt so, dass man es neutraler sieht. Besonders, wenn man nicht ganz genau mitbekommt, was los war.

Wenn dann mehrere solche „Haufen“ entstehen? Klar, dass sie sich gegenseitig behindern und Feindschaften bilden. Mein Ort ist mein Verein und der hat gefälligst was besonderes zu sein. Wenn diese Kleinmeierei eine Kleinmeierei bleibt, bekommt der Nichtvereinsmeier das meist gar nicht mit. Es kommt nur dann ans Tageslicht, wenn es zu schlimmen Exzessen kommt. Plötzlich beginnt man sich zu interessieren und fragt sich, was war da mit diesen beiden oder mehreren Vereinen los? Oder die Reaktionen darauf können auch so ausfallen, dass man sich sagt: „Bitte behelligt mich nicht mit diesen Kinderstreitereien, was sie ja oft auch sind, also eine Aussage die nicht falsch ist. Kann man so sehen. Am nächsten Tag hört man nichts mehr davon oder es war ja nur ein Sturm im Wasserglas.

Wenn sich das im kleinen Rahmen abspielt? Was soll’s? Aber aus dem Kleinen kann auch was Großes werden. Kein Verein, sondern eine Organisation. Und da hört der Spaß auf. Dann müssen sich diese untereinander fremden Organisationen nämlich dringend untereinander verständigen und Schluss dann auch mit Insiderwissen. Ein Insiderwissen, ob gut oder schlecht, muss man preisgeben können. Warum fehlt dann komischerweise der Mut dazu? Weil man zu lange durchgehalten hat und zu lange nicht bemerkt hat, dass eigene Bedürfnisse zu kurz gekommen sind. Man ist ja dabei und möchte nicht das schwarze Schaf sein, das plötzlich ausschert, weil ja seither alles in Ordnung schien und auch war, gewiss auch war. Man konnte es einfach nicht früher bemerken, das ist keine Schande, wenn man es eben jetzt ändern will. Ob das den anderen passt oder nicht.

Das Problem kann ich mir so erklären, dass man fürchtet, ein Ausgeschlossener zu bleiben, weil man sich als Missetäter fühlt. Ja auch bemerkt hat, dass man einer sein könnte oder werden könnte. Es reicht nur das ungute Gefühl, vielleicht auch ein Gewissen. Es stimmt so nicht mehr für mich, sagt das Gewissen. Und es hat Recht.

Ohne Vereine zu beurteilen, aber wenn es welche gibt, die bereits in Misskredit stehen, dann kann es schwer sein mit dem Austritt. Das kann einen dann das Gesicht kosten oder womöglich sogar die eigene Existenz? Was fürchtet man mehr? Das eigene Gewissen, was richtig wäre, aber dann erntet man auch noch Schande, weil man das ändern möchte?

Dann gibt es ja diese vielen anderen ehrenwerten Vereine, die ehrenwerte Gesellschaft, von der bekommt man es dann auch noch doppelt ab. Was ist das dann für eine ehrenwerte Gesellschaft und für ehrenwerte Vereine. Da stimmt es dann doch auch hinten und vorne nicht. Das sollten sich auch mal diese ehrenwerten Gesellschaften überlegen. Diese Gemeinschaft, die sich in Vereinen abgrenzt, einer besser wie der andere. Das ist total oberflächlich. Und dann sich noch wundern, wenn es unter der Oberfläche brodelt? Ja wir wissen das ja alles nicht, wie sollten wir auch? Also das ist dann aber auch Dummheit.Vielleicht weil wir nie gefragt haben.

Gerade dann, wenn Mitglieder austreten wollen, aber von ihren eigenen Mitgliedern mit allen Mitteln daran gehindert werden. Da müssen alle Gesellschaften einen Sprung über ihre eigenen eigenen Schatten machen. Was nützt es, wenn jede Organisation getrennt voneinander vor sich hinwurstelt und die schönen Zielgeraden nur Zielgeraden bleiben? Jeder hat nur immer strikt seine eigene Zielgerade zu befolgen. Weil das ja so super gut ist. Was es nicht ist, denn es ist ein Wegducken und nicht ein Hingucken. Man ist begrenzt, was ich verstehen kann. Denn man macht sich unbeliebt, wenn man auf mehreren Hochzeiten sozusagen tanzt. Aber klare Kante zeigen, das ist nur möglich, wenn man mal über das hinausgeht, was sich immer nur im eigenen Dunstkreis abspielt. Pardon, im eigenen Kunstkonstrukt ist vielleicht besser gesagt. Vielleicht auch bei mir, ich glaube sogar täglich. Aber ich sehe, dass es Kunstkonstrukte sind. Das ist für mich ein Grund, öfters mal darüber nachzudenken. Nur, wenn ich es ständig tue, dann wird es ein Plan. Ein Einfaltsplan. Das ist es, was mich stört an Kulturen, die so offen tun, aber nicht weiter wie die eigene Ortschaft oder gar Familie, Länder oder wo man halt die Grenze setzen mag.

Sei kein Strich und mach mal KEINEN Strich, sondern mach die Kurve. Wenn es nicht anders geht, dann eben ohne diesen Background. Ja, dieser Background, der einen schneller fallen lassen kann als man denkt. Wie eine heiße Kartoffel. Da stimmt doch was nicht am eigenen Klungel. Ich glaube, das ist das Unding, dass Großorganisationen sich nur darüber definieren, dass sie eine Interessengruppe sind und dazu  noch in einen Kampf gegen andere Interessengruppen getreten sind, die meinen, diesen Kampf zu brauchen, schon längst abgehoben davon, was der Grund eigentlich sein könnte. Eine sture Kampfgruppe, die sich verkämpft und am Ende hat man Verschleißerscheinungen und die Scharniere stocken an allen Ecken und Enden oder man ahnt ja schon einen Scherbenhaufen nahen. Also kämpft man immer weiter und weiter und weiß nicht warum. Das ist dann die Dummheit und man schadet sogar mehr noch sich selbst. Nicht solange man noch voll dabei ist, aber wenn man dann den Scherbenhaufen nahen sieht? Dann ist es das Gute daran, dass man diese Dummheit wenigstens erkannt hat. Ober erst muss der Scherbenhaufen nahen. Sonst funktioniert es anscheinend nicht.

Vielleicht ist es ein Fehler, dieses ganze Gruppendenken. Einfach zu viele Köche, die den Brei verderben.

Wie schafft man es, dass es nicht NUR in der Gruppe gut läuft, sondern auch außerhalb der Gruppe? Die Uhr tickt. Aber sie tickt immer gleich. Wie langweilig. Deswegen keine Angst vor eingeschworenen Gemeinschaften. Man kann niemals alles wissen, aber was stört, das muss man anschauen und untersuchen und nicht wegschauen. Und niemals ist alles schlecht, wenn man mal darüber sprechen will und neugierig ist. Aber es gibt Leute, die so tun, aber die Bereitschaft nicht nett rüberbringen, sondern einfordern. Wenn man ehrlich ist, dann fordert man nur ein Gespräch, wen einen etwas stört. Sonst wäre man lockerer, wenn man sich aus Spaß und mit Spaß unterhält. Fordern darf man unter Freunden, weil es da einfach mal einen Appell braucht, wenn die Alltagsregeln mal unterbrochen werden sollen. Aber gleichzeitig ist es für mich auch ein Signal, mal wieder mehr auf Distanz zu gehen. Denn ich finde beides wichtig. Intensität und Distanz. Aber Aufdringlichkeit, da will einer mehr wissen, als mir Recht ist. Oder dass ich frage, Du jetzt erzähl mal, jetzt erzähl mal, das jeden Tag. Erzählt man dann mal, dann ist es nicht das, was der andere hören will. Oder will ich dann auch Dinge wissen, die man mir nicht erzählt. Also das sind auch mal so ganz persönliche Erfahrungen von mir mit Freundschaften.

Es gibt nicht nur Rechte und LINKE, die organisiert sind. Aber Abschottung und Fronten bilden ist ganz schlecht. Denn bei den extremen Gesellschaften, auch in der Wirtschaft und Philosophie etc., etc., etc. braucht es eine Auflösung durch Gespräch, Kontakt ohne Besonderheiten.

Das ist auch deswegen so schwer, weil und wegen der Ziele, ja die darf man ja nicht aus den Augen verlieren. Aber das ist eine Chance: Die Ziele aus den Augen verlieren. Verlust ist der Gewinn, den man nicht sieht. Das Tauziehen muss ein Ende haben. Der Mensch macht sich zum Zugochsen sonst. Um welchen Sieg geht es eigentlich noch?

Darum geht es mir nicht. Es geht mir um eine glückliche Gesellschaft, die nicht ächzen muss.

 

 

 

 

 

#Psychopharmaka

Heilung auf Knopfdruck oder eher die Dauertaste?

Nun widme ich mich doch wieder diesem Thema Psychopharmaka. Es ist so ein Hin und Her. Einerseits möchte ich das Thema ruhen lassen, aber dann kommt es doch immer wieder mal in meine Gedanken. Es war doch eher mein fester Entschluss, dieses Thema ruhen zu lassen. Nun sah in heute auf Facebook, dass immerhin ganze 6 Personen meine Seite dort aufgerufen haben. Ich war sogar überrascht, dass es immerhin 6 Personen waren. Nicht viel, aber auch diese geringe Anzahl hat mich überrascht.

Weiterlesen