Archiv der Kategorie: Internetseiten

Meine Fragen, warum das demokratische Bild schief hängt? Hier finde ich Antworten. Ich war auf dem Blog FASSADENKRATZER, Herbert Ludwig, und habe dies auf meine Seite genommen als Lese-, aber auch als Buchtipp.

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2016/11/24/der-systemfehler-in-der-heutigen-demokratie-ursache-der-herrschaft-weniger/

Von Dezember 2013 bis Juni 2014 veröffentlichte der Wissenschaftsjournalist Wolfgang J. Koschnick auf TELEPOLIS eine Serie von 30 Artikeln unter dem übergreifenden Titel „Eine Demokratie haben wir …

Quelle: Der Systemfehler in der heutigen Demokratie – Ursache der Herrschaft weniger

Inspiration für Träume, Fantasien, Utopien, Visionen

Ich habe auf Google Plus einen interessanten Link gelesen mit folgendem Text:

„Impuls zur Motivation:

Nimm Dir zur Beantwortung der folgenden zwei Frage etwas Zeit und am besten etwas zum Schreiben zur Hand:

Wenn ich unbegrenzte Zeit und Mittel hätte, was würde ich dann tun?
Wenn ich keine Angst hätte, was würde ich dann tun?

Erlaube Dir, auch mal zu träumen. Die Fantasie ist oft Geburtsstunde, um einen neuen Weg einzuschlagen, etwas zu ändern was längst schon verändern werden wollte oder etwas bewusst zu schätzen, was bleiben darf. Schreib einfach auf, was Dir mit diesen zwei Fragen in den Sinn kommt.

Vielleicht hast Du mehrere Träume? Dann schreibe sie Dir alle auf und lasse sie wirken. Vielleicht spürst Du, dass Du Deine Träume vergleichst. Möglicherweise genießt Du die verschiedenen Träume. Es kann sogar sein, dass sie im Widerspruch zueinander stehen. Aber das ist nicht schlimm, es wird sich ordnen, wenn es Zeit für Dich ist. Vertraue darauf!
Manche Ideen müssen erst einmal ans Tageslicht und dort betrachtet werden. Erst dann können sie sortiert werden und in Einklang kommen.

Vielleicht ist aber auch ein Traum dabei, den Du schon immer mal erleben wolltest? Was fehlte Dir bisher zur Erfüllung dieser Idee? Wie kannst Du selbst an diesem Traum arbeiten? Und wen kannst Du möglicherweise um Unterstützung bitten?“

Ich folge Auf Google+ der Sammlung
„Praxis für inneres Erleben – Psychotherapie & Coaching
Zitate, Sprüche & Weisheiten“


Ich fühlte mich sofort inspiriert, einen kleinen Text hier auf wordpress zu verfassen. Das Thema so anzugehen, als ob ich des Nachts einen Traum gehabt hätte, der Realitäten ausblendet und Wünsche zulässt, ohne an jedwede realistischen Bedingungen gebunden zu sein. Sozusagen ein utopisches Brainstorming. Anmerkung dazu: So bin ich, es ist mir auch noch ein Film eingefallen, den ich in schöner Erinnerung habe, also eher kein Brainstorming. Auch ist der Text jetzt länger geworden. Ich habe mich halt über mich geirrt.

Ich möchte das Ganze unter drei Punkten, die etwas mehr oder weniger voneinander variieren, aber auch einem letzten vierten Punkt beschreiben, der von den ersten drei Punkten abweicht.
  1. Mein Traum von der Einsamkeit in der Wildnis

    Das Abenteuer erleben

    Ich könnte die letzten Reste unendlicher Natur auf bestimmten Flecken der Erdkugel erkunden und mich dort sogar sesshaft machen für mehrere, viele Jahre, oder sogar für den Rest meines Lebens.

    Diese Gegend würde ich ganz für mich alleine bewohnen. Es gäbe dort alle Möglichkeiten, zu machen, was man will, wie man es will.

    Ich wäre natürlich in der Lage, mir selbständig ein schönes und massives Haus zu bauen, alle Materialien hierzu würden vom Himmel fallen. (Witz aus) Etwas anders formuliert wären die Kontakte vorhanden, die zumindest bei der Beschaffung des Baumaterials behilflich sein könnten. Die Grundkenntnisse über Architektur und Handwerkskunst, mir ein einfaches und solides schönes Häuschen zu erschaffen sowie die körperliche Kraft natürlich inbegriffen. Sprich: Ich hätte mich sozusagen als Person völlig neu mit diesen Fähigkeiten erschaffen; ein zweites Leben wäre als diese Person damit möglich geworden.

    Aber die Leute wären auf keinen Fall in ständiger und direkter Nachbarschaft. Sie wären nur mit ähnlichen Interessen am Abenteuer bereits schon mit Erfahrungen und Fähigkeiten ausgestattet. Sie könnten mir aber behilflich sein. Man würde sich nur ab und an mal treffen, um sich gemeinsam auszutauschen, wie man lebt und was man in der Natur erlebt, die Stille und die Ursprünglichkeit der Natur genießen können, aber auch die Gefahren akzeptieren, aber auch einige Erfahrungen machen, wie man sich dennoch schützen kann.

    Ich wäre in der Lage, mich mit einfacher, aber gesunder Nahrung, selbst zu versorgen. Und ich wäre in der Lage, mich zur Not auch vor wilden Tieren zu schützen. Was am besten nie vorkommen würde, weil es Tiere wären, die eine viel zu große Scheu davor hätten, sich Menschen und Behausungen zu nähern. Sozusagen gehe ich von der Grundannahme aus, dass wilde Tiere hauptsächlich eine scheue Natur inne haben, wenn deren natürliche Umgebung den Lebensraum zulässt, den wilde Tiere unabhängig vom Menschen brauchen, ohne dass sich diese gegenseitig störend (Mensch und Tier) auswirken. Ein gesundes wildes Tier hat kein „Interesse“ daran, sich Behausungen zu nähern oder einfach so einen Menschen anzugreifen, weil sie scheu sind.

    Ich würde aber auch an diesem einsamen Ort in der Wildnis nicht festsitzen. Könnte mir jederzeit ein kleines sicheres Holzboot, oder besser vielleicht ein einfaches Motorboot schnappen, um über eine Fahrt (auch gerne längere) über das Gewässer eine Stadt zu erreichen, sogar dort mal einen Kaffee zu trinken. Die Leute dort wären interessiert am einfachen und beschaulichen Leben in der Wildnis. Man trifft sich aber gerne mal zum Austausch und kann sich die Zeit dafür auch leisten. Seltene, aber beständige Kontakte, möglichst ohne Sprachbarrieren natürlich. Die Themen wären ja gegeben, weil man interessiert ist am naturalen abenteuerlichen Leben, für das man sich gerne entschieden hat und das auch künftig so weiter bestehen sollte.

  2. Die Variante dazu: Ich würde nicht ganz so abgeschottet wie in der ersten Variante leben. Dennoch wäre es in der unendlichen Wildnis ohne Vorschriften. Ich würde jedoch in einer kleinen Gruppe von Leuten leben, die sich zusammenfinden, weil sie in der Wildnis und Einsamkeit leben wollen. Nur, dass die Häuschen dort doch ganz gut erreichbar sind und man sich gegenseitig mal trifft und unterhält (im „Ort“), möglichst nur ab und zu. Möglichst in überwiegend meiner eigenen Landessprache.
  3. Die Variante dazu: Wie bei 2., aber zusätzlich mit Internet und Telefonie, so wie man es in der Zivilisation ja schon kennt und nutzt. Gerade an kalten und einsamen Wintertagen vielleicht. Aber da klingt schon wieder der Komfort der Zivilisation heraus, was im Widerspruch steht zum reinen Abenteuer Wildnis. Aber es soll ja sogar Naturvölker geben, die Internettechnologie bereits nutzen. Klingt doch auch interessant, diese Mischung. Die Technik dient dann der erweiterten Kommunikation, um informiert zu sein, was sich in der Welt tut. Denn es könnte das Optimum sein. Denn ich will informiert sein über das Weltgeschehen und das Leben (geistig als Mensch). Aber körperlich als Mensch mit dem Wunsch, in der Wildnis zu leben. Weite einsame menschenleere Wildnis, aber doch technische Kommunikationsmittel nutzen können (im Haus und Vorgärtchen). Und einige wenige, echte, aber gute menschliche Kontakte. Man besucht sich, hat jede Menge Zeit zur Verfügung, dann für ab und zu lange ausführliche, ja philosophische, Gespräche, aber auch das Handwerk, das man braucht, um in der Natur zu existieren. Das könnte die Handwerkskunst ganz neu beleben. Lange Gespräche im Freien, bei einem Lagerfeuer bis in die Nacht oder bis die Sonne untergegangen ist, die den Tagesrhythmus und den Lebensrhythmus bestimmt. Am nächsten Tag versorgt man alles, was man zum Leben so braucht, ohne auf jemand angewiesen zu sein. Nahrung, kochen, zimmern. Das könnte ich alles selbst. Die Qualität des Lebens kann sich auf eine einfache, aber solide, Holzhütte beschränken. Das Essen kann spartanisch sein, aber gesund. Der Geschmack ist nicht so vielfältig und hochwertig wie in der Zivilisation. Aber ich bin da sowieso ziemlich „UR-pragmatisch“. Essen ist für mich eine schlichte Angelegenheit ohne große Kochkunst, aber eben so nahrhaft, dass es reicht zum Leben.

Kurz zusammengefasst von Punkt 1 bis Punkt 3

Mal für längere Zeit das Abenteuer Wildnis erleben und wissen, dass man es auch schaffen würde mit allen Fähigkeiten, die es dazu braucht. Also nicht so ein Kurztrip: Abenteuer erleben im Reisepaket oder im Survive-Workshop oder ähnliches. Ohne, dass man den Funktionstest vorher machen muss, man könnte es, aber man macht es nur mal als Test (Workshop). Es müsste schon auf einen festen und dauerhaften Lebensplan hinauslaufen. (Vision mit unbegrenzter Zeit). Man sagt sich im Ernst: Das Abenteuer leben ist mein Leben. Sonst ist es nur ein Kurzurlaub. Es wäre keine Langeweile für mich, kein Gefängnis, es wäre Freiheit und kein Zwang. Auch keine Fragen, was tun oder nicht, sondern das, was getan werden muss. Nur das, was es braucht, um in der Wildnis zu überleben. Der Rest ist LEBEN. Ich würde es sogar gar nicht trennen; das Überleben gehört selbstverständlich zum Leben als natürliche, akzeptable und verständliche Schlussfolgerung.

Nun folgt ein vierter Punkt, der eher wieder nach einem Widerspruch klingt.

4. Nicht in der fremden Wildnis und Einsamkeit leben, sondern das Leben in der
Stadt oder Stadtnähe, also Zivilisation, das vertraute Leben.

Diese vierte Variante entsteht ja fast von selbst. Denn, wenn ich nur von dem vertrauten Leben – das ja Zeit, Mittel, Angst der Menschen impliziert -, diese drei Begriffe also, extrahiere, dann ergibt sich die Vision eben wie von selbst. Und dieses Experiment finde ich sehr spannend.

Wie würde das mich verändern. Wie würde das die Menschen sonst noch, außer mir selbst, verändern? Da hat sich ja meine Google+ Seite auf Praxis für inneres Erleben sozusagen was einfallen lassen – nur mit diesen drei Worten, die im oberen Text ja schon vorgegeben sind. Drei Worte reichen mir nun aus, um einen Entwurf zu basteln. Einen philosophischen Entwurf. Dennoch visionäre Gedanken dabei, weil man ja das UNMÖGLICHE denkt, weil es in die realistischen Gegebenheiten des Lebens nicht passt. Weil, wie ja auch bei allen Punkten, die politischen Bedingungen, die an Staaten geknüpft sind, völlig herausfallen. Denn selbst die wildesten Naturvölker leben in einem globalen System, das in das politische Wesen der Staaten bzw. Kontinente, eingebunden ist mit allen Wirkungen und Auswirkungen, die dieses Wesen hat.

Ich glaube, dass meine ersten drei Entwürfe ja einerseits daraus entsprungen sind, dass sich das Staatenwesen in unberührten, menschlich kaum besiedelten Wildnisgebieten, weniger beeinflussend bezüglich der Lebensform auswirkt, weil ja die Infrastruktur dort kaum vorhanden ist, der Mensch sich noch weitgehend selbst überlassen bleibt. Dann aber im Gegenzug eben fast gänzlich auf den Komfort, die Sicherungssysteme verzichten muss, aber sich dann auch völlig selbst überlassen bleibt. Sozusagen, wenn dich der Bär frisst, wenn du eine Krankheit hast, dann: Pech gehabt. Das kann man ja noch weiter ausführen auf die Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände und alles weitere. Da gibt es keine Werkstatt, nicht einmal ein Beerdigungsinstitut, wenn dich der Bär gefressen hat. Also ich weiß, das ist albern, wie ich es ausführe. Aber – überspitzt gesagt – beschreibt es den Kern an Wahrheit, der zutreffend ist. Denn die Kontrolle durch das Staatswesen ist deutlich eingeschränkt. Wenn dort Wilderer auftreten vielleicht, dass es dann gewisse Regelungen gibt, aber das kann ganz unterschiedlich ausfallen. Weniger Kontrollmechanismen, aber auch ein Mehr an Selbstverantwortung und ein Mehr, die Gefahren selbst zu tragen. Dafür aber deutlich auch ein WENIGER an Fremdverantwortung. Aber ich bin gerade wieder gedanklich zurück gegangen zum Leben in der Wildnis. Denn Zeit, Mittel und Angst, das habe ich ja in der Vision gänzlich ausgeklammert.

Wenn ich diese drei Ausklammerungen nun auf das zivilisierte Leben in der Stadt mit allen Infrastrukturen und Komfortzonen übetrage, wäre es ein ganz anderes politisches System. Dann geht das in Richtung einer Anarchie. Und dann wird es ja automatisch wieder politisch. Politisch betrachtet kann man sagen, dass sofort ein Chaos ausbrechen würde. Man müsste ja einen Volksaufstand denken mit allen negativen Folgen. Da zwinge ich mich schon mal, in der Realität zu bleiben, denn in einer Stadt lebt man in der Verdichtung der Menschen (Masse Mensch) unter Einhaltung der „Regeln“ des Staatswesens und der jeweiligen Form, wie diese organisiert sind, weil die ganze Infrastruktur darauf aufgebaut ist. Es funktioniert, wenn der Mensch seine Rechte und Pflichten erfüllt und gegebenenfalls im Falle eines Eintretens einer Situation wahrnimmt. Wenn es aber nicht funktioniert, dann macht der Mensch im Staat etwas falsch oder der Staat an den Menschen innerhalb der ganzen Infrastruktur des jeweiligen Landes oder Kontinents. Der Kampf beginnt, um das Gleichgewicht Menschenrechte und staatliche Regulierungen in aller daran gekoppelten Komplexität in ein gesundes Verhältnis zu bringen.

Aber das ist hier nicht das Thema. Das Thema ist ja die Vision. Und das sehe ich auch mit philosophischen Gedanken. Ich muss also, wenn ich Angst, Mittel und Zeit ausklammere, eine Fiktion mir vorstellen, die mich an Science Fiktion erinnert. Also denke ich im Science-Fiktion-Modus weiter. Oder im Traum, den ich des Nachts haben könnte, dann erwache, weil ich unmögliche Dinge geträumt habe.

Klammere ich die Angst, die Mittel (verstehe darunter das Geld und die erlernten Fähigkeiten der Menschen) und die Zeit aus? Das heißt, dass auch die Zeit sich neutralisiert. Es neutralisiert sich eigentlich alles. Denn für was ich wie meine Zeit verwende, wäre ein Kriterium, das nicht an fremde Arbeitspläne gebunden wäre. Zeit ist aber im Leben in der Zivilisation an Arbeitspläne gebunden. Es würde ja, wenn ich es als Vision wage, als extremste Vorstellung mir zusammenspinne, als Nachtmahr, oder was auch immer, bedeuten, dass ich andere Menschen (wie sie sich verhalten) fallen lasse und nur mich selbst in den Blickpunkt rücke. Auch all das, was an die Sicherheit geknüpft ist, das Einkommen, die Industrie, also das ganze Gemeinschaftswesen. Jeder wäre gezwungen, weil ich es mir in einer Vision so vorstelle, alles und sich selbst fallen zu lassen mit dem Gedanken an diese Vision. Willkommen im Chaos.

Wenn ich das denke, dann kann ich mich gleich selbst als verrückt erklären. Es wäre nur denkbar, wenn das Staatenwesen für die Masse der Menschen überhaupt als ein System für Offenheit für Veränderungen in Frage käme, das zusammen mit den Menschen erkennt, dass unmenschliche Bedingungen erschaffen wurden. Aber wenn der überwiegende Hauptteil, der Großteil an Menschen und der Staat selbst alles doch auch überwiegend in Ordnung finden, wenn es nicht als unerträglich empfunden wird oder äußerst kritisch und gefahrenvoll für die Gemeinschaft, wie die Gemeinschaft nach Regeln lebt und funktioniert, dass sie es entweder akzeptieren, in unmenschlichen Verhältnissen zu leben, oder es nicht als so schwer und ungerecht empfinden – als unmenschlich. Sie wollen so leben und es nicht ändern, weil es die bewährte Lebensform ist, weil diese Lebensform vertraut ist, weil diese Lebensform auch funktioniert mit allen Rechten und Pflichten. Vertraut man dieser Lebensform nicht, weil sich Dinge zwar ändern, aber nicht zum Vorteil der Gemeinschaft, sondern die Probleme massiv sich verschlimmert haben, dann muss man dem Sturm ins Auge blicken, dass dann erst einmal Sense ist mit Funktionieren. Es sei denn, man glaubt noch daran, dass die Menschen, die entweder unzufrieden sind damit oder nicht, schon nicht oder gar nicht so unzufrieden damit sind, dass man das Chaos vorziehen würde, denn besser als das Chaos ist das System in dieser Gemeinschaft ja noch und wird eher wieder besser werden mit den Kräften, die künftig wieder besser zusammenlaufen werden. Es kann ja nur besser werden, auch wenn der schlimmste Fall eintreten würde, den man sich vorstellen kann, kann es ja selbst dann eigentlich nur noch aufwärts gehen. Ohne dass man genau weiß, wie und wann, sofort oder von Personen ganz alleine oder von mehreren Personen oder in welcher Funktion von Personen bewerkstelligt werden wird. Wir glauben, dass das geht, aber wie und wer das ändert, das hat genügend Zeit, unendlich viel Zeit. Eigentlich wären die Personen dann auch nicht unter Zeitdruck, außer dem Zeitdruck, mit dem sie ja einverstanden sind, weil es sich schon wieder ändern wird – mit der Zeit halt. An der Zuversicht wäre das ja dann auch spürbar und erkennbar, dass man in einer hoffnungsvollen Umgebung und Gesellschaft lebt. Sollten da doch aber ein paar wenige darunter sein, die das aber gar nicht so sehen, sondern ein Leben in ständiger Gefahr und Bedrohung, dann sind es einfach zu wenige, um in der Gesamtheit sich einig zu sein, dass es nicht nur ein Leben mit Für und Wider, mal besser mal schlechter, insgesamt aber gut oder sehr gut, auch mal durchschnittlich, aber absolut nicht von heute auf morgen verändert werden muss, sondern wir glauben an die Verantwortlichen weiter, die wir ja alleine niemals sein können. Wir haben gar keine Zeit dazu, denn die Zeit haben ja die Verantwortlichen, die es ändern. Und da ist man ja mitten drin ebenfalls als verantwortlicher Teil mit eingebunden. Also keine Frage der Zeit. Die Zeit ist doch dann nicht das Problem. Also entweder an der Vision stimmt was nicht oder es sind tatsächlich alle so zufrieden, als ob grenzenlos Zeit bleibt in aller Zufriedenheit. Eigentlich eine Gesellschaft, die eine Vision lebt ohne Zeitlimit, aber selbst dauernd ächzt unter hektischeren und immer mehr mit Zeitdruck arbeitenden, ungerechten und gefährlicher werdenden Verhältnissen. Dennoch hat man genügend Zeit damit, nichts zu ändern, denn alle sind ja verantwortlich dafür, dass die Verantwortlichen einschließlich man selbst, das so ändern, dass wir die Zeit haben, die angeblich an diesen Verhältnissen was ändert, weil die Verantwortlichen seither schuld waren. Man hofft dann auf bessere Verantwortliche, was man gerne mitverantwortet, die Zeit ist nebensächlich, denn man sagt sich gerne, dass es sowieso immer kurz vor Zwölf ist. Nur ändern wird es keiner. Denn man selbst für sich alleine hat nur Vorschläge zu machen, die aber im Gesamtplan und Gesamtkomplex kein zeitlicher Schnellschuss sind, denn sonst könnte man das ja für sich selbst ganz alleine entscheiden, und zwar dann, wenn ich es für mich entscheide, aber nicht für andere, die damit einverstanden sein müssen. Der Prozess zieht sich dann und man hat Geduld oder nicht. Der Prozess kann auch wieder einem Zerwürfnis oder einer Umplanung unterzogen werden, wer weiß das immer schon so genau. Und da spielt dann schon der Zeitdruck, die Geduld mit der Zeit eine große und immer größer werdende Rolle. Das zeigt sich daran, dass einem die Zeit davonläuft, die man schon längst hätte ändern müssen. Plötzlich ist es dann zu spät, weil man gehofft und auf fremde Personen vertraut mit Plänen oder eigene Pläne gemacht hat, mit der optimalen Zeitplanung immer im Blick. Fehlplanungen mit Zeit. Oft sind dann an den Fehlplänen andere schuld, weil sie in den Plan einbezogen wurden, aber sich nicht an den richtigen Plan gehalten haben. Ein Plan bezieht eigentlich immer andere Personen mit ein, die vom Plan wissen und ebenfalls Verantwortung tragen. Sonst ist es kein Plan, sondern eine Entscheidung, die andere Personen gar nicht berücksichtigt. Die Zeit hat man dann aber auch ganz für sich alleine, weil kein Zeitplan existiert für mehrere Personen, die einen offiziellen Gemeinschaftsplan haben, der Schritt für Schritt in einem zeitlichen Rahmen abgearbeitet wird. Mit einer einzelnen Person und deren persönlicher Zeit hat das nichts zu tun, denn die Person ist an keinen Zeitplan gebunden, außer ihre eigene Zeit, mit der andere Leute nicht verplant sind. Man braucht nicht einmal Gespräche zu führen, weil die Interessen ebenfalls nicht an einen gemeinschaftlichen Plan gebunden sind. Man hat mehr Flexibilität und Zeit für sich selbst, weil nichts mit anderen immer wieder und wieder abgestimmt und beschlossen werden muss, ohne sich ständig gegenseitig zu informieren, ohne gegenseitige Kontrolle. Man weiß aber dann, wenn der Plan scheitert, gar nicht mehr so genau oft, was und wer der Grund war, weil nicht immer der Fall eintritt, dass nur einer einen Fehler macht, sondern jeder auch mehrere kleine Fehler, die zu einem einzigen Fehler werden. Dann wird es kompliziert und der Alleingänger hat das nicht zu vertreten, weil er sich von vorn herein, nicht auf fremde Verantwortlichkeiten verlassen hat, die Pläne für ihn machen, geschweige denn an diesen selbst irgend einen Anteil hatte. Er braucht es nicht einmal zu wissen, weil zu verantworten hat er diesen gescheiterten Plan nicht. Es kann höchstens zum Problem werden, wenn er für gescheiterte Plane künstlich verantwortlich gemacht wird, obwohl er nicht wissen konnte, was da für fremde Erwartungen existierten, weil er ja nicht darüber informiert war, ob er an diesen Plänen überhaupt interessiert ist. Mit Plänen, die an Zeit gebunden sind, ist es immer so eine Sache mit der Information, dass sie bei den Verantwortlichen so ankommen. Ich meine, dass das das Problem mit der Zeit ist, man möchte auf Zeit mehrere Aufgaben übertragen, die aber den Mitgliedern auf Zeit auch unangenehm werden können. Man wird sich dann selbst fragen müssen, ob man aus dem ganzen Projekt aussteigt, wenn es nicht mehr passt, was aber nicht geht, weil an andere Mitglieder gebunden, bzw. Ersatz gefunden werden muss oder durch den Ausstieg der Plan ins Wackeln gerät, weil diese Person eine nicht ganz unwichtige Funktion hatte. Wäre sie eine Last gewesen, dann würde man den Plan durch den Ausstieg einer Person nicht als Scheitern des ganzen Plans auslegen müssen oder als nur noch sehr schwer durchführbar. Man ärgert sich über Personen, die unberechenbar sind. Warum sind sie unberechenbar? Weil alle Pläne enorm auf den Faktor Zeit setzen, die nicht die eigene Lebenszeit ist, sondern es wird fremde Lebenszeit mitverplant. Wer das übesieht, der übersieht auch die Verantwortung, die ebenfalls gesplittet ist. Man betreibt eigentlich ein Personensplitting. Das wird noch komplizierter, je größer und anonymer beispielsweise Organisationen miteinander agieren, also in vernetzten Gesellschaften, die es sich nicht leisten können, dass Personen sich ändern oder ausscheiden, weil sonst der ganze Plan in Verzug gerät oder gar nicht mehr fortgesetzt werden kann, weil durch den Ausfall oder gänzlichen Verlust von Personen, wichtige Informationen fehlen können oder auch der ganze Plan nicht mehr in die Zeit passt, weil Personen Bedürfnisse haben, die nicht nach Plan funktionieren, weil es immer auch Ideen gibt, die bei Planen einen bewertenden Einfluss haben, weil mehrere Personen involviert sind, was Pläne auch wieder, genauso wie Gruppen, zerplatzen lassen kann. Die meiste Enttäuschung entsteht durch gefühlte Zeit, die man verloren hat, denn der Mensch definiert sich auch über die zeitlichen Anforderungen, die schon zu Beginn der Kindheit beginnen, was das Kind wann erreicht haben sollte. Es wird ja ebenfalls am Anfang von den Eltern, Familie, Schule, Freunde verplant. Weil man Erwartungen hat in welcher Zeit man welche Dinge tut. Sogar völlig unabhängig von Schulabschlüssen oder die Zeit danach für die berufliche Karriere. Es können einfach unzeitgemäße Verhaltensweisen sein, die nicht in die Zeit zu passen scheinen. Das wird zum Problem, weil die Menschen ein Zeitgefühl haben, was in und was out ist. Man braucht sich zum Beispiel nur einen ungewöhnlichen Jungen vorstellen, der vielleicht im Alter von 17 Jahren noch mit Spielzeugautos spielt oder ein 17-Jähriges Mädchen, das noch mit Puppen spielt. Man würde doch gleich drauf schließen, dass es eine Verzögerung (Zeit) in der gesunden Entwicklung ist. Vielleicht sogar ein Außenseiter, nur weil im Alter von 16 oder 17 Jahren dieses Verhalten mal aufgetreten ist. Vielleicht hätte es sich schon in einem halben Jahr von selbst verändert, aber man denkt so, das das nicht normal sein kann. Nur bei Menschen, die diese Personen mögen und wissen, dass da noch andere Eigenschaften sind, können diese Außenseiter einen weiteren Blickwinkel erhalten, wenn der Blickwinkel nicht nur auf eine zeitliche Lebenslinie und wie diese Lebenslinie üblich ist, festgelegt ist. Eine Lebenslinie ist immer eine Zeitlinie. Die Uhr scheint keine Kurven oder Zickzacklinien zu kennen. Da ist die Zeit schwer einzuschätzen. Also ohne Zeit können Urteile über Menschen viel milder sein. Man fängt an, darüber nachzudenken, was ein Mensch in seiner Zeit erlebt hat. Man wird sich bewusst, dass kein Mensch dieselben Zeiten erlebt, weil immer für jeden einzelnen Menschen gerade immer irgend etwas anderes stattfindet in dieser ganz eigens gelebten und gefühlten persönlichen Zeit. Oder weiß gerade jemand, warum ich jetzt gerade in dieser Zeit in diesem Zimmer diesen Text hier schreibe. Wie kommt es dazu, dass diese Person in diesen Zeiten in diesem Zimmer gerade diesen Text schreibt. Selbst ich  weiß noch nicht genau einmal selbst, was ich danach tun werde. Ob ich noch eine Weile am Computer bleibe oder lieber ein Buch lese oder noch einen Apfel esse oder einen Kaffee oder Tee trinke. Es scheint auch belanglos. Aber schon aus diesen einfachen Handlungen setzt sich eine kleine Geschichte zusammen. Ablauf von ein paar Stunden, aber es ist bereits ein Zeitablauf. Man fühlt das als Zeitablauf von ein paar Stunden, was man halt am Abend so macht oder am Tag. Was man sonst noch so denkt während einer Tätigkeit oder auch, dass sich manchmal über einen Zeitraum hinweg ganz andere Vorstellungen vom Leben ergeben, wenn ich mal erst eine gewisse Zeit mit gewissen Personen gelebt habe oder auch mit gewissen Arbeiten verbunden war, die in dieser Zeit von Personen wie mir erledigt werden konnten und wurden. Oder ich könnte über Personen nachdenken, wie diese Personen damals ähnliche Tätigkeiten wie ich heute erledigt haben, ob diese Tätigkeiten überhaupt noch in irgend einer Art und Weise oder Form vergleichbar sind. Ich habe oft schon gedacht, dass ich in gewissen Zeiten hätte gar nicht leben wollen. Die Leute hatten damals Zwänge, die heute alle überwunden sind. Aber was war an diesen Menschen denn so anders. Warum war der Charakter anders. War der Charakter gar nicht so anders?  War nur die damalige zeitgemäße Erziehung anders. Und warum denke ich heutzutage so oft, dass sich der Fortschritt eines freien Denkens in einen Rückschritt und ein engmaschiges Denken verwandelt. Obwohl der Fortschritt an Architektur und Großarchitektur für mich beispielsweise als immer größer und höher so zu sehen ist. Technisch war der Fortschritt eigentlich in den letzten Jahren immer da. Das Material, das man verwendet, immer hochwertiger und komfortabler in der Anwendung und kreativer und schneller und solider, ich kann die Kette endlos fortsetzen. Aber was ist mit dem Menschen passiert? Das kann ich gar nicht bewerten richtig? Ich weiß nur für mich selbst, wie ich mich bewerten kann und möchte. Da habe ich ja auch meine eigene Lebenszeit mit dem eigenen Denken im eigenen Gehirnskasten. Ich weiß nur so viel, dass ich mich in die Zeiten anderer Menschen leichter hineindenken kann, wenn sie ähnliche Zeiten und Wünsche gehabt hatten, wie ich. Einfach, wenn sie in der Lage sind, mir ihre Geschichte auch in Details oder ganz eigenen Erlebnissen oder Zeitabläufen zu erzählen und diese Zeitabläufe für diese Personen von Nutzen waren, so dass auch dieser Nutzen der Vergangenheit heute noch nützlich sein kann, aber nicht mehr zwingend muss, weil sich Zeiten und Lebensgewohnheiten ändern. Manchmal kann man junge Leute besser verstehen, weil man daran erinnert wird, dass es einem ähnlich ging. Dass man daran erinnert wird, wie man das selbst früher gar nicht anders gemacht hätte, aber nur vergessen hat, weil man es heute wieder anders macht. Oder auch ältere Leute, die mir von ihren Perspektiven auf das Leben erzählen können, dass ich manchmal oft auch schon zu spät gedacht hatte, dass ich es hätte früher wissen müssen, dann hätte ich das sogar noch in dieser meiner jetzigen Lebensezeit als Vervollständigung empfunden, weil diese Personen ja zur selben Zeit mir über den Weg gelaufen sind, nur eben in Jahrzehnten auch vor mir, die aber Jahrzehnte waren, die sich heute noch auf mein Leben auswirken und wie sie die Geschichte geprägt haben. Aber durch diese Gedanken kann ein langes Gespräch entstehen, und das könnte manchen Menschen in der heutigen Zeit zu lang werden, weil das Timing es nicht zulässt. Ältere Menschen haben manchmal auch schon zu viel erlebt, dass sie sich mit ganz einfachen, einfach nur ein paar fröhlichen und unproblematischen Gedanken befassen wollen, keine Visionen spinnen oder Geschichten analysieren wollen. Auch gleichaltrige Personen, die jetzt vielleicht lieber ein Computerspiel machen oder am Telefon gerade über ein gutes neues Rezept sprechen mögen oder über die letzten paar Urlaubserinnerungen, bevor sich diese Spuren der Urlaubszeit wieder etwas verlieren oder ganz vergessen werden, weil man schon wieder einen neuen Sommerurlaub bald plant. Wenn Menschen genügend Zeit haben, dann ist auch genügend Zeit für gute Pläne, man muss nicht an Pläne gefesselt sein, es bleibt genügend Zeit, auch einen Plan einfach zu verwerfen, wenn keine Verluste dran gekoppelt sind. Dann braucht es Zeit, diese Verluste wieder einzuholen, wenn nicht die Zeit ein solcher Faktor gar ist, dass das ja oftmals ein Verlust für immer ist erst einmal. Manche Zeiten, wenn sie besonders schön waren, können so nicht ganz genau wiederkehren, man hofft aber dann, dass ähnliche Erfahrungen, die man in dieser Zeit hatte, wieder irgendwie machbar und lebbar sein werden. Alles ist eigentlich immer ein Werken und Wirken mit Zeit und Mitteln, die man einbringen kann, wenn sie zur Zeit gut passen. Und ich für mich persönlich finde, dass sich die Zeiten krass geändert haben. Ich habe aber paradoxerweise dann auch nicht sehr viel verloren, weil ich ja voll erlebt habe, was sich wie alles verändert hat. Für mich sehr schnell, weil ich lange genug in ganz anderen Zeiten gelebt habe. Weil ich aber durch diese krassen Änderungen nicht mit Gewissheit beurteilen kann, wie das alles mit einander zusammenhing, weil die unterschiedlichsten Dinge sich vielleicht erst einmal kaum spürbar für mich geändert haben, aber in der Masse gesehen, viele kleine Veränderungen waren, die ich aber immer noch nicht bemerkt hatte, habe ich mich an eine Zeit geklammert, die doch zusammengefallen ist. Die realistischen Fakten aber, das waren ganz andere, neu hinzugekommene, auch alte womöglich, die mal hätten überprüft werden müssen, aber auch Faktoren, die ich nicht wissen konnte, weil man nicht alles und jeden im Blick hat, wie Leute denken und was sie machen, ob jetzt, ob später, wie sich Bedürfnisse und Meinungen wandeln. Wie auch ich mich verändere oder in den Augen von anderen mal so oder mal so gesehen werden kann.

Man sieht dann ja an den anderen, wie sie sich heute im Gegensatz zu früher verhalten, dass man das ja auch nun mit früher gar nicht mehr vergleichen kann. Ich verliere dann ein Stück weit aber auch das Interesse daran, mich mit früheren Zeiten zu befassen. Manches läuft auseinander, man darf es auseinander laufen lassen, aber man macht sich keinen Vorwurf oder anderen einen Vorwurf, wenn sich Menschen und Lebensgewohnheiten ändern, wenn man sowieso gar keine Erwartungen an die Lebensgewohnheiten von anderen Leuten hat, sondern nur noch an die eigenen Lebensgwohnheiten und die damit verbundenen Risiken und Sicherheiten, die aber nicht von den Lebensweisen anderer Leute abhängen. Es ist keine Frage der Bewertung von Lebensgewohnheiten, wenn einem die Menschen dann fremd geworden sind, sondern, dass die Menschen in Zeiten leben, in denen ich nicht lebe.

Wenn mir der Zeitgeist nicht passt, dann passe ich nicht in diesen Zeitgeist. Woher dann die Motivation haben für Mittel, die ich hätte, aber der Zeitgeist wäre ja doch langweilig mit allen Mitteln, die ich hätte. Dann passen diese meinen Mittel auch nicht mehr in die Vorstellung von Zeiten, in denen Menschen leben, die meine Mittel gar nicht wollen, ich ihre aber auch nicht. Und die Angst ist keine mehr, weil man ja mit fremden Personen zu tun hat, sich aber nur noch Dinge mitteilt, wo es noch ein paar wenige Überschneidungen in diesem Zeitgeist gibt. Weil die Zeiten nicht mehr den Geschmack von Leben haben, sondern von verplanten Leuten, die sich Pläne machen von anderen Leuten. Von Gaben und von Gegengaben innerhalb des Rahmens in dem Gegeben und Gegengegeben wird, möglichst nach dem Zeitplan, der für mich immer schwer durchschaubar ist. Für andere vielleicht nicht, weil sie geübt darin sind, mit Zeitplänen zu leben, aber auch wieder schnell ändern können und beides normal finden. Trotzdem machen sie sofort wieder neue Zeitpläne. Und sie leben gerne in Gruppen mit mehr Verantwortlichen und weniger Verantwortlichen, aber man muss es wissen, wie das auf welche Personen verteilt ist, weil es nur funktioniert und immer schon funktioniert hat. Ich habe gar kein Interesse, daran mitzuwirken, wer verantwortlich ist oder auch zu erraten, wer am besten verantwortlich wäre und damit zu rangeln oder sonst was, ein faules Leben in der Warteschlaufe, das ist schon in Ordnung denken diese Superplaner und verlassen sich dann doch am liebsten auf andere, aber ändern können sie es mal und dann auch wieder nicht, weil man mit den Verantwortlichen womöglich gerne pokert. Mich dieses Verhalten aber langweilt, weil ich das nicht mitmache. Mache ich es mit, dann ärgert es mich. Gut vielleicht für mich, um ab und zu mal zu reagieren mit etwas pfefferigen Aussagen, aber dann wieder auch Abstand nehmen und mal warten in einer Warteschleife, ob die Leute merken, was sie eigentlich machen. Denn sobald ich denke, das wollen die ja selbst nicht, kann es sich lohnen, mal ganz aus Gruppen raus zu gehen, damit das Gruppenproblem auch sichtbar wird. Zumindest ich muss es nicht mehr von innen erleben. Es gibt sowieso unzählige solche Zusammenhänge, einen weniger kann nicht schaden. Andererseits hilft auch Abstand, um sich ein besseres Urteil mit dem nötigen Abstand zu bilden.

Die beste Vision ist da schon diese, dass ich an keine Zeit, keine Mittel und keine Angst gebunden bin, außer meiner eigenen, und mit meiner Unabhängigkeit als Egoist, fernab jeglicher Gruppe, bezeichnet zu werden kann, weil ich keinem Gruppenzwang, außer dem üblichen Gruppenzwang, mehr ausgesetzt bin. Einen Gruppenzwang gibt es schon, aber er kann mit den richtigen Bedingungen so sehr nachlassen, dass man nicht das Gefühl hat, dass man in Gruppen leben muss. Denn immer mehr machen sich Gruppen breit, die zu sehr auf die Gruppe setzen, um durch Gruppenabsprachen andere zu gängeln. Das wird in Gruppen immer versucht. Sie wissen nur nicht, dass das mir die Zeit und Mittel klaut oder raubt, sondern dass es auch ihnen die Zeit und die Mittel raubt, sobald zu viele dieses Druckmittel der Gängelei bemerken, weil sie in die Zeitpläne gar nicht einbezogen waren. Weil die Planer falsch denken, wenn sie meinen, das wäre schon der Plan, wenn man ihn zuerst macht, indem man einen Teilplan in Teilgruppen macht und dann meint, das würde man dann einfach durch Gängelei mittels Halbinformation durch Zeitmanipulation, auf ein fremdes oder mehrere fremde Neumitglieder übertragen können, weil der Plan schon lange steht,  aber nur die ersten, die dabei waren, in diesen Plan auch richtig eingeweiht sind. Sie sagen sich mit Absicht, dass der Dumme derjenige ist, der die Zeiten, als wir den Plan beschlossen haben, gar nicht erlebt hat, aber dann ja doch in diese Gruppe eingetreten ist. Ein Fehler dann, wenn man gar nicht wissen konnte, was eigentlich vorher war. Deswegen werden sich Menschen immer ein Stück weit immer fremd bleiben, denn – wie gesagt – woher will ich die Umstände kennen, unter welchen die Menschen leben, die ich gar nicht kenne, die ich aber am besten kennen sollte, nicht als einzelne Personen, sondern immer in den Gruppen, in denen sie leben. Weil nach diesen Regeln leben sie, nicht nach dem Interesse an mir, wenn ich ja doch nicht auf Dauer diese Gruppenregeln verstehen kann. Ich mache das als Mensch ja umgekehrt nicht anders, denn ich kenne auch nur die Gruppen und die Erfahrungen, die ich in Gruppen gemacht habe. Das übertrage ich auch auf neue Personen, die ich mag, aber die meine Gruppen nicht kennen, nach deren Regeln ich lebte.

Also müsste man diese alten Lebenszeiten über Bord werfen, geht aber nur wenn man sich aus dem Gefüge auch richtig lossagt, denn Zeit ist wie ausgewischt. Das geht aber nur, wenn der Mensch keine Geschichte hat. Also muss man eine so veränderte Geschichte entwerfen, die mit der alten gar nichts mehr zu tun haben kann. Aber menschliches Verhalten in komplexen Gesellschaften ist manchmal bizarr. Um mit alten Zeiten und Regeln zu brechen, muss man ein Chaos erzeugen. Kein Mensch geht da freiwillig hinein (ins Chaos).

Erst einmal muss dann ein ganz neues Vertrauen aufgebaut werden oder von selbst erwachsen. Denn vor einem Chaos hat der Mensch ja Angst, wo dann das Vertrauen in ein Chaos fehlt. Da überwiegt ja doch die Angst vor dem Chaos, weil im Wort Chaos auch die Zerstörung der dir bekannten Lebensform inbegriffen ist.

Und man muss auch die Frage der Verhältnismäßigkeit berücksichtigen. Es schadet den einen, die sagen, wir brauchen diese Lebensgrundlagen, denn sie funktionieren für uns gut. Die anderen, die sagen, es ist unmenschlich geworden, eine unmenschliche Politik, die zu Unfrieden und immer mehr und mehr Ängsten führt, weil das Vertrauen in die Funktionalität dieser Strukturen und Lebensbedingungen völlig verloren gegangen ist. Sozusagen ein großer Teil der Menschheit die Furcht hat, dass Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Die Kriege an der Zahl und an Auswirkungen und an Leid immer mehr zunehmen.

Wie groß ist der Anteil an Menschen, die damit einverstanden sind? Wie groß ist der Anteil an Menschen, die sagen, das kann so nicht weitergehen wie bisher, weil immer mehr Menschen ihres Lebens und ihrer Ressourcen und ihrer Ordnung, auf die das gesunde und glückliche und gerechte Leben aufgebaut war, beschnitten und betrogen werden. Es müsste schon eine ganz überwiegende Mehrheit entstanden sein, die sagt, dass uns die Zeit zum echten Leben fehlt, die Zeit, was wir darunter verstehen wollen, die Mittel, die wir brauchen hierfür, sind keine Mittel mehr, die wir gebrauchen und anwenden können. Die Angst spielt keine Rolle mehr, weil wir in der Gemeinschaft sagen, lieber einen Schrecken mit Ende als ein Schrecken ohne Ende. Der Schrecken hat an Kraft verloren, die Angst hat an Kraft verloren, weil etwas NEUES entstehen muss. Das Neue soll so aussehen, dass wir die Lebenszeit haben, um die Mittel wieder zu finden, dass das Gleichgewicht wieder hergestellt werden kann. Aber das geht nur mit einer gemeinschaftlichen Übereinkunft der überwiegenden Zahl an Menschen. Es ist immer an dieses Verhältnis gebunden. Da gibt es auch keinen Diktator, der den Menschen dann sagen würde, wo es lang geht. Da ist keiner mehr, der sagt, macht das so oder so. Da heißt es dann nur noch im Chaos was Neues erfinden im Vertrauen auf den Gemeinschaftssinn. Irgendeine Regierungsform wäre dann erst einmal völlig obsolet geworden.

Aber der Gedanke – völlig unabhängig davon wie Menschen in Massen sich verhalten – lässt auch andere Fantasien (zumindest bei mir) entstehen.

Wenn ich mir sage: Was geht mich die Angst und die Mittel und die Zeit anderer Menschen an. Es geht primär erst einmal mich selbst etwas an. Keiner schreibt mir vor, wie ich meine Mittel entwerfe, wie ich sie einsetze, wie ich die Zeit verwende, wie ich lebe. Ist das gut oder schlecht? Es ist gut, wenn ich den Überblick habe, wie ich selbst für mich sorgen kann, aber auch, wie ich für mich selbst sorge, in den Zusammenhang bringe, wie es sich für die Umgebung der Bevölkerung auswirkt.

Es wäre wie in der Natur. Wenn ich mir das Bein breche, dann habe ich Glück, wenn ich Hilfe bekomme, die ich in der Natur eigentlich gar nicht erwarten darf. Dort gibt es keine Krankenhäuser und Ärzte – kann man auch nicht erwarten. Aber es erwartet von mir dann auch niemand, dass ich den Beruf des Arztes ergreife oder im Krankenhaus arbeite. Aber das ist ja auch nur im ganz extremen Fall der Fall. Es würde ein Grundversorgungssystem genügen. Alle Sonderformen von Krankheiten? So war der Beginn, dass es immer weiter gewachsen ist. Wer kennt heutzutage alle Sonderformen von Krankheiten. Die wenigsten Leute brauchen sich dafür zu interessieren, weil es Sonderformen sind, für die die Spezialisten im Krankenhaus, wie gut oder schlecht auch immer, verantwortlich sind. Das ganze Kostenwesen der Gesundheitsversorgung, die vielen Diagnosen, die vielen Mittel und Behandlungsformen oder Therapien. Doch völlig intransparent für mich, weil ich nicht in der Lage bin, in jedes Wohnzimmer oder Krankenzimmer zu schauen, weil ich gar nicht in der Lage sein kann, wie und wo welche Person mit was eventuell darniederliegt. Diese Komplexität ist doch unüberschaubar und man entfremdet sich eher vom Gemeinwesen, weil ich mir sage, sagen muss, dafür sind andere zuständig. Dieses Massendenken ist eigentlich unmenschlich und doch ist mir die Masse wichtig, weil die Masse davon abhängt, was wie gut oder wie schlecht für die Masse gesteuert wird. Es muss massengerecht verträglich für alle sein. Aber es sollte auch für mich verständlich sein, weil man die Betroffenen dann selbst, auch sich selbst, besser versteht und nicht untergeht bei zu vielen Unklarheiten und Formen von Verläufen.

Das Problem ist, dass ich doch die Zeit, die Mittel und die Angst an Fremde abgebe, die ja dann die Verantwortung übernommen haben. Also Fremde sind verantwortlich so lange, bis man selbst betroffen ist und die Hilfe in Anspruch nimmt oder in Anspruch nehmen kann.

Die positive Vision wäre diese: Es ist meine Zeit, meine eigenen Mittel und meine eigene Angst. Ich habe das nur für mich selbst in Einklang zu bringen. Aber ich bin dann auch raus aus dem Spiel mit dieser ganzen Komplexität. Das braucht dann aber auch kein Mensch mehr für mich zu kontrollieren. Ich kontrolliere nur noch mich selbst. Diese Zeit und die Mittel hat dann aber auch jeder, ohne auf komplexe Systeme Rücksicht nehmen zu müssen. Das Vertrauen, dass es mit ganz einfachen Mitteln funktionieren kann, ohne dass reguliert werden muss, weil das jeder Einzelne selbst reguliert. Man sieht dann wieder besser und klarer. Der Mensch lernt sich von einer neuen und menschlichen Seite kennen, basierend auf dem Wissen, das sich aufgebaut hat, aber nicht durch Regularien, die die Masse gar nicht mehr versteht und durchschaut. Man hat sich weit entfremdet dadurch und rückt dann automatisch wieder näher zusammen, weil man den Sinn wieder für sich selbst erkennt und regelt. Auch nur ein Mensch, der sich das selbst wirklich zutraut, kann ein Vertrauen auch leben, dass er es so einfach macht. Weil es klappt, kann er es auch anderen Menschen zutrauen, die ja eh schon sehen,  dass es tatsächlich auch so funktioniert. Nur weil einer wieder Dinge selbst macht und die Konsequenzen und das Risiko nur für sich selbst übernimmt, aber gar nicht für andere Personen, dies aber auch von anderen Personen für sich selbst nicht erwartet – die Konsequenzen sich voll und ganz auch dann so tragend, nämlich für sich selbst ganz alleine, wirklich bis zum eigenen Todesfall. Das ist natürlich sehr krass. Aber es erweckt in mir ein Vertrauen, das echter wäre, wie die Menschen, denen ich mein Vertrauen gar nicht mehr anbieten möchte, im Gegenzug auch nicht annehmen will, weil ich weiß, dass Menschen sich sowieso nicht mehr trauen.

Die Menschen würden wieder am eigenen Leib und Geist erfahren, was es heißt, ein Mensch zu sein, ohne sich mit abstrakten Zusammenhängen zu befassen, die die Menschen nur als anonyme Masse darstellen, als Staaten mit ständig wachsenden angeblich weiter helfenden Einrichtungen, wo keiner mehr weiß, wer, wie, wo ein- und ausgeht und die Zeit gar nicht ausreicht, sich das alles mal anschauen zu können, weil man die Zeit braucht für das eigene komplexe Wesen bzw. Staatswesen, das die anderen wiederum nicht verstehen können, weil ihnen ebenfalls die Zeit dafür fehlt.

Die Vision ist also diese, dass jeder Mensch eigene Zeit und Mittel hat, aber das kann er nur wieder zurückgewinnen, wenn er auf komplexe Systeme verzichtet. Die kleine Zelle Mensch, die sich nicht fürchtet, dass große fremde Zellen am wirken sind, deren Auswirkungen er nur immer weiter sich zu erklären versucht, weil er die Angst vor den schrecklichen Geschehnissen in der Welt deutlicher und stärker zu spüren bekommt.

Das kann ja nur noch in einen unergründlichen Kontext der Komplexität gestellt werden. Das ist die Entschuldigung dann dafür, dass man zwar ständig sich Einbinden möchte in Systeme,  die jederzeit immer komplexer und unergründlicher werden können und auch werden, aber man gar nicht mehr sich selbst dafür verantwortlich machen kann. Dauernd muss man mit der immanenten Entschuldigung leben, wenn man selbst wie ein Ochse vor dem Berg lebt und das Vertrauen schwindet, weil die Zeiten ungewiss und komplex geworden sind. Man selbst das immer weniger und weniger von sich selbst ja auch weggerückt hat, weil man sich um den eigenen Aktionsradius gekümmert hat, weil man die Verantwortung an die dafür Verantwortlichen abgegeben hat.

Man hat ja dann immer fremde Antworten auf Fragen, die man selbst nicht lösen konnte und kann, weil alles zu komplex für einen selbst geworden ist. Man hat auch eigene Nöte, die von fremden Nöten überschattet sind, weil man die eigenen Nöte aus der Hand gegeben hat. Weil immer das Fremdwesen die Oberhand hat, wie ich was verstehen kann. Wenn ich es nicht verstehe, dann bin ich schuld, weil ich mir dann ja eingestehen muss, dass ich aus dieser Komplexitätskette herausgefallen bin, sonst würde ich sie verstehen. Verstehen heißt nichts anderes, als mich mit Erklärungen, die für mich auch schlüssig und nachvollziehbar sind, zurechtzufinden. Wer selbst versteht, der wird auch von anderen wieder besser verstanden. Verstehe ich selbst, verstehe ich andere, weil andere mich verstehen. Das Loch in der Kette wäre wieder eine Kette mit Halt.

Was soll man da selbst noch machen, wenn Menschen in Gebäuden leben und man die Funktionalität und den Zusammenhalt mit allen Strukturen darin gar nicht mehr versteht. Ich bin vom Mars und verstehe die einfachsten Dinge nicht mehr. Das wäre das, wenn ich die Zeit dazu und die Mittel ja dazu noch hätte. Bin ich vom Mars und verstehe die komplexen Dinge nicht mehr, dann habe ich eigentlich die Zeit verschwendet, um zusammen mit dieser Komplexität zu wachsen, mit der fremden Komplexität zusammenzuwachsen, aber ich bin ja heraus aus ihr gefallen. Wenn ich das nicht mehr verstehe, dann darf ich auch kein Verständnis von anderen für mich erwarten, aber ich verstehe die anderen deswegen nicht besser, sondern gleich schlecht.

Habe ich die Zeit und die Mittel ohne wissen und verstehen zu müssen, wie ich sie einsetzen soll? Hätte ich das, dann könnte mir die Komplexität egal sein (man sagt auch, sie könnte mir gestohlen bleiben), weil ich nur von den einfachsten Dingen abhänge und diese Einfachheiten als Einheiten oder einfach nur Dinge wieder besser verstehen kann. Angst wird reduziert auf  Überschaubarkeit, und zwar das, was ich bereit bin, und mir zutrauen kann, auch mit dem Gefühl, dass ich es durchschauen mag und wissen will. Dass ich aber auch sagen kann, wenn es mir zu viel wird, wenn ich nach einfacheren Dingen jetzt erst einmal weiter schauen und machen will. Denn die Sicherheit überwiegt ja dann auch in meinen Handlungen, weil ich wieder leichter und besser agieren kann (ohne einen komplizierten Fachplan, der sich ständig ändert und ständig umfangreicher wird, der von immer mehr mir Fremden aus mir fremden Gebieten zusammengestellt wird, ausgetüftelt und entworfen schon vor mir und mit Zeit. Ich aber habe gerade mal die Zeit, diesen Plan nun in der Hälfte oder weniger als der Hälfte der Zeit zu begreifen und zu verstehen – von Leuten die ihre Gedanken nicht auf fremde Gedanken auch noch einstellen mussten, so wie derjenige, der den fremden Plan verstehen soll. Und mir dann noch anhören soll, dass, wenn ich den Plan nicht als genial und gelungen begreife, dann verzichte doch auf den Plan. Es ist deine Entscheidung, wir brauchen halt jemanden, der diesen Plan versteht und Du bist ja offensichtlich nun die falsche Person dafür, die auch noch Zeit und Überlegung braucht. Entscheidung Ja oder Nein. Und wer dann noch Ja sagt, das ist mir gleich noch einmal nicht verständlich. Also sage ich Nein. Denn mit dem Ja-Sager hätte ich ein Problem und er mit mir. So geht das Karussell immer weiter: Entweder fremde Zeitpläne annehmen und verstehen oder nicht. Ich bin dann da mal raus, mit allen negativen Folgen und Konsequenzen, die nicht eintreten, weil ich an die Zeit nicht gebunden bin und mich an keinen Takt halten muss. Die Angst ist weg, der Zwang ist weg, der Druck ist weg. Der Zeitdruck, eine unsichtbare Trennungslinie verstehen zu müssen, die ich nicht verstehen kann, weil unsichtbar geworden. Ich kann nur innerhalb eines Rahmens handeln und verstehen, wenn ich den Rahmen habe. Es ist aber kein Rahmen mehr da. Es ist ein unsichtbares Konstrukt, der mir den einfachen Rahmen nicht mehr hergibt. Ich habe ja nicht einmal mehr den einfachsten Rahmen verstanden, weil auch dieser unsichtbar war. Unsichtbar heißt auch beim einfachsten Rahmen, dass er insgeheim sehr komplex ist. Vielleicht komplexer als Rahmen, die viel komplexer sein mögen, aber ihre Sichtbarkeit aufzeigen.

Man meint für alles mögliche verantwortlich zu sein, aber für mich ist niemand verantwortlich eigentlich, wenn ich auf Zeit und Mittel nicht angewiesen bin. Eine schöne Vision ist das schon. Denn sie befreit mich auch von fremden Verantwortlichkeiten, weil ich auf Mittel und Zeit freiwillig verzichte. Ich nehme ja dann auch keine Fremdzeit mehr in Anspruch für mich. Gebe meine Zeit und meine Mittel aber auch nicht an fremde Personen ab. Jeder hat seine eigenen Mittel, seine eigene Zeit. Gemeinschaftspläne gibt es nicht.

Da wäre doch ein ganz neues Potenzial vorhanden. Ein Weltparadies würde entstehen. Alle Menschen würden sich verändern. Sie würden fühlen und wieder wissen, was es heißt, ein Mensch zu sein. Sich sagen können: Wie lange hatten wir das vergessen, weil wir Verantwortlichkeiten hinterher gegangen sind, die wir selbst gar nicht mehr verstehen konnten, mit ständigen Folgen, die wir gar nicht mehr selbst im Griff hatten. Aber das Opfer, das Chaos, das Risiko, der Zusammenbruch, der Kontrollverlust, der Verfall. DER FEHLENDE MUT, DAS FEHLENDE VERTRAUEN, DER FEHLENDE PLAN. Einmal Chaos, das gibt es nicht.

Wenn alle aber damit glücklich sind, so wie es jetzt ist, mit wenig Zeit, mit wenig Mitteln, dennoch die Welt, in der sie leben, so in Ordnung finden und glücklich damit sind. Dann gibt es diese glücklichen Menschen im gesunden Maß ja. Dann brauche ich mir über diese Vision keine Gedanken zu machen. Diesen Eindruck habe ich aber nicht, weswegen ich für mich diese vierte Vision (Stadt) der überschaubaren Eigenverantwortlichkeit entworfen habe, wozu es nur eigene Zeit und die Kenntnis über die Mittel und die eigene Energie eines einzelnen und damit auch der Gemeinschaft braucht. Denn jeder hat sie ja dann, die Zeit, die Mittel und die Energie für sich ganz alleine wieder zurück. Sage ich wieder Ja zu mir selbst, dann sage ich automatisch auch wieder JA zur Gesellschaft. Dann ist jeder wieder sein eigener Herr/Frau.

Ich wünsche mir mit dieser Vision, dass dieses Maß auch für den Großteil der Menschen zur Selbstfindung als Mensch führt. Momentan fühlen sich viele Menschen aber bedroht von den Entwicklungen und Auswirkungen und unsicheren Prognosen für den weiteren Verlauf in der Zukunft. Es wird viel versprochen, aber wenig gehalten, vor allem ständig was geändert, man könnte ja was verpassen, wenn man nicht ständig auf dem Laufenden ist. Und prompt verpasst man dann auch noch das Falsche und nicht das Richtige. Wenn man auch selbst wieder was versprechen kann an andere, dann hat man auch nichts zu befürchten. Ich bin mein eigenes Versprechen und ich bin mir sicher, dass das sogar aushält, um verlässlich zu sein für andere. Aber ich sage nicht, dass es verlässlich sein muss für andere, es muss für mich selbst verlässlich sein. Ich muss selbst für mich sorgen und gar nicht für andere. Wenn andere ebenfalls so denken, dann sind sie eine große Last an Verantwortung los. Man hilft sich wieder endlich gerne freiwillig auf die Beine ohne dass man verdonnert dazu ist.

Wenn das eine verlässliche Ansicht und Aussicht ist, dann bin ich wieder Mensch unter Menschen, die sich mit Freundlichkeit und Vertrauen gegenseitig begegnen können. Man kennt sich gut und ist sich nicht fremd und hat irgendwelche Auswirkungen für die Zukunft nicht ständig im Blick zu haben. Eine Planung, die sogar kurzsichtig /kurzfristig sein darf. Keine Großprojekte. Sondern sich mal erlauben, zu sagen, dass ich nur immer von heute auf morgen verfügbar sein kann. Das reicht aus, dafür braucht es keine langfristigen Einplanungen meiner Person, also auch keine Zeitplanung, (sondern diese Vision ohne Zeitlimits). Nicht auf lange Sicht erst Früchte versprochen zu bekommen oder selbst versprechen zu müssen, denn die Früchte können sich ja von heute auf morgen schon wieder ändern, weil immer mehr geplant wird und verplant wird oder Pläne sich als ein Fiasko herausstellen, das später nicht mehr (oder mit aufwändigen  Nachbesserungen und Verzögerungen und Mitteln) behoben werden kann, wo aber eine ganze Kette von Leuten mit dran hängt und mit verplant wurde mit Plänen, die in ihrer ganzen Komplexität gar nicht erfasst wurden. Dann hat man es wieder selbst mal falsch gemacht, mit der ganzen Planung. Das ist ja das dann, wenn man die Zeit ständig berücksichtigen muss, wie die Zeit sich entwickeln wird.

Das ist ja die Vision, denn gäbe es Zeit, die unbegrenzt ist, wozu dann einen Zeitplan. Das wäre das Ende der Geschichte mit allen Plänen, es reicht das Denken auf nahe Sicht und darauf kann man sich dann auch verlassen und vertrauen, weil man sich gegenseitig nicht mehr täuscht oder enttäuscht, indem man von fremden Personen und fremden Plänen zu viel erwartet und auch nicht mehr zuviel verlangt. Man darf wieder von sich selbst erwarten und verlangen, das aber dann nicht mehr DAS und VIELES ist, was fremde Personen meinen, von einem verlangen zu müssen, nach Kriterien, die fremde Personen festlegen. Fremde Personen, die meinen, mich und andere Personen richtig einzuschätzen und richtig zu verstehen.

Die Vision heißt also: Unbegrenzte Zeit, unbegrenzte Mittel (oder auch genügend Mittel), damit Menschen keine Angst voreinander haben, sondern die Lust und die Verantwortung für sich selbst verwenden, was sie dann aber auch könnten. Und nicht, wenn was passiert, auf einen Verantwortlichen zurückgreifen, was Zeit und Mittel braucht, denn das wären dann halt auch Fremdmittel, über die man dann auch nicht mehr einfach verfügen kann. Man müsste sich selbst wieder helfen lernen, weil keine fremde Person mehr da ist, auf die man es abwälzt.

Ich komme nun wieder auf die Version Wildnis und Stadt – ein Vergleich

Sicherlich ist das Interessante für mich dabei, diesen Vergleich anzustellen. Ob das eher in der Wildnis noch vorstellbar sein kann. Weil da greift man mit diesen Vorstellungen nicht in ein existierendes System ein. Man lebt ja nur in der Natur, die Gesetze, sind gar nicht für den Menschen dort geschaffen. Trotzdem kann der Mensch dort überleben. Er muss sich nur in der wilden Natur zurechtfinden. Er muss aber auch nur das eigene wieder in Ordnung bringen, das er selbst kaputt gemacht hat.

Fremde Leute und Materialien schädigt er nicht, aber er wird auch nicht geschädigt. Weil es außer ein paar Menschen keine Unklarheiten mehr gibt, weil man, bevor man loslegt, jemanden schädigen zu wollen, keinen Grund dazu hat. Weil man nicht abhängig ist von anderen Menschen, die einen selbst aber gar nicht brauchen. Andere sind wertvoll und können von mir einfordern, was ich aber immer zu wenig bringe oder gar nicht bringen kann. Und wenn ich es bringen kann, muss ich fürchten, dass es mir nicht sehr lange sicher ist, weil zu viele Konkurrenten da sind. In der Wildnis? Wo sind da Konkurrenten? Denn man kann sich in der Wildnis nicht benachteiligt oder überfordert von fremden Ansprüchen fühlen, weil keiner einen benachteiligen kann, außer ich mich selbst, weil ich mich vor der gefährlichen Wildnis nicht genug geschützt habe. Mehr kann ich in der Wildnis nicht machen. Notfalls reicht ein Gewehr. Die Situationen, wo ein Schaden eintreten kann, sind viel eingeschränkter auf die Risiken der Natur. Es wird aber trotzdem weniger Katastrophen geben, weil die Menschen dann alle wissen, was passiert ist. Dann werden sie sich verbinden und helfen, alles wieder aufzubauen, was durch ein Unwetter zerstört ist. Man muss sich vor dem Unwetter aber nicht verantworten. Man klagt das Unwetter vielleicht an, weil es ungefragt einfach passiert ist. Aber das schöne an der Natur ist, dass man vielleicht – egal wie oft und wie wüst – das Unwetter anklagt, Steine rumwirft oder einen Tag lang deswegen schmollt. Dem Unwetter ist es egal, es nimmt mir nichts übel. In der Wildnis würden die Menschen auch akzeptieren, dass sie sich nicht immer und überall helfen können, auch wenn es die einen bei einem Unwetter trifft. Meist sind es doch nur Gewitter, die wieder vorbeiziehen. Größere Unwetter sind sehr selten dort, wo ich in der Wildnis leben würde. Obwohl man die Gewissheit diesbezüglich nirgends haben kann, egal wo.

Das, was ich dann erst mal vermissen würde, das wären die Menschen, weil es weniger wären in der Wildnis. Ich muss mich ja auch nicht jeden Tag vor einem Unwetter oder Schmutz fürchten, den ich verursache, denn es würde ja niemand sehen, außer ich selbst. Genauso wenig würde ich den Schmutz anderer Leute sehen (auch den geistigen Schmutz nicht). Ich könnte mir sagen, dass ich ja in der Natur lebe, was geht es mich noch wirklich an, mir Vorwürfe zu machen, aber auch anderen Vorwürfe zu machen. Oder so lange nach Gründen zu suchen, warum es nur noch bei Dingen klappt unter Menschen, die eigentlich doch nur noch äußerlich für mich äußerlich sichtbar sind, weil ich merke, dass die Leute sich nichts mehr zu sagen haben. Oder sie haben sich was zu sagen, aber es interessiert mich nicht. Wenn es mich interessiert, dann frage ich mich immer, ob den Leuten eigentlich klar ist, für was sie sich interessieren. Und ich weiß dann, ich sitze in deren Boot ja mit drin. Ich denke mir viel und spreche gerne über das, was man bei diesem Leben, mit diesem Zeitgeist noch spricht oder auch bespricht, weil das Sprechen die Verständigung unter Leuten ist, die persönlich gesehen, sich ja als Menschen verhalten, aber in der Masse verhalten sie sich unmenschlich und dann denke ich schon auch, dass ich doch mal ganz anders leben könnte, frei von Menschenklüngeln, alleine für mich.

Natürlich mag ich Menschen und schätze die Gemeinschaft, aber ich weiß, dass ich genauso gut auch ohne sie leben könnte mit allen meinen Erfahrungen, die ich gemacht habe, die gut und schlecht waren. Und da sind sie sich ähnlich, die Menschen, denn sie machen alle gute und schlechte Erfahrungen. Oder dann eher diese Sorte, die meist nur gute machen und diese Sorte, die meist nur schlechte machen. Ich glaube fast manchmal, dass der Mensch seine eigenen Erfahrungen gar nicht einschätzen kann, weil er ein Einzelgänger ist. Die Erfahrungen macht er gar nicht mit anderen, sondern mit sich selbst. Der Mensch braucht sich nicht gegenseitig, er ist sich selbst genügend. Aber er braucht die Menschen, um zu wissen, dass es nicht so ist. Er versucht es immer wieder, aber er kämpft am meisten für sich selbst. Denn ist mein Leben in Gefahr, dann kommt lange danach erst mal gar nichts. Und Leben, das weiß ich ja, was man da so alles darunter verstehen kann.

Es wird auch etwas abstrakt, wie ich das alles richtig einschätzen soll, denn mich interessiert der Trend, was die Menschen wollen. Da kann ich gar keinen Trend erkennen, der mir gefällt. Da ist kein Zeitgeist, da ist eher was anderes, das ich nicht brauche, für mich mehr und mehr zu sehen. Also alles eine Frage der Zeit und was der Trend der Menschen möchte, das passiert meistens auch. Sonst wäre es nicht die Masse, die immer darüber bestimmt, wie wir leben wollen.

Menschen sind auch sehr veränderlich in ihren Träumen. Auch da bin ich nicht anders. Heute träume ich dies und morgen träume ich das?

Wirklich, man kann Menschen nicht erforschen, man kann sich auch nicht selbst erforschen. Und Träume kann man sich mal machen. Aber ich sehe an diesem Text, den ich geschrieben habe, dass Träume ganz ähnlich sind wie Pläne. Wahrscheinlich zu ähnlich. Man muss sie machen, jedoch in der Natur und in der Wildnis, da herrscht die „Überlebensexistenz“ und das Tag für Tag. Es ist Realismus und doch nicht, weil es mit allen Gefahren als ganz normal akzeptiert wird, aber auch der tägliche übliche Ablauf in der Natur der Tätigkeiten überhaupt nicht langweilig ist. Da braucht man nicht viel träumen und planen. Es reicht, wenn man jeden Tag was macht und keine sonst noch großen Träume und Pläne braucht. Man lebt bescheiden, aber schön. Schön sollte es sein bei allen Gefahren (ich glaube, dass man Gefahren nie ausschließen kann). Aber die Natur sollte nicht langweilig sein. Es ist schwer zu sagen, denn was ist der Unterschied von Naturlandschaften. Es ist halt einfach so, dass ich das ja im Film (siehe bei meiner Bemerkung weiter unten) so gesehen habe, und dachte, dass ist ein schönes interessantes Lebensgebiet mitten in der Wildnis. Wer will schon auf einer kargen und ausgetrockneten spröden einsamen Insel leben. Da wäre ich dann zwar schön für mich, aber die Landschaft? Mit Insel, da habe ich eher das Gefühl, dann eher festzusitzen, eher das Gegenteil von Abenteuer und Freiheit in der Wildnis.

Es müsste eine schöne und weite und abwechslungsreiche Wildnis sein. Ich habe keine großartigen Kenntnisse, wo es sein sollte, aber es ist natürlich nicht egal, weil es ja in Europa gerade nicht besonders viele solche Gebiete gibt, eher Russland oder Amerika, Kanada, aber nicht so einfach alles. Man könnte sich auch ärgern, dass man nicht mehrere Sprachen fließend spricht. Wäre wirklich dann auch mal zu empfehlen. Also ich muss aber ehrlicherweise zugeben, dass ich aufgrund der jetzigen Lage, die ich manchmal so beobachte, dass ich schon gerne davon träume, von diesem Leben in der Natur, einsam, mit nicht immer weiter fortschreitenden Komfortzwängen, die man sich anschaffen muss, weil alle sie haben. Aber es soll auch schön sein, nichts Verlottertes, sondern einfach und solide. Ach ja, ein Hund könnte noch dabei sein.

Vielleicht noch eine Bemerkung: Vor ein paar wenigen Wochen  sah ich einen Film über Kanada. Ich erzähle nun aber nicht den ganzen Film. Aber wie der das gemacht hatte, das war genau das, was mich an diesem Film so ergriffen hatte. Ich bin fast zerplatzt vor Neid – erst mal. (Weil der Mann das alles machte, was ich nicht kann, also das können nicht alle Männer, aber ich als Frau bin halt eine Frau und stehe vom Können her wirklich dann an aller letzter Stelle als Schlusslicht, man muss das schon richtig sehen). Aber auch deswegen war ich ja neidisch, weil der Mann das alles voll im Griff hatte. Diese ganzen Tätigkeiten, der würde überall überleben, dachte ich. So wie ich es in meiner Wildnis-Vision beschrieben habe, so ähnlich habe ich es ja alles in dem Film gesehen. Und es ist eine Sehnsucht, die mit der eigenen Lebens-Realität natürlich nicht übereinstimmt. Ich könnte nicht mal schießen, wenn dann der Bär wirklich käme. Ich schaute den Film aber gerade auch in einer verärgerten Stimmung über Deutschland an, da hatte ich natürlich auch alle Antennen dann für solche Fluchten offen. Aber es war einfach nur schön, dass die Welt hart sein kann, aber es war auch so viel Schönheit und Klugheit und Zufriedenheit und Akzeptanz, und und und ….

Ich war beim Anschauen des Films fast etwas verzweifelt. So ein dummes Gefühl, da macht einer was und ich sitze fest. Dieses Missverhältnis, dass es Macher gibt, die plötzlich ein Leben leben, was ich nicht kann, weil ich das eben nicht kann. Dann bringt das doch auch nichts, eine Vision für mich zu schreiben, weil ich mich kenne. Aber die Vision erlaube ich mir zu haben, aber ob ich es in diesem Blog richtig platziert habe, weiß ich nicht genau. Ich wollte eigentlich nicht über völlig abgehobene Fantasien meinerseits in meinem Blog schreiben. Aber ich fand diese Anregung, die mir dazu gegeben wurde, einfach doch reizvoll. Und es kann bei mir vorkommen, dass ich sehr knapp und kurz bin, oder ich muss einfach viele Worte schreiben. Ich hatte noch einen kurzen Kontakt darüber mit Google+, dass ich das dort so machen kann, dass ich die Praxis namentlich erwähne, weil diese nette Aufgabe ja auch von dort kam.

Und nun – nach der und in der Erinnerung an den Film und beim Schreiben meines Textes waren es schöne Gefühle wie Entspannung, Freundlichkeit, Wärme, also eher ganz ruhige und gelassene Gefühle, aber auch eine Traurigkeit, wenn die Gefühle tiefer werden und einfach nicht erlaubt werden können, weil ich mich schon selbst einschätzen möchte, was nur eine Obsession ist; die vergeht auch wieder. Ich kenne mich ja, dann stellen sich bei mir gleich mehrere Gefühle ein, die schön der Reihe nach hintereinander ihr kleines Schauspiel mit mir treiben. Nun gut, es war eher heftig, ich kann mich an den Tag noch gut erinnern, was der Film da in mir gerade auslöste. Aber vielleicht würde ich heute schon wieder neutraler darauf reagieren können. Aber schlimm ist es schon, wenn ich sehe, was der Mann da geschafft hat. Man könnte sich einen Wolf drüber schreiben und kein Ende finden.

Denn selbst, wenn ich mir nun vorstelle, dass nun Leute im Ernst auf die Idee kommen könnten, was ich nicht glaube, dass Leute im Ernst auf die Idee kommen. Und wenn, dann kann ich diesen Leuten auch nicht helfen, denn ich wüsste nicht mal wie man ein Gewehr schussbereit hält oder richtig zielt. Ich kann das nicht. Ich weiß nicht, erst wenn der Bär kurz vor mir wäre, dann würde ich schießen. Was, wenn man es für die Jagd für das Fleisch braucht? Also alles Fragen, die noch nicht ganz klar sind. Ich müsste den Film noch einmal, ach sehr gerne auch mehrmals, in Ruhe anschauen oder auch noch andere Episoden. Der Film hatte es mir angetan. Das waren keine Angeber; die wollten einfach nur ein anderes Leben beginnen. Ich glaube aber, dass es wegen des Gewehrs nur um die Verteidigung eines eventuellen Angriffs von wilden Tieren (also des Bären) ging. Das Essen war meist einfach, aber doch unglaublich appetitlich meistens – mit Ausnahme des Kaffees; der war schlecht, konnte man sehen, aber darüber konnte ich schmunzeln.

Aber gerade trotzdem hat mich der Film ergriffen. Das Leben wirkte auf mich einfach, aber nicht langweilig. Mitsamt den Gefahren, die leider auftreten konnten, aber bewältigt wurden, hatte der Mann mein Interesse an einem solchen Leben mit diesem Film geweckt. Es wurde auch das geschafft, obwohl ich meinte, dass der Mann unglaubliche Ängste durchgemacht hat, weil auf einen Schlag wegen eines großen Waldbrandes die ganze Existenz, die er sich mit viel Arbeit und Handwerkskunst aufgebaut hatte, wieder zerstört gewesen wäre. Also der Mann war ein Überlebenskünstler, denn er kombinierte das alles auch noch mit seinem erlernten Beruf als Altenpfleger. Gut geplant, Stück für Stück die Zeiten so zu splitten, dass er halbjährlich in Kanada leben konnte. Natürlich auch durch langes Sparen und wenig sonstige Anschaffungen, alles für das Leben in Kanada später. Es hatte sich auch dort eine ruhige Gruppe von Leuten gefunden, die mal zusammensaßen, aber es waren keine Angeber. Sie wollten einfach nur ihre Ruhe in der Natur, weil es ein schönes Leben ist. Ich fange jetzt aber an, zu viel von diesem Film zu schreiben. Das sprengt den Rahmen meines Themas hier. Ich wollte nur eine kleine Träumerei aufschreiben, weil ich die Inspiration dazu dieses Mal auf Google + bekommen habe.

Ich wundere mich gerade selbst etwas, weil ich das Video seither gar nicht mehr geschaut habe. Normalerweise ändere ich auch wieder meine Interessen, die mich ja nur inspirieren sollen. Ich hatte diesen Film auch schon wieder etwas vergessen.

Aber aufgrund dieses Themas eben merke ich, dass mich das irgendwie immer noch berührt. Geändert hat sich noch nichts insofern, dass ich eine andere Geschichte gewählt hätte als diese, als Vision für dieses Thema, was man machen würde, wenn man unbegrenzte Zeit und unbegrenzte Mittel hätte. Ich finde die Idee des Mannes großartig.

Leider weiß man dann bei solchen Filmen nie so richtig, wie das auf lange Sicht läuft. Ist vielleicht aber auch typisch für mich. Dass ich doch keine Wolke bin, aber (Vision) gerne eine wäre, die über allem schwebt. Ich sehe das einfach zu wenig menschlich oder praktisch oder auch planerisch und vor allem abenteuerlich. Wer will schon so genau immer wissen, wie eine Geschichte ausgeht, sonst wäre sie eigentlich ja schon im Ansatz schon fertiggestellt, und den Mittelteil, den überspringe ich dann, weil ich ja schon das Ende wissen muss.

Es bleibt ein Traum, den ich sehr schön finde, wenn genügend Zeit da ist und die Mittel und Angst kein Grund ist, um diesen Traum nicht tatsächlich verwirklichen zu können. Ohne Anspruch auf Gewissheit, auf eine Kontrolle, dass die Geschichte auch kontrolliert werden muss, denn wer bestimmt das? Es zählen die Jahre, und was er bis jetzt schon gemacht hat, das war für mich interessant genug.

Aber er hatte klug geplant, trotzdem hat er sich aber auch auf die Ungewissheit eingelassen. Und die Gegenwart zeigt ja, wie schön und spannend das für mich war. Für Menschen, die viel, ständig und immer gerne unter Menschen sind, wäre das natürlich das krasse Gegenteil, weil man dann ja auch auf den Grund-Komfort verzichtet, der schon lange Gang und Gäbe ist, also noch gar nicht mal auf die neueren, modernen Systeme, sondern auch auf die alten, mit denen man bestens vertraut ist und war.

 

Geist und Gegenwart

Heute ist der Tag, um wieder einmal einen interessanten Tipp zu empfehlen. Den Blog auf #Geist und Gegenwart. Passt sehr gut zu meinem Blog #gedankenmosaikblog. Man meint immer am „Ball der Zeit“ bleiben zu müssen. Dabei geraten die Randthemen eher ins Abseits. Philosophie? Lohnt es sich noch überhaupt, damit zu befassen? Die Philosophen, einerseits missachtet als „Relikte der Vergangenheit“, aber andererseits denke ich, dass ganz neue Brücken geschaffen werden können, wenn man den Zeitgeist kritisch philosophisch mal unter die Lupe nimmt. Nur Zeitverschwendung für diejenigen Träumer, die es sich meinen noch leisten zu können?

Die Marktwirtschaft sinnvoll zu gestalten aus der Verbindung von eigenen Erwägungen, die den marktüblichen Tendenzen zunächst konträr entgegenschlagen. So haben sich all diese nichts monetär einbringenden Gedanken hinausbewegt, abgegrenzt, nicht mehr als nutzbringend für diese Zeit selbst abgeschafft?!

Deswegen möchte ich diesem heutigen Thema auf #Geist und Gegenwart hier einen Platz einräumen. Die tagesaktuellen Themen bewegen die Zeit, die Randthemen dürfen deswegen als Ausgleich eine Inspiration sein. Mehr nicht. Oft blendet man vielleicht etwas aus, weil man ja nur meint, es zu müssen.

Hier also mein Lesetipp (nimmt nicht viel Zeit in Anspruch) aus #Geist und Gegenwart

http://www.geistundgegenwart.de/2015/04/grenzen-des-marktes.html

 

 

Ich sag mal Blog

#Kaimaninseln #George Town #Panama #Julia Friedrichs #ichsagmal

„Wenn das über strengere Gesetze nicht passiert, sollten jetzt die Panama Papers-Rechercheure ihre Hausaufgaben machen. Das ist wesentlich schwieriger als irgendwelche Promis rauszufischen.Ansonsten wird aus dem Jahrhundert-Scoop ein Jahrhundert-Flop.

Als ich den Ich sag mal Blog las, sagte ich mir, dieser Absatz aus dem Blog, den ich oben zitiert habe, stimmt genau mit meinen Gedanken überein. Ein Ablenkungsmanöver im Stil „alt gebackene Brötchen neu aufzuwärmen?“ Frisch aufgebacken im Panama Sakandal?

Hierzu erscheint es mir passend aus dem folgenden Buch einige Zitate herauszufischen.

Dieses Buch dümpelt ja auch schon lange genug vor sich hin.

Hoffmann und Campe, Julia Friedrichs, iDEALE, 1. Auflage 2011, Kapitel: Bei den Kröten, Seiten 212 bis 228.

„Das Ugland House dagegen, auch so ein verspiegelter Bürobau, ist in unschuldigem Weiß gehalten. Es wurde weltberühmt, weil hier rund 20.090 Firmen ihren Sitz haben, alles exempted companies, steuerbefreite Unternehmen. ‚Entweder ist das das größte Gebäude der Welt oder der größte Steuerbetrug‘, sagte Barack Obama, als er noch Senator war.“

Von der Autorin, Julia Friedrichs, geboren 1979, Journalistin, ebenfalls erschienen bei Hoffmann und Campe, der Bestseller: Gestatten Elite. Auf den Spuren der Mächtigen von morgen (2008) und: Deutschland dritter Klasse: Leben in der Unterschicht (mit Eva Müller und Boris Baumholt, 2009).

Julia Friedrichs, geboren 1979, studierte Journalistik in Dortmund. Heute arbeitet sie als freie Autorin von Fernsehreportagen und Maganzinbeiträgen, u.a. für die WDR-Redaktionen „Monitor“, „die story“ und „Aktuelle Dokumentationen“ sowie für die „Zeit“.

Für eine Sozialreportage wurde sie 2007 mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten und dem Ludwig-Erhard-Förderpreis ausgezeichnet. 2010 erhielt sie den Nachwuchspreis des deutsch-französischen Journalistenpreises.

Diese Angaben über Julia Friedrichs habe ich aus dem Buch iDEALE, 1. Auflage 20011, entnommen.

Inzwischen, im Jahr 2016, wo ich diesen Blog hier verfasse, hat sich nichts geändert, außer, dass nun ein Abriss dessen in neuer Aufmachung gerade als Panama Skandal veröffentlicht wurde.

So als ob man nicht schon längst nicht verstanden hätte, so für die ganz Dummen. Und ich schließe damit mit dem obigen Zitat aus dem Blog „Ich sag mal“. Weil es ja auch passt. Wenn das kein Flop ist. Indem man das „Antiquariat :-)“ heranzieht, was vor Ironie einen laut Auflachen lässt, (im wahrsten Sinne des Wortes zu verstehen),  um in einem vermeintlich ganz aktuellen Aufmacher das Netz und alle Gazetten damit vollzupflastern. Im Sinne von BLÖD bleibt BLÖD. Und BILD dir deine Meinung.